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| Seth Lakeman: Tales From The Barrel House (CD, India, 2012) | |||
Auf seinem sechsten Soloalbum "Tales From The Barrel House" bietet der Folk-Musiker Seth Lakeman 52 Minuten, auf denen er sich vornehmlich mit Handwerkern wie Minen- und Holzarbeitern, Kelterern und Uhrmachern, Seemännern und Schmieden beschäftigt. Hmm, klingt komisch, aber ist zumindest mal was anderes als das dauerbrennerhaft belegte und doch niemals ausgelaugte Thema "Liebe". Neben Eigenkompositionen findet man auch einige Neuinterpretationen von Traditionals wie "Brothers From Penryn" - stets aber steht Seth Lakeman im Mittelpunkt, mit seiner Folk-Stimme und der Instrumentierung, von der er viel selbst eingespielt hat. Der Musiker aus Devon ist ein sehr guter Geiger, spielt die Gitarre prima, fidelt auch gerne mal. Dazu gibt es "ortsbedingte, originäre" Klänge wie Banjo, Bouzouki, eine alte Heilsarmee-Pauke oder auch mal altes Metall als Klangkörper. Seth erklärt: "Ich möchte mit dem Sound des Albums die Hörer mitten in die Mine hineinnehmen; ich möchte, dass sie die lebendige Geschichte derjenigen hören, von denen meine Songs handeln. Es ist eine Hommage an die hart arbeitenden Minenarbeiter, an die Seemänner, an geschickte Facharbeiter und Handwerker, die für wenig Geld arbeiten mussten, aber stolz waren auf das, was sie schufen. Ich weiß, dass die Aufnahmen von einigen vielleicht als zu rau oder zu roh beurteilt werden, aber für mich war das genau der Sinn der 'Tales from the Barrel House'". Sicher keine Musik für die Massen, der Folk Seth Lakemans, und sicher auch nicht sonderlich innovativ - aber andererseits für Folk-Freunde sicher eine Scheibe, in die man mal reinhören sollte. www.sethlakeman.co.uk ![]() Bewertung: 6 von 10 Punkten (Tobi ) ![]() |