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Diary Of Dreams: Hell In Eden (CD, Accession Records, 2017)

 

Mit "hell in Eden" (die Hölle soll hier wohl nicht groß geschrieben werden) legen Diary Of Dreams bereits ihr 13. Album vor. Die Band um Mastermind Adrian Hates liefert ihren Fans 13 neue Stücke auf 66 Minuten, die abwechslungsreich geworden sind. Eröffnet vom elektronischen, sphärischen und auch hymnenhaften "Made In Shame" geht es noch verhalten los, bevor mit "Epicon" dann im Midtempo Goth-Rock verabreicht wird, im am wenigsten elektronisch dominierten Stück der Scheibe, denn hier haben die E-Gitarre und Drums noch am meisten organisches Gewicht.



Abgesehen hiervon geht es schon wieder sehr elektronisch zu und Diary Of Dreams liefern starke Stücke ab, die klanglich nicht im Gestern hängen geblieben sind wie bei vielen Bands, nein, sie kommen modern ansprechend daher. Wenn man wollte, könnte man Vergleiche finden - "Decipher Me" erinnert stilistisch und klanglich durchaus an And One, das einzig deutschsprachige "Hell In Eden" ein wenig an Wolfsheim, "Mercy Me" vielleicht an Mesh - aber das ist eigentlich zu mühselig, haben die Stücke doch alle ein Eigenleben und passen vor allem mal zu Diary Of Dreams mit ihrer düsteren Machart mit durchaus eingängigen Melodien, und natürlich mit Adrians dunklem Gesang.

Ein starkes Album, auf dem man keinen schlechten oder überflüssigen Song entdecken kann. Von flotteren bis zu ruhigen Nummern wird das ganze Repertoire geboten, immer mit interessanten Strukturen und ideenreich, ob beim hypnotisch dahin kriechenden "Perfect Halo", beim bedrohlichen EBM-Treiber "Listen And Scream", oder beim sphärisch startenden und hinten raus noch tanzbaren "Bird Of Passage". Auch die düstere, melancholische Ballade "Beast Of Prey" besticht, zum einen mit ihrer Mischung aus ruhigen und bombastischen Momenten, aber auch mit ihrer Instrumentierung mit Piano, Streichern und Gitarrenriffs. Zum Abschluss gibt es dann mit "Hiding Rivers" eine weitere gelungene Ballade, von Streichern und auch sonst vor allem klassischen Klängen getragen, wobei stellenweise auch hämmernde Beats dazu kommen. Sehr gutes neues Album von Diary Of Dreams.



Hier sind Diary Of Dreams live zu sehen:

12.10. Frankfurt, Batschkapp
13.10. Krefeld, Kulturfabrik
14.10. Hamburg, Markthalle
20.10. Leipzig, Täubchenthal
21.10. Dresden, Reithalle
22.10. Nürnberg, Hirsch
16.11. Hannover, Musikzentrum
17.11. Bremen, Tivoli
18.11. Berlin, Huxleys Neue Welt
24.11. München, Backstage Werk
25.11. Stuttgart, Im Wizemann - Club

www.diaryofdreams.de
facebook.com/officialdiaryofdreams



Bewertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi )