CTS-MUM
Die Wochenshow, Oberhausen, Arena, 07.06.2000
 
Schade, Schade ! Es wurden lange und groß geworben, und doch mussten einige Termine verschoben oder zusammengelegt werden, so dass am Ende nur noch 8 Shows auf dem Plan standen. Die Gründe dafür sind sicherlich verschieden, aber wenn pro Show im Schnitt "nur" 6000 Leute kommen (das ließ zumindest Ralf Günther auf einer Pressekonferenz verlauten), dann macht man sich da schon so seine Gedanken. Doch kommen wir nun zum Eigentlichen, der Show. Am 7. Juni war es dann wieder einmal so weit, die "Wochenshow Live" machte Station in Oberhausen (es war ein zusammengelegter Termin). In der gut mit 5000 - 6000 gefüllten Arena Oberhausen machte sich schon zu Anfang eine gewisse Erwartungshaltung breit. Schaffen es Anke Engelke (die jetzt aus der Show aussteigt), Ingolf Lück, Bastian Pastewka und Markus Maria Profitlich auf der Bühne so zu überzeugen, wie man es von ihnen aus dem Fernsehen kennt! Gegen 19:30 Uhr wurde das Publikum dann aus seien Erwahrtungshaltungen gerissen, denn zum anheizen wurde erst einmal die Band "Roninz" auf die Bühne geschickt. Die drei Jungs präsentierten Hip Hop, was allerdings nicht so ganz überzeugte, und so war nach drei Titel erst einmal Schluss, und die nächste Band versuchte ihr Glück. Nun versuchte die schweizer Band "Dankner" die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zu ziehen, was ihnen auch gelang (leider lag es nicht nur an der Musik, sondern eher an der doch sehr "offenherzigen" Sängerin, die natürlich groß auf den beiden Leinwänden gezeigt wurde). Nach drei Titel verabschiedete sich dann auch diese Band (und was kommt jetzt ?). Nun war man gespannt, wer oder was noch im Vorprogramm kommt. Dieses mal hatten die Verantwortlichen einen Glücksgriff getan, denn nun kam Rob Spence auf die Bühne.

Rob Spence ist ein australischer Comedian. Er überzeugte das Oberhausener Publikum durch seine unglaubliche Art der Mimik und Gestik. Spätestens ab hier konnte es nur noch eine Steigerung von Seitens der Wochenshow geben. Nachdem Rob Spence sein Programm beendet hatte, konnte man nun zum Hauptteil übergehen. Zuvor erfuhren die Besucher noch, dass die Show aufgezeichnet wird, und im August im Fernsehen ausgestrahlt wird. Das lange warten hatte nun eine Ende, und spätesten als die Erkennungsmusik der Wochenshow erklang, kam auch das Lachen in die Gesichter zurück. Nun, was unterschied nun die "Wochenshow Live", von der Wochenshow aus dem Fernsehen? In der bereits erwähnten Pressekonferenz sprachen sowohl Ingolf Lück, als auch der Produzent Ralf Günther von mehr Freiheiten, und von mehr Möglichkeiten die man auf der Tournee hätte. Doch wo waren sie? Gut, auf Rickys Popsofa nahmen diesmal vier Gäste Platz (Peter Maffay, Tom Jones, Wolfgang Petry und Howard Carpendale), aber war es das schon mit den angepriesenen Möglichkeiten? Auch als der lang erwartete Satz: "Hallo liebe Liebenden" durch die Halle schallte, wurde nicht das erfüllt, was sich viele davon versprochen hatten. Bastian Pastewka zeigte sein neues Piercing und rockte hinterher auf einer etwas eigenwilligen Art und Weise zu "Born to be wild", und das war es, mehr nicht! Wo waren denn die Gäste, die sonst immer auf seinem Sofa Platz nehmen? Die ganze Show ging 1,5 Std. und es gab 1 Zugabe, mehr nicht, und das, obwohl das Publikum danach verlangte (mehr war wohl nicht drin, oder?). Der Abend hatte sicherlich einen guten Unterhaltungswert, aber leider wurden die Erwartungen nicht ganz erfüllt, schade!

(T.K.)