Expedia.de - Reisen. Wie, wann, wohin du willst.
Serafin, Köln, Prime Club, 17.02.2004
 
Voll war es nicht gerade im Prime Club, als Serafin zum Konzert baten, aber einige hatten wohl doch schon von der Band gehört und waren gekommen, um sie live spielen zu sehen. Vorab versuchte eine Band namens "No Remote", die Stimmung anzuheizen, was ihnen aber nur bedingt gelang - etwas faul zeigte sich das Kölner Publikum hier noch, waren die Songs der Jungs doch gar nicht mal übel. Um 22.20 Uhr dann betraten Serafin die Bühne. Einige Stücke brauchten sie, um das Publikum voll für sich zu gewinnen - ihr Soundmixer mit den weltlängsten Haaren hatte dann aber auch etwas lauter gedreht, und ab ging die Post. Nicht, dass das Publikum nun ausrastete, aber man bewegte sich immerhin zur Musik hin und her, das ist doch schon was. Serafin spielten erwartungsgemäß - was auch sonst - die Songs ihres bislang einzigen Albums "No Push Collide", und da diese einfach gut sind, machten sie hiermit auch viel Spaß. Die Arrangements wichen nicht auffallend von denen des Longplayers ab, müssen sie aber ja auch nicht, schon gar nicht zu Beginn der Karriere, wenn nicht mal jeder das Album kennt. "Numerical" war das erste Highlight, es folgten weitere. Am umjubelsten war natürlich die starke Singeauskopplung "Day By Day", aber auch Songs wie die progressiven "No Happy" und "Lethargy", das coole "Build High, Tear Low" oder die melodischen "Things Fall Apart" und "Who Could I Be?" machten viel Freude. Neben den Stücken des Albums spielten die Jungs aus Süd-England auch einige der bisherigen Maxi-CDs bzw. EPs, doch nach einer Stunde war der Spaß vorbei. Solide Leistung, aus Serafin kann sicher mal eine Band werden, die zumindest mal den Prime Club locker ausverkauft bekommt.

(Tobi)