CTS-MUM
Tap Dogs, Dortmund, Westfalenhalle, 17.03.2001
 

In einer nicht ganz ausverkauften Westfalenhalle präsentierte sich die Sensation der Olymischen Spiele von Australien, Tap Dogs. Etwas verwirrt waren die Besucher in der ersten Reihe, wieso hatten sie Plane auf ihren Plätzen liegen, doch dazu später mehr. Mit einer tollen Lichtshow und brillant auf einander eingespielten Musikern zeigten die sechs Tänzer ihr Können. Die Musiker wurden geschickt mit in das Bühnenbild eingearbeitet. Auf der Bühne herrschte ein reges Treiben, nicht nur was das tänzerische angeht, es ist schon erstaunlich zu sehen, dass, der bzw. die Künstler ihre Bühne selber umbauen und dieses geschickt mit in ihre Show einbinden, ohne das, dass Ganze als störend empfunden wird. Selbst mit den einfachsten Hilfsmitteln bekam man eine prima Darbietung geboten, oder haben sie schon einmal versucht mit einem Basketball zu dribbeln und gleichzeitig zu steppen? Da nicht gesprochen wurde, versuchte man über Mimik und Gesten sich mit dem Publikum zu verständigen, es funktionierte prima. Eine ebenfalls sehr beeindruckende Einlage war die "Flex"-Nr. , nun wird sich hier der Heimwerker fragen, was kann es tolles daran geben, wenn sechs Leute auf der Bühne die Flex anschmeißen und versuchen Metall zu zerschneiden? Hier muss der Heimwerker enttäuscht werden, denn hier muss man der Phantasie wieder einmal freien Lauf lassen, eines sei aber schon jetzt gesagt, es sieht toll aus (mehr wird nicht verraten). Kommen wir nun noch einmal zu der am Anfang kurz erwähnten Plane zurück, gegen Ende der Vorstellung wurde das Gerüst soweit umgebaut, das man einen Teil mit Wasser füllte und in ihm anfing zu steppen, wobei die Leute in der ersten Reihe doch einiges mit bekamen (wie war das noch mit "bei uns sitzen sie in der ersten Reihe"). Nach gut 75 Minuten war ein atemberaubendes Programm mit einfach hinreisenden Steppeinlagen zu Ende, das Publikum honorierte das ganze mit stehenden Ovationen.

(T.K.)