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Quatro, Scott & Powell: Quatro, Scott & Powell - Deluxe Edition (CD, Warner, 2017)

 

Nach Gizmodrome mit Stewart Copeland, Mark King, Adrian Belew und Vittorio Cosma liegt mit Quatro, Scott & Powell nun das nächste Album einer Supergroup in diesem Jahr vor, denn ich zitiere gerne nochmals aus Wikipedia: "Als Supergroup wird eine Pop- oder Rockband bezeichnet, deren Mitglieder zuvor bereits in anderen, oft sehr bekannten Bands erfolgreich waren." In diesem Fall haben sich Suzie Quatro (Gesang, Bass), Andy Scott von The Sweet (Gesang, Gitarre) und Don Powell von Slade (Drums) zusammen getan, um das vorliegende, 74-minütige Album mit 16 Songs einzuspielen. Wobei, so ganz stimmt das nicht: Die Scheibe erschien bereits in Asien und Australien unter dem Kürzel QSP mit 14 Stücken, und liegt nun auch für den europäischen Markt vor, als Deluxe Edition mit zwei neuen Stücken.

Wenn die momentan 67-jährige Suzie Quatro, der 68-jährige Andy Scott und der 71-jährige Don Powell ins Studio gehen, dann bebt dieses natürlich vor musikalischer Erfahrung und Reife, und diese hört man den Stücken dann auch an. Die Songs balancieren zwischen Rock, Hardrock, Glam und Rock'n'Roll und überzeugen mit griffigen Gitarren-Riffs wie Melodien, erdigen Bassläufen, amtlichen Rhythmen, guten Melodien und nicht zuletzt immer noch gutem, wenn auch nicht voll an frühere Zeiten heran reichendem Gesang von Suzie, die 14 der Songs singt, zweimal durfte Andy Scott ran. "Wir haben alle einen ähnlichen Background und kommen aus demselben Stall, wo wir unser Handwerk 'on the road' gelernt haben, um mal eine Phrase zu benutzen", so Andy Scott, der hinzufügt: "Damals war der einzige Weg nach vorn die Live-Performance. Wir drei haben großen Respekt voreinander und gehen mit derselben Einstellung an unser Musikerdasein heran."



Ähnlich begeistert äußert sich Don Powell: "Wir teilen eine Epoche miteinander. Wir sind immer noch aktiv und geben getrennt voneinander Konzerte überall auf der Welt. Nach vielen anregenden Diskussionen in langen Nächten schien es uns der richtige Zeitpunkt zu sein, zusammenzukommen und unsere Ideen zu verbinden. Vom ersten Drumbeat, der ersten Basslinie und dem ersten Gitarrenakkord an wussten wir, dass wir etwas Außergewöhnliches hatten." Und natürlich soll auch Suzie Quatro zu Wort kommen: "Am Anfang machte es einfach Spaß, an unsere Wurzeln zurückzukehren und ein paar Coverversionen einzuspielen. Aber irgendwann fingen wir an, eigene Songs zu schreiben, die dem Album eine Substanz verliehen. Wir haben etwas geschaffen, auf das wir alle stolz sind: QSP."

Da ist sie also wieder, die Abkürzung QSP, die in Europa wohl gar nicht groß genutzt werden soll, sind die Namen der Künstler doch viel plakativer und sprechen für sich. Ein abwechslungsreiches Album haben sie geschaffen, welches mir weit besser gefällt das die Scheibe der angesprochenen Gizmodrome. Ohne die musikalischen Wurzeln auch nur im Ansatz zu verleugnen, ist ein modernes Album entstanden, das genau das bietet, was man sich bei dieser Kombination gewünscht hätte. Ob schmissiger Rock'n'Roll a la "Slow Down", "Late Night Early Flights" und "Little Sister" geboten wird, melodischer Rock der Marke "Long Way From Home" und "Tossin' & Turnin'", Blues-Rock bei "Bright Lights Big City" und "Mend A Broken Heart, Glam wie bei "If Only" und "The Price Of Love" oder Balladen mit "Pain", "Just Like A Woman" und "Broken Pieces Suite" - die Songs bereiten Freude und klingen alles andere als altbacken und staubig. Hierbei spielt es kaum eine Rolle, ob man Coverversionen wie bei Larry Williams' "Slow Down", John D. Loudermilks "Tobacco Road" und Bob Dylans "Just Like A Woman" oder die neuen, eigenen Kompositionen hört - eine runde Sache, dieses Projekt.

Das Album erscheint übrigens auch als Doppel-LP auf Vinyl, hier dann aber erst am 8. Dezember.

www.suziquatro.com/qsp.html



Bewertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi )