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DAS MUSICAL



Die Story

Paris schreibt das Jahr 1482. Zahlreiche Zigeuner leben in der Stadt, und täglich werden es mehr. Der mächtigste Mann von Paris, der königliche Stadtvogt und Richter Claude Frollo, will sich der "Landplage", wie er es nennt, entledigen. Er schickt Söldner gegen sie vor.
Im Kampfgetümmel entdeckt Frollo eine Zigeunerin mit einem Lumpenbündel und beschuldigt sie, Diebesgut darin zu verstecken. Er entreißt der Flüchtenden auf den Stufen der Kathedrale von Notre Dame das Bündel. Sie stürzt und kommt zu Tode. Das beobachtet der Dom-Dekan.
Im Lumpenbündel finden die beiden Männer ein missgestaltetes Kind, einen "Wechselbalg des Teufels", wie Frollo meint. Er befindet: "Diese Missgeburt hat kein Lebensrecht." Der Dom-Dekan setzt den Richter unter Druck. Er fordert Sühne für den Tod der Mutter.
Unter Frollos Versprechen, dieses Kind großzuziehen, als wäre es sein eigenes, vereinbart der Dekan mit ihm Schweigen über die Todesumstände der Zigeunerin. Der Junge, den der Stadtvogt "Quasimodo" – "halb geformt" – nennt, wächst im Glockenturm der Kathedrale auf.
20 Jahre sind vergangen. Quasimodo ist ein junger Mann geworden – entstellt, behindert in der Sprache und im Gang, aber von unbändiger körperlicher Kraft. Sein einziges Vorrecht: Er darf die Glocken läuten. Seine einzigen Freunde sind steinerne Wasserspeier, mit denen er imaginär spricht. Noch nie durfte der Bucklige Notre Dame verlassen.
Als das jährliche Narrenfest auf dem Marktplatz ansteht, bittet er seinen Erzieher, "Meister" Frollo, hingehen zu dürfen. Doch der lehnt ab: "Du weißt nicht, was dir droht. Draußen, da verhöhnt man dich als Scheusal." Der junge Glöckner ist zum ersten Mal in seinem Leben ungehorsam. Er verkleidet sich und schleicht heimlich auf das Fest.
Dort tanzt die junge schöne Zigeunerin Esmeralda und verzaubert alle mit ihrem Charme und Temperament. Auch den Richter Frollo!
Esmeralda hält Quasimodos Äußeres für eine besonders gelungene Maske und ermuntert ihn, sich an der Wahl zum "Papst der Narren" zu beteiligen: Gekürt wird die hässlichste aller hässlichen Fratzen. Der Mob jedoch verhöhnt und verspottet den Krüppel und fesselt ihn an den Pranger. Richter Frollo rettet seinen Schützling nicht. Kalt und herzlos befindet er: "Hier muss eine Lehre erteilt werden!"
Gegen den Willen des Zigeunerkönigs befreit Esmeralda den Buckligen. Der Richter ist empört über diese Impertinenz. Er beschuldigt sie der Hexerei – vor allem er selbst fühlt sich von ihr verhext: "Du benutzt deine Schönheit, um arglose Seelen zu betören." Wie alle "Hexen" soll Esmeralda auf den Scheiterhaufen. Doch der Domdekan gewährt Esmeralda Kirchenasyl. Denn Notre Dame ist seit allen Zeiten Zufluchtsort der Bedrängten. Obwohl auch Quasimodo die schöne Zigeunerin liebt und bei sich im Glockenturm behalten möchte, verhilft er ihr zur ersehnten Freiheit. Söldner spüren unter der Führung des Hauptmanns Phoebus die Flüchtige auf. Doch der lässt die Zigeunerin laufen, denn auch er ist beeindruckt von ihrer Schönheit und zudem überzeugt von ihrer Redlichkeit.
Sein Befehlsgeber Frollo tobt. In Esmeralda vernarrt und gleichzeitig von ihr genarrt, bläst er nun zum Generalangriff. Die Söldner wüten in ganz Paris. Jeder, der Zigeuner verbirgt oder ihnen zur Flucht verhilft, wird verfolgt wie einer von ihnen und hart bestraft. Als er Phoebus den Befehl gibt, das vermeintliche Versteck Esmeraldas niederzubrennen, weigert sich der. Der Untergebene wird zum Erzfeind, zum "Feigling" und "Zigeunerknecht". Der Hauptmann flieht, und Esmeralda hilft ihm dabei.
Indessen stellt Frollo seinem Schützling Quasimodo eine Falle. Beim gemeinsamen Versuch des Glöckners und des Hauptmanns, die schöne Zigeunerin vor dem Überraschungsangriff auf ihr Versteck zu warnen, geraten alle drei in die Fänge des Richters. Zu allem Unglück wird dem jungen Buckligen in dieser Situation klar, dass Esmeralda ihm nie gehören wird. Denn sie liebt Phoebus, und der liebt sie.
Am Tag vor dem geplanten Flammentod Esmeraldas geht der Richter zu ihr in den Kerker und fleht um einen Pakt. Retten könne sie sich und ihren Geliebten. Unter einer Bedingung: "Beim Feuer der Hölle, gehör' mir oder brenn!" Phoebus rät ihr, auf den Pakt einzugehen; nicht für ihn, sondern für sich selbst. Noch auf dem Scheiterhaufen wiederholt der Richter sein Angebot. Doch die stolze Zigeunerin spuckt ihm ins Gesicht. Das Feuer wird entzündet. Mit dem Mut der Verzweiflung schwingt sich Quasimodo an einem Seil zum Scheiterhaufen, löst Esmeraldas Fesseln und flieht mit ihr in die Kathedrale. Unterstützt von der Menschenmenge verschanzt er sich dort vor dem Zugriff der Söldner. Quasimodo glaubt, die von ihm so Geliebte gerettet zu haben, doch Esmeralda ist schwer verletzt.
Inzwischen hat sich Richter Frollo Zugang zum Glockenturm verschafft. Beim Anblick Esmeraldas verteidigt er sich und beruft sich scheinheilig auf Recht und Gesetz. Wahnsinnig vor Wut, stößt Quasimodo seinen "Meister" mit entfesselter Kraft von sich. Richter Frollo stürzt in den Tod.
Quasimodos Weg nach draußen ist nun frei. Nichts und niemand hindert ihn mehr zu gehen. Auf seinen Armen trägt Quasimodo die schöne Zigeunerin aus dem Glockenturm. Jetzt gehört sie ihm. Ihm allein.


Die Musik

Alan Menken komponierte die Musik zu Disney's Beauty and the Beast, für die er den Dora Award von Toronto, den Londoner Olivier und den L.A. Drama Critics' Award erhielt und für den Tony Award nominiert wurde. Er schrieb die Musik für das Stück King David, das am New Amsterdam Theatre in New York Premiere hatte, und für das Weihnachtsspiel A Christmas Carol, das im Dezember 1994 im Theatre at Madison Square Garden (New York) sein Debüt feierte. Seine beiden letzten großen Disney-Zeichentrickfilm-Projekte, Hercules und The Hunchback of Notre Dame, brachten ihm Nominierungen für den Oscar, den Golden Globe und den Grammy ein. Seiner musikalischen Arbeit für Pocahontas verdankt Alan Menken einen Academy Award für die beste Filmmusik sowie einen Oscar und einen Golden Globe für den besten Song ("Colors of the Wind") und einen Grammy Award. Für seine Komposition von Aladdin gewann er zwei Academy Awards, zwei Golden Globes für die beste Filmmusik und den besten Song ("A Whole new World"). Je zwei Grammy Awards, zwei Academy Awards und Golden Globes erhielt er für die beste Filmmusik und den besten Song ("Under the Sea") aus Little Mermaid. Seine erste Oscar-Nominierung erhielt Menken für "Mean Green Mother from Outer Space" aus dem Film Little Shop of Horrors. Zu seinen Bühnenmusicals zählen: Little Shop of Horrors, Gewinner "Bestes Musical 1983", vergeben vom New York Drama Critics, Drama Desk, Outer Critics Circle und des Preises des Londoner Evening Standard; God bless you, Mr. Rosewater, Menkens erste, von der Kritik hochgelobte Zusammenarbeit mit Howard Ashman; Battle of the Giants, Real Life Funnies, The Apprenticeship of Duddy Kravitz und Weird Romance. Für Film und TV schrieb Menken Songs für Newsies, Life With Mickey, die ABC.Kurzserie Lincoln, "My Christmas Tree" (aus Home Alone 2) und "The Measures of a Man" (aus Rocky V).


Der Text

Stephen Schwartz, Oscar- und Grammy Award-Preisträger, sorgte bereits 1971 als 23jähriger für Furore, als er Musik und Libretto des Sensationsmusicals Godspell schuf. Sein Pop-Hit "Day by Day" brachte ihm zwei Grammy Awards und die erste von drei Goldenen Schallplatten ein. Nachdem Leonard Bernstein Godspell gesehen hatte, fragte er bei Stephen wegen einer Zusammenarbeit für Mass an, dem Monumentalwerk, mit dem The Kennedy Center for Performing Arts eingeweiht wurde.
Im darauffolgenden Jahr kam Schwartz' Musical Pippin (Regie; Bob Fosse) an den Broadway, wo es mehr als fünf Jahre lang vor ausverkauftem Haus spielte. Es folgte The Magic Show – auch hier trugen Schwartz' Musik und Songtexte zum Entstehen eines Broadway-Hits bei. Der Erfolg dieser drei Shows sicherte Schwartz einen Platz in der Theatergeschichte: Er war der erste Komponist und Songtexter, der gleichzeitig mit drei laufenden Shows am Broadway präsent war. Auch jetzt ist dieses Genie noch gut in Form und wird mit jedem neuen Projekt vielseitiger. Schwartz hat gerade seine erste CD veröffentlicht, Titel: "Reluctant Pilgrim" – zum ersten Mal singt Stephen Schwartz selbst. In den vergangenen Jahren hat Schwartz zudem in der Filmbranche große Anerkennung erlangt: Als Songtexter für zwei Disney-Trickfilme, Pocahontas und The Hunchback of Notre Dame, beidmale in Zusammenarbeit mit Alan Menken. Für Pocahontas erhielt er einen Academy Award für die beste Filmmusik sowie einen zweiten Oscar, einen Golden Globe und einen Grammy Award für den Song "Colors of the Wind". Die Filmmusik (einschließlich Libretto) von Schwartz und Menken für The Hunchback of Notre Dame wurde ebenfalls für einen Oscar nominiert. Zuletzt schrieb Schwartz Musik und Texte für den ersten großen Zeichentrickfilm der Dream Works SKG, Prince of Egypt. Für den Song "When you believe" aus diesem Film erhielt er im März 1999 in der Kategorie "Bester Filmsong" einen Oscar. Darüber hinaus vollendet Schwartz zur zeit die Songs für das in Arbeit befindliche Disney-Fernseh-Special Geppetto. Zum Broadway-Vermächtnis von Schwartz zählt auch die Musicalversion von Studs Terkels Working, in der er als Regisseur fungierte (Drama Desk Award für den besten Musicalregisseur). Er hat außerdem die Musik bzw. das Libretto für The Baker's Wife und Rags (Songtexte von Schwartz und Musik von Charles Strouse) geschrieben. Sein neuestes Theaterstück Children of Eden wird derzeit an erstklassigen Theatern in den USA gezeigt.


Der Regisseur

James Lapine arbeitete mit Stephen Sondheim sowohl als Librettist als auch als Regisseur bei den folgenden Broadway-Produktionen zusammen: Passion (Tony Award, Drama Desk Award, Preis des Evening Standard); Into the Woods (Tony Award, Drama Desk Award, New York Drama Critics Award, Preis des Evening Standard), Sunday in the Park with George (Pulitzer Preis, Drama Desk Award, New York Drama Critics Award, Oliver Award). Mit William Finn arbeitete er bei den Off-Broadway-Shows March of the Falsettos und Falsettoland zusammen, die später am Broadway gemeinsam als Falsettos (Tony Award) produziert wurden. Geschrieben und inszeniert hat er die Stücke Table Settings (George Oppenheimer Award), Twelve Dreams (kürzlich vom Lincoln Center Theatre wiederaufgenommen) und Luck, Pluck & Virtue. Er hat außerdem folgende Produktionen inszeniert: Die Broadway-Wiederaufnahme von The Diary of Anne Frank, eine überarbeitete Fassung von Merrily We Roll Along von Sondheim und Furth am La Jolla Playhouse, Gertrude Steins Photograph (Obie Award), für das New Yorker Shakespeare Festival A Midsummer Night's Dream, The Winter's Tale und David Henry Hwangs Golden Child. Bei den Filmen Impromptu und Life With Mickey führte er Regie, ebenso bei den Fernsehaufführungen von Into the Woods und Passion.


Musical Staging

Lar Lubovitch gründete 1968 seine eigene Tanzkompanie in New York, für die er mehr als 50 Tänze choreographierte. Die New Yorker Lar Lubovitch Company ist in fast allen Bundesstaaten der USA sowie in mehr als 30 Ländern der ganzen Welt aufgetreten. Das wichtigste Projekt der Tanzkompanie war das abendfüllende Ballett in drei Akten Othello. Um ein Ballett dieser Größe zur Aufführung bringen zu können, gründete die Lar Lubovitch Dance Company eine bisher beispiellose Kooperation mit dem American Dance Theatre and dem San Francisco Ballet. Ihr 30. Jubiläum feierte die Lar Lubovitch Dance Company am 2. November 1998 mit einer Welturaufführung im City Center Theater in New York.
Ausgewählte Tanzkompanien aus der ganzen Welt – darunter das New York City Ballet, das American Ballet Theatre, das Stuttgarter Ballett, das Alvin Ailey American Dance Theater, Barishnikov's White Oak Dance Project und das Netherlands Dance Theater – haben Arbeiten von Lar Lubovitch in ihr Repertoire aufgenommen. Sein Broadway-Debüt hatte Lubovitch 1987 mit seiner Arbeit für das James Lapine/Stephen Sondheim-Musical Into the Woods, wofür er für den Tony Award nominiert wurde. 1992 choreographierte er Dance of the Seven Veils für die Broadwayproduktion Salome mit Al Pacino und Sheryl Lee. Für die Choreographie der Tanzsequenzen in der Broadwayshow The Red Shoes (1993) wurde Lar Lubovitch mit dem Astaire Award des Theater Development Fund ausgezeichnet. Sowohl für das Revival des Broadwayhits The King and I (1996), als auch für die laufende Broadwayproduktion von Cole Porters High Society hat Lubovitch choreographiert. Über den Bühnentanz hinaus hat Lar Lubovitch auch für Eistanz choreographiert. Er entwarf Tänze für olympische Goldmedaillen-Gewinner John Curry, Peggy Fleming und Dorothy Hamill, sowie die Eistanzversion von The Sleeping Beauty mit Robin Cousins und Rosalynn Sumners. Geboren in Chicago, wurde Lar Lubovitch an der Universität in Iowa und an der Juilliard School in New York ausgebildet. Seine Lehrer waren Antony Tudor, José Limon and Martha Graham Company. Bis zur Gründung seiner eigenen Kompanie tanzte Lubovitch in mehreren Ballett-, Modern- und Jazzkompanien. Lubovitchs Choreographien sind bekannt für ihre Musikalität, für ihren rapsodischen Stil und ihre anspruchsvolle, formale Struktur.


Übertragung ins Deutsche

Michael Kunze ist einer der bekanntesten Liedtexter und Musical-Librettisten. Er hat mehrere Sachbücher und Romane veröffentlicht und eine Reihe bekannter Fernsehshows konzipiert. Zu seinen Musical-Erfolgen gehören die deutschsprachigen Produktionen von Evita, Cats, A Chorus Line, Das Phantom der Oper, Little Shop of Horrors, Into the Woods und Sunset Boulevard. Mit Elisabeth, das bisher mehr als zwei Millionen Zuschauer in Wien, Osaka, Tokio und Budapest sahen, schrieb er das erfolgreichste deutschsprachige Originalmusical. Sein Musical Tanz der Vampire, das seit Oktober 1997 im Wiener Raimundtheater gezeigt wird, wird im kommenden Jahr am Broadway zu sehen sein.
Der studierte Jurist wurde Ende der 60er Jahre schnell zu einem der bekanntesten Songschreiber Deutschlands. In den 70er Jahren produzierte er internationale Popinterpreten wie Julio Iglesias, Nana Mouskouri, Herbie Mann, Lulu, Sister Sledge und Caterina Valente.
Auf dem Scheitelpunkt seines Erfolges zog sich Michael Kunze aus der Pop-Branche zurück, um Bücher zu schreiben. Sein Werk Straße in Feuer wurde ein Bestseller in Deutschland und erschien u.a. in England, den USA, Brasilien und Japan.
In den 80er Jahren rückte das Musical in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten. Seine gelungenen und erfolgreichen deutschen Versionen der Werke von Andrew Lloyd Webber, Alan Menken und Stephen Sondheim machten ihn zum wichtigsten Repräsentanten des deutschsprachigen Musicals. Mit seinen Originalmusicals Hexen Hexen (1990), Elisabeth (1992), Tanz der Vampire (1997) und Mozart! (1999) hat er auf Anhieb Anschluss an die internationale Szene gefunden.


Bühnenbild

Heidi Ettinger hat für die Musicals The Secret Garden und Big River, bei denen sie auch koproduzierte, den Tony, den Drama Desk Award und den Outer Critics Award gewonnen. Sie bekam außerdem den Obie Award und den Maraham Award. Zuletzt hat sie für die Produzentin Margo Lion die Bühne für Triumph of Love gestaltet und war als Bühnenbildnerin und Koproduzentin für Moon Over Buffalo mit Elisabeth Williams tätig. Zu weiteren Bühnenbildern zählen diejenigen für Smokey Joe's Cafe und The Red Shoes. Sie ist stolze – wenngleich erschöpfte – Mutter dreier Jungen.


Lichtdesign

Rick Fisher, gebürtiger Amerikaner, arbeitet seit mehr als 15 Jahren für das britische Theater. Derzeit ist er Vorsitzender der British Association of Lighting Designers.
Seine letzten Arbeiten waren Chips with everything, The Seven Sacraments of Nicolas Poussin für Nell Bartlett und The Maids für Donmar, The Goodbye Girl in Athen, Lady in The Dark, Fair Ladies at a Game of Poem Cards, Death of a Salesman und Blinded by The Sun für das Royal National Theater. Für die Produktion des Royal National Theaters An Inspector Calls erhielt Rick Fisher den Tony und den Drama Desk Award. Das Stück wird derzeit am Garrick Theatre in London aufgeführt. Zudem bekam er diverse Olivier–Auszeichnungen für Moonlight am Comedy Theatre, Machinal am Royal National Theatre und Hysteria am Royal Court Theatre.
Fisher war auch bei vielen Operninszenierungen für das Lichtdesign verantwortlich: So bei The Italian Girl in Algerien und bei The Fairy Queen – die beides Produktionen der English National Opera; als auch bei Gloriana, Medea, La Bohčme, L'Etoile, Peter Grimes für die Opera North; Die Zauberflöte und Leonore für den Monteverdi Chor in Parma, Cosi van Tutte für die Welsh National Opera und Manon Lescaut für die Dublin Grand Opera in Irland.
Kürzlich gestaltete er das Licht am Picadilly Theatre für das Ballett Cinderella. Auch für die preisgekrönte Inszenierung Schwanensee im Sadler's Wells, Picadilly Theatre und am Ahmanson in Los Angeles gestaltete Rick Fisher das Lichtdesign. Andere Tanzproduktionen, an denen er mitwirkte sind Infernal Gallop, Fitzrovia, Town and Country, Spitfire und Deadly Serious.
Zur Zeit ist er an zahlreichen Projekten in ganz Europa beteiligt: Fair Game für das britische Königshaus, Caravan, La Traviata an der Pariser Oper, Der fliegende Holländer in Bordeaux und Woyzcek für Maggio Musicale in Florenz.




Kostümdesign

Sue Blane hat bereits Bühnenbilder und Kostüme für Theater, Oper, Tanz und Film entworfen. In vielen Ländern Europas arbeitete sie für angesehene Bühnen und Ensembles wie die Royal Shakespeare Company, das Royal National Theatre, das English National Ballet, das Royal Ballet at Covent Garden, die English National Opera, die Mailänder Scala und die Berliner Staatsoper. Sie entwarf die Kostüme für den Kultfilm The Rocky Horror Picture Show sowie die Original-Bühnenproduktion, für Peter Greenaways Film The Draughtsman's Contract. Auch für Michael Flatleys spektakulären Lord of the Dance und Roman Polanskis Musical-Bühnenstück Tanz der Vampire im Wiener Raimund Theater entwarf Sue Blane die Kostüme.


Aufwand

Die Bühne
Über 50 computergesteuerte Antriebe sorgen für den reibungslosen szenischen Ablauf. Sie steuern z.B. die Cubes, die Projektionspanels und die Diving Boards. Elf bewegliche Elemente im Bühnenboden, die sogenannten Cubes, lassen sich bis zu einer Höhe von 4,50 Meter ausfahren und einer Tiefe von 2,50 Meter versenken. Leinwand-ähnlich ausgestattete Dekorationsteile, die Projektionspanels, werden vom Bühnenturm auf die Bühne gelassen. Von den Bühnenseiten her schaffen ausfahrbare Diving Boards Auftrittsmöglichkeiten für die Darsteller.

Die Beleuchtung
Insgesamt 320 computergesteuerte und fest eingestellte Theaterscheinwerfer, Profilscheinwerfer, Moving Lights und Follow Spots setzen die Bühne ins rechte Licht. 157 Scheinwerfer verfügen über automatische Farbwechsler mit bis zu 25 unterschiedlichen Farben.

Die Projektionstechnik
Das Musicaltheater verfügt über sechs Hochleistungs-Projektoren, von denen zwei mit Doppelfilm-Laufwerk ausgestattet sind. Die Projektoren sind mit 7KW Xenon-Lampen bestückt, wie sie auch in 70mm Kinoprojektoren verwendet werden. 40 Großbild-Dias (18x18 cm) bestücken die Projektoren. Diese Dias sind nach realen Fotos von Projektionsdesigner Jerome Sirlin künstlerisch bearbeitet worden. Die Wechselzeit der Großbild-Dias wurde durch die Entwicklung eines speziellen Wechslers von vier Sekunden bei herkömmlichen Wechslern auf 2 Sekunden halbiert. Aufgrund der hohen Wärmeentwicklung der Projektoren wurde ein eigenes Kühlsystem in den Projektionsraum eingebaut.

Special Effects
Insgesamt neun Nebelmaschinen, davon vier in den Cubes, erfüllen den Bühnenraum mit Rauch und Nebel. Zwei Dunstnebelmaschinen sind auf dem Schnürboden über der Bühne installiert. Drei Flüssigstickstoff-Nebelmaschinen befinden sich auf der Arbeitsgalerie. Mit einer Heizleistung von 18.000 Watt speisen sie die fünf Wasserspeier, die sechs bis acht Meter über dem Bühnenboden in der Seitenbühne plaziert sind. Die Vorstellung wird durch pyrotechnische Effekte bereichert.

Die Maske
Über 70 handgeknüpfte Perücken sind im Einsatz, die regelmäßig gewaschen, frisiert und aufgearbeitet werden. Einem Großteil des Ensembles wird allabendlich Body-Make-up aufgetragen. Die Zähne einzelner Darsteller werden teilweise mit Blattgold überzogen. Die Darsteller der Wasserspeier werden zu plastischen Steinfiguren geschminkt – passend zum Kostüm. Die Maske des Quasimodo ist die auffälligste und auch aufwendigste der gesamten Produktion: Zuerst wird ein Kopfabdruck des Darstellers angefertigt. Darauf wird die Maske modelliert, eine Negativform hergestellt und mit Heißschaum ausgegossen. Nachdem dieser Rohling im Ofen gebacken und ausgehärtet wurde, werden in einem letzten Arbeitsgang nochmals Feinheiten modelliert. Diese Maske muss täglich neu angefertigt werden. Der Darsteller des Quasimodo braucht täglich 1 ˝ Stunden für seine Verwandlung.

Die Kostümabteilung
Alle Kostüme, Hüte und Schuhe sind den Maßen der Darsteller entsprechend handangefertigt. Pro Vorstellung sind 250 verschiedene Kostüme im Einsatz. Zur Herstellung eines Zigeunerkostüms benötigt eine Schneiderin 80 Arbeitsstunden. Die aufwendigen Kostüme werden in Handarbeit mit Perlen, Münzen, Glitzersteinen, Metallornamenten, Quasten, Spiegelchen und Stoffapplikationen bestickt. Ein Kostümmaler bearbeitet die fertigen Kostüme, sorgt für zusätzliche Effekte und ist außerdem für die Herstellung der Accessoires, Metallschließen und Helme zuständig. Um die schnellen Kostümwechsel während der Show zu gewährleisten, die zum Teil in 30 Sekunden geschafft sein müssen, sind hinter der Bühne allabendlich 9 Dresser im Einsatz.


Das Ensemble

Das Ensemble umfasst 44 Darsteller für 33 Rollen, außerdem 23 Orchestermitglieder und einen Dirigenten.

HAUPTROLLEN:
Quasimodo: Fredrik Lycke (Schweden)
Frollo: Norbert Lamla (Deutschland)
Clopin: Gerald Michel (Deutschland)
Esmeralda: Ruby Rosales (Philippinen)
Phoebus: Brad Spencer (USA)
Antoine: Jeff Shankley (GB)
Charles: Valentin Zahn (Deutschland)
Loni: Martina Pettersson (Schweden)
Domdekan: Carlo Lauber (Deutschland)

...plus: Lia Andes, Alexander Bellinkx, Petter Bjällö, Amanda Bollinger, Erwin Bruhn, Michelle Donahue, Ann-Christin Elverum, Elena Frid, Makiko Fukuda, Lance Adair Hendrix, Andreas Konvicka, Seth Lerner, Christopher Murray, Eladio Pamaran, Anton Perez, Ulrika Pettersson, Alyssa Preston, Barbara Raunegger, Wolf Steinbach, Lanie Sumalinog, Zoltán Tombor, Jespen Tydén und Lachlan Youngberg.