DU NEBEN MIR
Darsteller:  Amandla Stenberg, Nick Robinson, Anika Noni Rose, Danube R. Hermosillo
Regie:  Stella Meghie
Dauer:  97 Minuten
FSK:  freigegeben ab 6 Jahren
Website:  www.warnerbros.de/kino/du_neben_mir.html
Facebook:  www.facebook.com/WarnerBrosDE
 

Mit "Du neben mir" kommt die Verfilmung des Erfolgsromans "Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt" von Nicola Yoon in unsere Kinos, und diese ist sehr gut gelungen. Die 18-jährige Madeline, genannt Maddy (Amandla Stenberg), ist auf den ersten Blick ein ganz normaler Teenager - nur kommen die wenigsten in den Genuss dieses ersten Blicks, denn Maddy geht nie aus dem Haus. Auf Grund eines seltenen Immundefekts lebt sie abgeschottet im Haus der nach dem Tod von Maddys Vater und Bruder allein erzeihenenden Mutter, das durch eine Luftreinigungsschleuse - natürlich nur nach antibakteriellem Händewaschen - nur Maddys Pflegerin Carla betreten darf, denn jeder Kontakt mit Erregern, wie sie draußen in der Luft überall existieren, könnte zu einer schweren Krankheit bis sogar hin zum Tod führen. So fristet Maddy ein Dasein in Tristesse und lässt sich von Büchern inspirieren und die Welt erklären.

Als ins Nachbarhaus eine neue Familie einzieht, weckt der neue Nachbarsjunge Olly (Nick Robinson) das Interesse von Maddy, als er ihr zuwinkt und bald schon den Kontakt zum hübschen, für ihn bislang nur hinter Fensterscheiben existierenden Mädel sucht. Über Internet-Chats kommen die beiden in Kontakt, und obwohl Olly es zu akzeptieren scheint, dass Maddy nicht aus dem Haus darf, ist diese so verknallt, dass sie sich ihren Ängsten stellen möchte, um Olly persönlich zu treffen und zu sprechen. Ohne das Wissen der Mutter lässt Carla Olly heimlich ins Haus, und obwohl nichts schief geht, verliert Carla dadurch ihren Arbeitsplatz, als die Mutter doch davon erfährt. Enttäuscht entscheidet sich Maddy, mit Olly abzuhauen und bucht heimlich eine Reise nach Hawaii.

"Du neben mir" überzeugt mit einer starken Story, die sehr interessant serviert wird. Die Einsamkeit in dem auch noch klinisch weißen Haus der Mutter ergreift den Zuschauer und man leidet mit Maddy, entwickelt mit ihr die Sehnsucht nach Normalität. Diese scheint ausgeschlossen, denn was soll Maddy schon gegen ihre Krankheit tun. Eine schöne, auch poetische Liebesgeschichte, nicht zu kitschig, nicht zu dramatisch, geprägt von der Lust auf Freiheit und Leben - und ein starkes Ende wird auch noch geboten.



Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)