CTS-MUM
Bocholt Open Air, Bocholt, Stadion Am Hünting, 11.07.2003
 



Die Voraussetzungen für das diesjährige Open-Air standen nicht schlecht: Die Sonne schien bis auf kurze Pausen, die Leute waren gut gelaunt, die Party konnte beginnen. Wer von den Fans schon früh vor den Toren stand und geduldig auf den Einlass wartete, musste irgendwann einmal feststellen, wenn man genug getrunken hatte, dass es keine sanitären Anlagen vor den Toren gab. Nun galt die Parole: Durchhalten bis zum Einlass, oder ab in die Botanik. Der geplante Einlass war für 17 Uhr angesetzt, wieder einmal verschob er sich und es wurde 17.30 Uhr, die wartenden Zuschauer taten ihren Unmut mit Pfiffen kund. Die erste Band, es war Fairfield, sollte schon um 18 Uhr spielen. Fairfield begann auch pünktlich mit ihrem Programm, was einige Fans aber nicht mitbekamen, da sie noch immer vor den Toren standen. Gegen 18.45 Uhr trat dann Roger Chapman auf die Bühne (mittlerweile hatte sich der Innenraum auch schon etwas mehr gefüllt), er wurde nicht gerade mit "dem" Beifall empfangen, wie man es vermutet hätte. Roger Chapman zeigte von Anfang an, das er mit seinen 58 Jahren noch immer fit ist. Zeitweise erinnerte er mit seinen Gesten und Bewegungen sehr stark an Joe Cocker. Schon bei dem ersten Titel, hatte man den Eindruck, Chapman würde sich verausgaben. Mittlerweile hatte sich das Stadion wieder etwas mehr gefüllt und so langsam aber sicher konnte man erahnen, weshalb die meisten Fans eigentlich gekommen waren. Um 20.30 Uhr war es dann endlich so weit, Fury in the Slaughterhouse betraten die Bühne und es kam endlich Stimmung auf, die man bei den anderen Bands etwas vermisst hatte. Fury waren schon 1999 in Bocholt, und damals war ihr Auftritt genau so grandios wie in diesem Jahr. Als es dann endlich 22.15 Uhr wurde, warteten alle gespannt auf den Headliner des Abends, der Simple Minds hieß. Das gigantische Konzert endete so gegen Mitternacht, anschließend gab es dann eine riesige After Show Party. Es war ein voll und ganz gelungenes Festival und wir lassen uns überraschen, wen es im nächsten Jahr zu sehen gibt. Das Motto für das nächste Jahr ist indes schon klar: Bocholt wir kommen...

(T.K.)