Expedia.de - Reisen. Wie, wann, wohin du willst.
Status Quo und Kansas, Saarbrücken, E-Werk, 21.10.2009
 
Sie sind mal wieder da. Und eigentlich waren sie ja nie weg. Eine der ältesten aktiven Rockbands, Status Quo, machte im Rahmen ihrer „Pictures Exposed! World Tour“ auch halt im beschaulichen E-Werk in Saarbrücken. Lange genug mussten die saarländischen Fans warten, ehe die Boogierockveteranen wieder auf einen Besuch vorbeikamen. Im Gepäck sollten sie nicht nur 40 Jahre voller Hits haben, sondern auch eine ebenso tatkräftige und ähnlich alte Vorband: Kansas, die in den 70ern und 80ern mit Hymnen wie „Dust in the Wind“ oder auch „Carry on my wayward Son“ zu gefallen wussten.

Kansas waren es auch, die den Abend voller guter alter Rockmusik eröffnen sollten. Das taten sie auch. Ob es dem Publikum jedoch gefiel, war eine andere Frage. Lustlos, kraftlos, vor allem stimmlich sehr dünn und kurz gesagt langweilig spielten Kansas ihr Programm aus mehr oder weniger (eher weniger) bekannten Pathosmelodien runter. Einzig und allein Sänger und Keyboarder Steve Walsh erweckte ein bisschen jedenfalls den Eindruck, dass er Lust aufs Spielen hatte (oder aufgrund der Gage haben musste). „Dust in the Wind“ wurde irgendwie zwischendrin runtergeleiert und „Carry on my wayward Son“ spontan so derb verlangsamt, dass es fast ne Ballade geworden wäre. So blieb es insgesamt auch beim Anstandsapplaus für Kansas.

Nach kurzem Umbau wars dann soweit. Schon als die obligatorischen weißen Marshall-Tower aufgestellt wurden, fingen die ersten mit Klatschen an, um die Band um die Herren Rossi und Parfitt endlich auf die Bühne zu holen. Diese ließen die Fans auch nicht lange ausharren; nach kurzem Bandintro erklangen die ersten Riffs von „Caroline“, wohl einer der langlebigsten Opener der Rockgeschichte. Es folgten zwei Stunden Hit an Hit. Man kann ja von der Musik von Status Quo halten, was man will. Aber aus solcher Minimalmusik (gleiche Riffs, gleiche Gitarrensoli, ähnliche Texte) so viel rauszuholen…das kann nicht unbedingt jeder. Neben den alten Hits wie „What’s your Proposing“, „In the Army now“, „Whatever you want“ und natürlich „Rockin’ all over the World“ präsierten Quo auch neues Material wie etwa „The End of the Beginning“ aus ihrem letzten Album „In the Search of the forth Chord“. Insgesamt achtete die Band sehr auf eine abwechslungsreiche Setlist. So wurde auch Status Quos erste Single von irgendwann aus den 60er Jahren “Pictures of Matchstick Men“ aus der Schublade geholt.

Keinem fiel an diesem Abend wirklich auf, dass die Herren schon um die 60 Jahre alt sind.

Status Quo werden ihre Fans noch viel Freude machen, getreu ihrem langjährigen Motto: „And I like it, I like it […] Here we go. Rockin’ all over the World“

Links:
Website von Status Quo
Website von Kansas
Website des E-Werk Saarbrücken

(Patrick)