CTS-MUM




"Der Countdown läuft..." ja nun schon längst nicht mehr, aber "Millennium" vom Aleksey haben wir wohl alle noch gut in Erinnerung. In Kürze erscheint mit "Weltpremiere" bereits das dritte Album des 22-jährigen HipHop-Künstlers, den man bisher vor allem durch seine Bandprojekte kannte, als Mitgründer der Formation Phase V und als einen der drei Rapper (neben Cappuccino und Tachiles) der Jazzkantine. Mit letzterer hat Aleksey gerade erst ein neues Album ("In Formation") an den Start gebracht und im April steht die dazugehörige Tour an, wenig Zeit also für eigene Promoaktivitäten.

Bevor nun im Mai also "Weltpremiere" erscheint, fragt Aleksey auf seiner neuen Maxi-CD selbstbewusst "Wen soll ich fürchten". Anlässlich des Videodrehs zu diesem Stück ließ ich es mir nicht entgehen, am Set vorbei zu schauen.



Berlin, 18. März, das Wetter ist richtig schön - spielt keine Rolle, denn man hat im Prenzlauer Berg ein, wie die Amis immer so schön sagen, "Gym" angemietet, einen Trainingskomplex für Boxer und andere Kämpfer. Aleksey ist gerade dabei, eine Strophe im Kraftraum einzusingen bzw. -sprechen, lässig auf einem Kraftgerät sitzend, aber nicht in Sportkleidung, sondern in Lederjacke. Für die kämpferischen Momente des Videoclips hat man einige junge Judokämpferinnen (oder war es Karate? Na egal!) verpflichtet, dazu ein paar Jungs für die Szenen im Boxraum.

Die Story des Clips ist gar nicht leicht wiederzugeben, weil sie konkret nicht wirklich zu erkennen war, aber soviel ist klar: die kämpfenden Mädels und Jungs stehen für den alten osteuropäischen Sportdrill, um Sieger zu erschaffen, und zwischendurch sieht man Aleksey gelassen, aber auch bestimmt seine Reime sprechen. Optisch dürfte das Ganze dank der ansprechenden Location (dunkelbraune Holzwände, eiserne Geräte) gut ausschauen, sieht man mal von den Darstellerinnen ab, die mit wenigen Ausnahmen wohl doch eher nach markanten, leicht harten Zügen ausgesucht worden sind, um die "Ost-Schmiede" zu repräsentieren. Oh ja, am Anfang, als ich noch nicht anwesend war (Mist!), wurden die Sportlerinnen bereits beim Umziehen in der Kabine und beim Duschen gefilmt - na, na, na!



Die meiste Zeit geht, wie sollte es anders sein, für Warten drauf (Aufbauten, Lichtmessungen, Proben), und nur selten läuft die Kamera wirklich. Nach einer längeren Mittags- und Umbaupause geht es im nächsten Raum, wo man einen Boxring und schwere Sandsäcke findet, weiter - mit viel Warten und etwas Dreh. Aleksey aber ist guter Laune, und so wird er diesen sicherlich stressigen Tag gut zu Ende bringen. Ich bin raus.

(Tobi)