AUF DER ANDEREN SEITE IST DAS GRAS VIEL GRÜNER
Darsteller:  Jessica Schwarz, Felix Klare, Christoph Letkowski, Elena Uhlig
Regie:  Pepe Danquart
Dauer:  102 Minuten
FSK:  freigegeben ab 6 Jahren
Website:  www.gras-derfilm.de
Facebook:  www.facebook.com/Gras.derFilm
 

Bevor sich Erfolgs-Autorin Kerstin Gier in den letzten Jahren mit ihrer Silber-Trilogie wieder Jugendbüchern widmete, veröffentlichte sie mit "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" 2011 ihren letzten Roman für Erwachsene. Dieser schafft es nun auf die große Leinwand, und kein geringerer als Pepe Danquart führte Regie, Oscarpreisträger für den Kurzfilm "Schwarzfahrer", bekannt aber auch für seine Dokumentationen im Sport- und Politikbereich oder Spielfilme wie "Basta - Rotwein oder Totsein" oder "Lauf Junge lauf". Nun vermag es auch Tausendsassa Pepe Danquart nicht, Wasser in Wein zu verwandeln - was hier durchaus deutlich wird.

Erzählt wird die Geschichte der chaotischen Kati (Jessica Schwarz), die vor einem Krankenhaus ihren späteren Ehemann Felix (Felix Klare) kennen lernt. Fast fünf Jahre lang führt sie mit dem Arzt eine glückliche Beziehung, aber dann scheint Felix die Karriere wichtiger als die Beziehung, und so wird Kati anfällig für einen Flirt mit dem Künstler Mathias (Christoph Letkowski). Während Kati noch überlegt, zu wem sie sich mehr hingezogen fühlt und wie der kleine Zwist zwischen Bauchkribbeln und Vernunft enden könnte, schlägt das Murmeltier zu, und plötzlich wird die Zeit fünf Jahre zurück gedreht und Kati wacht noch einmal an dem Tag auf, an dem sie damals Felix kennen lernte. Nun liegt es anscheinend in ihrer Hand, ob sie die Beziehung doch noch einmal eingehen möchte oder nicht...

Die Idee von "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" ist nicht schlecht, aber auch nicht ganz neu - und so wurde versucht, die Geschichte mit im Endeffekt mächtig nervigen Kolleginnen von Kati aufzupeppen, was völlig misslungen ist. Ihre beste Freundin Marlene (Elena Uhlig) ist ja noch zu ertragen, aber die überzogene Esoterik von Linda (Pheline Roggan) nervt ebenso wie das unrealistische Verhalten von Katis Chefin Judith (Juliane Köhler) - da ist Judy Winter als weise Frau Baronski schon fast ein Segen. Dies auch, weil Winter schauspielerisch weit mehr zu überzeugen weiß als die meisten anderen. Jessica Schwarz ist durchaus nett anzuschauen, aber man nimmt ihr die Rolle nicht ab, sie vermag es nicht, den Film zu tragen. Zu viele nervige Szenen, einiges an übertriebenem Slapstick - nein, muss man nicht sehen.



Wertung: 4 von 10 Punkten

(Tobi)