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The Charlatans: Different Days (CD, PIAS, 2017)

 

Auf den 46 Minuten ihres mittlerweile schon 13. Albums "Different Days" präsentieren The Charlatans 13 Songs. Mit dem zwar etwas monoton getragenen, aber doch chilligen "Hey Sunrise" geht zur Eröffnung direkt die Sonne auf, und sie soll hell leuchten im Laufe der guten Scheibe. Nach dem flotteren, feinen "Solutions" folgt im Midtempo und relaxten Fahrwasser der Titeltrack "Different Days", der durchaus ins Ohr geht. Die Schriftstellerin/Schauspielerin Sharon Horgan hat hierbei den Hintergrundgesang beigesteuert, und sie ist nicht der einzige Gast auf der Scheibe. Sänger Tim Burgess, Bassist Martin Blunt, Gitarrist Mark Collins und Keyboarder Tony Rogers haben für das Album diverse Kollegen ins Studio geholt. Es war klar, dass die Drums nach dem Tod von Jon Brookes im Jahr 2013 anderweitig besetzt werden müssten - hier half der ehemalige The Verve Drummer Pete Salisbury aus. Zusätzlich sind Anton Newcombe von The Brian Jonestown Massacre, Johnny Marr und Stephen Morris (New Order), Schriftsteller Ian Rankin, Lampchops Kurt Wagner und auch Paul Weller mit von der Partie. In einem Video erklären die meisten von ihnen ihre Teilnahme:



Das von Jim Spencer im bandeigenen Studio in Cheshire koproduzierte Album besticht durch seinen Abwechslungsreichtum - unterschiedlichste Songs sind zu hören, dazu Spoken Word Passagen, das passt alles bestens, ist bis auf wenige Ausnahmen gut gelungen. Highlight der Scheibe ist definitiv der Ohrwurm "Plastic Machinery", ein wundervoller Britpop-Song, der mega eingängig daher kommt. Auch das in puncto Percussion etwas experimenteller angerichtete "Not Forgotten" geht mit einem starken Refrain gut ins Ohr. Stücke wie "There Will Be Chances" oder das progressivere, leicht avantgardistisch arrangierte "Over Again" können da nicht ganz mithalten, lassen sich aber doch gut anhören. Anders ist dies beim anstrengenden "The Same House", welches mit nerviger Monotonie beginnt, dann nach 105 Sekunden ins Melodische drifted, um dann 30 Sekunden später die grausamen Anfangsmomente wieder drüber zu bügeln in einem als Folterintsrument taugenden Mischmasch - hmm, sie werden sich irgendwas bei gedacht haben, bei dieser bewusst unschönen Nummer. Da sind wir froh, wenn die Gehörgänge danach mit dem sehr anständigen "Let's Go Together" wieder gereinigt werden. Das abschließende "Spinning Out" mit Paul Weller bildet dann einen chilligen, schönen Ausklang einer bis auf den geschilderten Ausreißer sehr ansprechenden Scheibe.

Hier das Video zum großartigen "Plastic Machinery":



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Bewertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi )