CTS-MUM
Moby, Düsseldorf, Philipshalle, 09.11.2002
 



Seine Lieder haben wir alle schon einmal gehört, spätestens aber seit dem Film "The Beach" ist uns Moby, der eigentlich Richard Halls heißt, ein Begriff. Sein Album "Play" ging Millionen Mal über die Ladentheke. Ausverkauft war sie nicht, die Philipshalle, ein paar Karten gab es noch an diesem Abend, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Doch bevor Moby auf die Bühne kam, mussten sich die Fans noch etwas gedulden, denn als Vorband spielte das norwegische Techno-Duo "Röyksopp". Richtig begeistern konnten die beiden das Publikum an diesen Abend nicht, Svein Berge und Torbjorn Brundtland wurschtelten wie wild an ihren Drehknöpfen, sowie an diversen Tasten ihrer Keyboards herum, dass man schon Angst haben musste, sie verrenken sich die Arme. Nachdem Röyksopp dann endlich die Bühne verlassen hatte, wartete alles voller Spannung auf Moby.

Als es dann endlich so weit ist, gibt es für die Fans kein halten mehr, sie feiern ihn. Begleitet wird der New-Yorker von einer achtköpfigen Band, die super aufeinander eingespielt ist. Für den Background ist eine grandiose schwarze Sängerin zuständig (sie fällt schon durch ihren Körperumfang auf), sie bekommt bei jedem Ton, den sie singt, vom Publikum Szenenapplaus. Moby rennt und springt auf der Bühne wie ein Wilder hin und her, spielt mal hier das Keyboard, oder da die Congas und dann wieder die Gitarre. Schon daran erkennt man die Vielseitigkeit von Moby. Erstaunlich ist ebenfalls wie er die Studio-Mischung auf der Bühne umsetzt. Er entschuldigt sich an diesen Abend viel, u.a. für seine schlechten Deutsch-Kenntnisse und für seinen Präsidenten, den er als "ignoranten Idioten" bezeichnet.

(T.K.)