Expedia.de - Reisen. Wie, wann, wohin du willst.
Django Django: Django Django (CD, Because Music, 2012)

 

Auf den 49 Minuten ihres selbstbetitelten Debütalbums präsentieren Django Django 13 Tracks, die es in sich haben. Das schottische Quartett eröffnet die Scheibe mit einem instrumentalen Intro, welches mit Elektrobässen aufwartet, wie sie aus einem alten John Carpenter-Soundtrack stammen könnten, zu denen sich dann aber Trommeln und Western-ähnliche Klänge mischen, bis das Ganze auf brilliante Art und Weise in den Song "Hail Bop" übergeht. Dieser nimmt einen sofort gefangen mit seiner ultracoolen Mixtur aus mehrstimmigem Gesang, in den Hintergrund in eine Ecke des Klangraums gestellte Gitarre, treibenden Samples, Elektrobass und spacigen Zwirbelsounds - das alles garniert mit einer guten Melodie. Hammersong! "Default" kommt trockener daher, aber auch rockiger - ansonsten kristallisiert sich die genannte Mischung als richtungsweisend heraus, mal ruhiger ausgerichtet ("Love's Dart", "Hand Of Man"), mal rockig mit Western-Anleihen ("Wor"), mal im Midtempo durchaus groovy treibend ("Storm", "Firewater"), mal psychedelisch ("Waveforms", "Skies Over Cairo") oder avantgardistisch ("Zumm Zumm"). Der mehrstimmige Gesang erinnert eher an alte Zeiten wie von den Beatles oder Beach Boys, während sich in der Instrumentierung traditionelle und moderne Elemente die Klinke in die Hand geben und besondere Wechselwirkungen erzeugen, weil das Ganze sehr interessant komponiert und arrangiert wurde, gerne auch mal experimentell, ohne zu weit von klaren Songstrukturen abzuweichen. Vincent Neff (Gesang, Gitarre), Jimmy Dixon (Bass), Tommy Grace (Keyboards) und David Maclean (Drums, Produktion) haben es geschafft, sie bieten etwas ganz Eigenes, was heute ja gar nicht mehr so einfach ist - und hiermit dürften sie zwar die breite Masse nicht erreichen, aber in der Nische die Szene begeistern. Klasse Scheibe!

www.djangodjango.co.uk



Bewertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi )