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Light Asylum: Light Asylum (CD, Mexican Summer, 2012)

 

Light Asylum bescheren uns auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum 49 Minuten, die an alte Zeiten erinnern, in denen Electronic Body Music alias EBM noch angesagt war - was bestens passt, habe ich doch gerade ein altes Front 242 T-Shirt als Schlafshirt wiederentdeckt (zu mehr taugt es leider nicht mehr, denn der eine Ärmel ist fast abgerissen ... aber beim Blick in den Spiegel morgens fühle ich mich etwas jünger). Das Duo aus Brooklyn bietet also elektronische Musik mit stampfenden Beats und energetischem Gesang, der eher zwischen Sprechen und Rufen liegt. Das Ganze ist sehr effektlastig ausproduziert worden, natürlich weit moderner als zu Zeiten von Front 242 oder Nitzer Ebb, aber in der Grundstimmung gar nicht so weit abweichend. Gerade Zwischen-Schreie wie bei "Heart Of Dust" oder generell die Vocal-Performance bei "At Will" werfen einen direkt in alte Zeiten zurück. Shannon Funchess und Bruno Coviello lassen EBM also wieder aufleben, und das macht Spaß. Absolut nicht revolutionär, und für Freunde der Melodie ist das sicher nichts, aber für Anhänger harter elektronischer Klänge und treibender Beats wird hier einiges geboten, denn nur selten geht es mal so friedlich zu wie beim Midtempo-Tranquilizer "Angel Tongue". Ich weiß schon, welches Schlafshirt ich gleich trage...

www.lightasylum.com
www.myspace.com/lightasylum



Bewertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi )