The Dancer

D: Mia Frye, Garland Whitt, Rodney Eastman, R: Fred Garson, 89 Min.

Nachdem Luc Besson bei den Dreharbeiten zu "Leon- Der Profi" Fred Garson kennen gelernt hatte und diesen in den folgenden Jahren immer wieder mal als Assistenten anheuerte, übertrug er ihm nun erstmals eine eigene Regiearbeit. Die Idee zu "The Dancer "nämlich stammt von Besson, der auch am Drehbuch mitgeschrieben hat.
Im Mittelpunkt des Streifens steht die stumme India (Mia Frye), eine hübsche Schwarze mit blonden Rastalocken, für die sich die Welt um das Tanzen dreht. Ob zuhause oder ob auf der Straße, kaum hört sie Musik, schon gerät sie in Bewegung - Rhythmus liegt ihr im Blut, und Tanzen kann sie hervorragend. Mit ihrem Bruder und Manager Jasper (Garland Whitt) lebt sie in New York und verdient sich etwas Geld mit Auftritten in Clubs, während Jasper missmutig in einer Fleischfabrik jobbt und nach einem Fehler entlassen wird, was er seiner Schwester allerdings zuerst nicht beichtet. Eines Tages sieht der junge Wissenschaftler Isaac (Rodney Eastman) einen Auftritt von India und ist sofort begeistert von ihr. In ihr sieht er die perfekte Person, um seine Forschungsergebnisse umzusetzen. Worum es hierbei geht? Um eine Transformation von Bewegung in verschiedene Klänge über Körpersensoren. Voller Erwartung geht Isaac eine Woche später wieder in den Club, jedoch tanzt an diesem Abend eine andere. Helle Aufregung indessen bei India, die für ein Vortanzen für eine Broadway-Musical angemeldet ist. Isaac bekommt schließlich trickreich Indias Adresse heraus und erzählt ihr von seinem Projekt. Jasper ist überhaupt nicht begeistert, seine Schwester aber ist interessiert, und so verabreden beide einen ersten Probetermin...
"The Dancer" lebt vor allem von den selbst entwickelten Tanzeinlagen Mia Fryes, die als Choreographin bereits mehrfach mit Besson zusammen arbeitete und hier ihre erste Hauptrolle spielt, und der ausgewählten Musik, ob flott in den Showszenen oder aber besinnlich in den nachdenklichen Momenten. Die Handlung jedoch weiß nicht wirklich zu überzeugen und scheint stellenweise sehr konstruiert. Kann man sehen, muss man nicht.

Wertung: 5 von 10 Punkten

(Tobi)