CTS-MUM
Stoppok, Gelsenkirchen, Kaue, 02.12.2000
 
Es wäre ein großartiger Abend in der Gelsenkirchener Kaue geworden, wenn da nicht zwei Sachen gewesen wären, die den Abend doch etwas getrübt hätten. In der ausverkauften Kaue hallte es einerseits stark, was den Hörgenuss an diesem Abend doch beeinträchtigte. Auf der anderen Seite war da das Publikum, es wollte an diesem Abend nicht so richtig aus sich heraus, lag es vielleicht daran, dass man in Westfalen halt gemacht hatte? Sicher, Stoppok stellte dort sein neues Album "Grundvergnügen" vor, welches bis jetzt kaum jemand kennt, aber spätestens bei den alten Stücken, hätte man sich doch mehr Aktivität von dem Publikum gewünscht. Es zeigte sich, das auch ein Stefan Stoppok das Zeug zu einem Alleinunterhalter hat, von Anfang an gab er die Richtung vor. "Ihr seid hier nicht auf einem Konzert, das ist hier eine versteckte Tupperparty" mit solchen oder ähnlichen Sprüchen wurde die leider schlechte Akustik des Raumes wieder weggemacht. Auch Stoppok hat in seinem Programm bzw. auf seiner neuen CD eine Coverversion eines Rio Reiser Titels (es ist nicht "Junimond", den Song singt ja schon die Flensburger Kapelle, lästerte Stoppok), das Stück heißt "Krieg". "Es ist schon komisch, da muss man erst sterben, damit die Titel von einem in die Hitparade kommen", lästerte Stoppok. Worthy erwies sich nicht nur als ein exzelenter Bassist, der Mann hat auch eine gute Stimme, was er uns u.a. bei "One of us..." bewies, aber auch seine Soloeinlagen, die er einlegte, wenn Stefan Stoppok wieder einmal seine Gitarre stimmen musste, waren echte Highlights an diesem Abend. Da behauptete Worthy doch tatsächlich, seine Mutter wäre Tina Turner, dass ihm das niemand im Saal abnahm sah man sofort, um diese Behauptung zu untermauern sang er doch wahrhaftig "Notbush City", und es war toll. Eines hat uns Stoppok versprochen, nächstes Jahr kommt er wieder, dann aber mit Band, da kann man nur gespannt sein wo er wieder halt machen wird.

(T.K.)