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Take That: Wonderland (CD, Polydor, 2017)

 

Drei Jahre nach ihrem letzten Album "III" veröffentlichen Take That mit "Wonderland" ihr insgesamt achtes Studioalbum. Die seit 2014 zum Trio geschrumpfte Ex-Boygroup beschert ihren Fans elf neue Songs auf 42 Minuten. Ob Gary Barlow, Mark Owen und Howard Donald allerdings außerhalb Großbritanniens, wo sie stets Platz 1 der Albumcharts erreichen, an die in einer Besetzung mit Robbie Williams erzielten Erfolge anknüpfen können, bleibt ganz unabhängig von der Klasse der Stücke zu bezweifeln. Schließlich landete das 2008er-Album "The Circus" in Deutschland nur noch auf Platz 14, und "III" kam mit Platz 26 nicht mal mehr in die Top 20, während das dazwischen mit Williams 2010 veröffentlichte Album "Progress" Platz 1 erreichte. Und nein, am Ausstieg von Jason Orange vor "III" dürfte das Ganze nicht liegen...

Nun also nehmen uns die drei verbliebenen Herren mit ins "Wonderland". Take That bleiben dem Sound ihrer Comeback-Ära (seit 2006) treu und bieten melodische Popmusik, die gut produziert daher kommt. Wohl auch weil mit Mark Ralph (Hot Chip, Franz Ferdinand), Tony Hoffer (Beck, Supergrass, Goldfrapp), Stuart Price (Madonna, The Killers, Gwen Stefani) und Mark Crossy (Arctic Monkeys, The Gaslight Anthem) verschiedene Produzenten am Album beteiligt waren, kommt das Ganze abwechslungsreich daher. Der Titelsong ist als Opener ein fröhlicher Auftakt - "Music makes me feel good" nehmen wir den Jungs durchaus ab, und gute Laune wollen sie auch weiterhin verbreiten - hier gewürzt mit einigen osteuropäischen Klängen und Instrumenten wie der Sarangi und der Tanpura. Die Single "Giants" folgt mit eingängigem Chorus und pompösem Pop-Sound, ist mit Sicherheit einer der potentiellen Chartstürmer des Albums. Ein bisschen weniger fett im Klang, dafür umso gemütlicher kommt das sympathische, optimistische "New Day" daher, während das abgroovende "Lucky Stars" danach beweist, dass hier auch funky Dance-Vibes nicht fehlen - ebenfalls eine gut gelungene Nummer. Bei "And The Band Plays" sorgen Streicher und Bläser dann erneut für volleres Klangbild, während der Inhalt weiterhin positiv bleibt: "always making something out of nothing, turn your heartache into loving".

So abwechslungsreich geht es weiter, ob beim Ruhm-kritischen "Superstar", dem tanzbaren "River" oder der getragenen Midtempo-Nummer "The Last Poet". Mit "Hope" und "It's All For You" sind zudem auch zwei feine, ruhigere Stücke zu finden, die als Balladen starten und dann noch an Intensität gewinnen. Ein gutes, neues Album von Take That - wenn hiermit also in Deutschland die Top Ten nicht erreicht werden sollten, liegt das einzig an Robbies Abstinenz, an den Songs der Scheibe liegt es nicht.

Hier der Videoclip zu "Giants":



www.takethat.com
www.facebook.com/takethat



Bewertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi )