Seit Mitte Oktober 2005 herrscht in den MMC Studios in Köln-Hürth "Die Magie des Lichts". Hinter diesem Namen verbirgt sich eine - wir zitieren die Website - "multimediale Theater-Show Produktion für das 21. Jahrhundert". Wenig Theater, viel Show - doch von Anfang an. Betritt man die Hallen, gelangt man zuerst einmal in einen Bereich, wo man neben der Abendkasse und der obligatorischen Garderobe kleine Verkaufsstände von Artikeln rund um die Show oder das Thema Licht findet. Alles ist hell, zumeist in Weiß gehalten - doch bevor einem Engelsflügel wachsen, kann man sich vor der Show in der Lichtlounge die Zeit vertreiben.

In diesem großen Raum ist ebenfalls alles in Weiß gehalten, und es geht einerseits sehr designlastig stylisch, andererseits sehr gemütlich zu. Wer will und Platz findet, kann sich auf Liegen entspannen, andere lümmeln sich auf großen Sofaflächen oder in tropfenförmigen Korb-Nischen, oder man sitzt auf Lederwürfeln, vielleicht auch auf Sitzschalen-Hockern, mancher steht auch an der Bar. Diese befindet sich imposant groß mitten im Raum und bietet dem Besucher die Möglichkeit, leckere Cocktails zu trinken oder auch den mitgebrachten Hunger zu stillen. Am Ende der Bar legt ein DJ chillige, bestens zur Raum-Atmosphäre passende Musik auf. Ein Platz zum Wohlfühlen - hier könnte man auch den Abend verbringen, aber dann ertönen Gong-Töne und bitten zur Show.


Gleich zu Beginn wird klar, dass die Geschichte der Menscheit dargestellt wird, in einzelnen Momentaufnahmen, jeweils eingeleitet von einigen durch die Halle schallenden Worten vom Band. Rechts und links der Bühne findet man jeweils zwei Projektionssegel, die vor allem diese Intros unterstützen, manchmal aber auch die gezeigten Szenen. Auf der Bühne wirbeln die PhoenixFireDancers, eine 1994 von Marc Broudard gegründete, internationale Künstlergruppe. Sie sind Darsteller, Bewegungskünstler, Akrobaten, Kraftathleten und Tänzer, alles in einem, mal mehr dies, mal mehr das. Vor allem aber sind sie richtig gut. Nicht umsonst haben sie mit ihren Shows schon weltweit das Publikum begeistert, u.a. bei der Formel 1 in Bahrain, dem NFL-Superbowl in Tampa und im Gasometer in Wien.

Mehr als 20 dieser zumeist in tolle, bunte Kostüme gekleideten PhoenixFireDancers bescheren dem Publikum einen tollen Abend, eine Mischung aus Weltgeschichte und Fantasie, Mystik und Magie, Tanz und Akrobatik, Pyrotechnik und Feuerkunst, durch die passende Musik und verschiedenstes Licht zu einem packenden Paket geschnürt.


Zu Beginn geht es um die Entstehung der Welt und die ersten Lebewesen, mit einer Mischung aus Elektromusik und Folk untermalt, mit viel Schwarzlicht-Effekten magisch auf die Bühne gebracht - wie in der ganzen Show wird stets gleichzeitig dargestellt und getanzt, jongliert, gewirbelt oder auch durch die Luft geflogen. Ein toller Teil der Show zeigt uns Urzeitmenschen bei der Entdeckung von Feuer und Musik, hier durch Trommel-Percussion, wilde Tänze und brennende Jongliereinlagen nahe gebracht - für viele der mitreißendste Teil des Abends. Im ersten Teil vor der Pause, ca. eine Stunde lang, geht es äußerst abwechslungsreich zu, sowohl musikalisch als auch in den Darbietungen. Man sieht gute Choreografien, wild durch die Luft wirbelnde Akrobaten, sich gegenseitig stemmende Kraftprotze, tolle Jongleure - alles, was eine gute Show ohne Gesang und Sprache ausmacht. Es wird viel mit loderndem Feuer gearbeitet, was toll ist, allerdings in den ersten Reihen die Nase etwas belastet.

Nach einer halben Stunde Pause - am besten natürlich wieder in der Lichtlounge verbracht - geht es in den zweite, kürzere Hälfte der Veranstaltung. Thematisch ist man schnell in der Gegenwart angekommen, und mit durchaus viel Gesellschafts- und Menscheitskritik taucht man in die technisierte Welt ein, futuristisch mit viel Neonlichtern, Laserspielen und Kostümen wie aus besten Science-Fiction Filmen auf die Bühne gebracht. Dazu ertönen nun vor allem Techno und Goa-Trance. Mit vielleicht etwas zu viel Pathos wird dazu aufgerufen, zu den Ursprüngen zurück zu finden und den Geist des Feuers wiederzufinden oder neu zu erwecken - was natürlich als gelungen dargestellt wird. Der zweite Teil ist klar schwächer als der erste, aber insgesamt wird dem Publikum mal etwas ganz anderes geboten, was sehr kurzweilig und spektakulär inszeniert ist - nicht umsonst gibt es viel Applaus und Standing Ovations vom begeisterten Publikum.


"Die Magie des Lichts" ist noch bis zum 22. Januar 2006 in Köln-Hürth zu sehen. Von Mittwoch bis Samstag findet die Show um 20 Uhr statt, am Sonntag um 18 Uhr. Die Lichtlounge öffnet von Mittwoch bis Samstag um 18 Uhr, am Sonntag um 17 Uhr. Mehr Informationen, auch zur Anfahrt, findet man auf der offiziellen Website:

www.diemagiedeslichts.de


Karten für die Show kosteten zwischen 19 Euro und 88 Euro (zzgl. Gebühren). Man bekommt sie in allen bekannten VVK-Stellen oder unter der Telefonnummer 01805-28 01 01 (12 Cent/Min), oder an der Abendkasse. Vielleicht auch bei uns umsonst, denn wir starten eine


Wir verlosen 3x2 Tickets für die Show am 15. Dezember 2005, wofür wir uns beim Veranstalter herzlich bedanken. Wer gewinnen möchte, der klicke einfach hier. Einsendeschluss ist der 8. Dezember 2005. Viel Glück!

(Tobi)