JUMANJI: WILLKOMMEN IM DSCHUNGEL
Darsteller:  Dwayne Johnson, Jack Black, Kevin Hart, Karen Gillan
Regie:  Jake Kasdan
Dauer:  120 Minuten
FSK:  freigegeben ab 6 Jahren
Website:  www.Jumanji-Film.de
Facebook:  facebook.com/JumanjiFilm
 

1995 war es, als das 1981 erschienene Kinderbuch "Jumanji" von Chris Van Allsburg mit Robin Williams und Kirsten Dunst in den Hauptrollen verfilmt wurde - und das durchaus erfolgreich, spielte der Streifen um ein auf unglaubliche Weise durch ein Gesellschaftsspiel zur Realität gewordenes Dschungelabenteuer doch seine Produktionskosten von knapp 50 Millionen Dollar mehr als fünffach ein. Der Film endete damit, dass im Jahr 1995 das Brettspiel "Jumanji" erst in einem Fluss versenkt wird, dann aber doch an einem Strand wieder auftaucht.

22 Jahre später kommt mit "Jumanji: Willkommen im Dschungel" eine Fortsetzung in unsere Kinos. Der neue Film beginnt damit, dass ein Bursche namens Alex 1996 das am Strand gefundene Spiel von seinem Vater geschenkt bekommt. Als ihn dieses nicht sonderlich interessiert, wird es über Nacht zum Videospiel, und als Alex - nun angefixt - dieses ausprobiert, wird er in das Spiel "gesaugt".

Dann geht es im Jetzt weiter, also heute. Aus verschiedenen Gründen müssen vier völlig unterschiedliche Teenager in ihrer Highschool nachsitzen und hierbei einen Kellerraum aufräumen. Hierbei stoßen sie auch auf ein völlig veraltet aussehendes Videospiel, und da auch ein Fernseher im Raum ist, starten sie dieses. Kaum hat sich jeder von ihnen eine Spielfigur ausgesucht, werden sie in das Spiel hinein befördert und treffen sich - im Körper der gewählten Charaktere - im Dschungel wieder.

Ihre neuen Körper und Avatar-Fähigkeiten sorgen für Be- und Entgeisterung. Aus dem netten Losertyp Spencer ist der starke, furchtlose Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson) geworden, aus dem coolen Mädchenschwarm Fridge der kleine, leicht hysterische Zoologe Franklin "Moose" Finbar (Kevin Hart). Und während die schüchterne Martha sich als sexy Kriegerin Ruby Roundhouse (Karen Gillan) wieder begegnet, steckt die selbstverliebte, hübsche Bethany zu ihrem Entsetzen im rundlichen Männerkörper des schnell ermüdenden Dr. Shelly Oberon (Jack Black). Da ist es klar, dass einiges an Chaos vorprogrammiert ist, und doch müssen die Vier sich zusammen reißen, um das Spiel zusammen zu Ende zu spielen und dabei nicht ihre jeweils drei Leben einzubüßen, denn nur so haben sie eine Chance, wieder in die Normalität zurück zu kehren.

Man konnte befürchten, dass "Jumanji: Willkommen im Dschungel" sehr klamaukig und platt daher kommen würde, auch weil Regisseur Jake Kasdan ja mit "Bad Teacher" und "Sex Tape" zuletzt einige Komödien vorgelegt hatte, die einen nicht zufrieden stellten. Andererseits hatte er vor zehn Jahren mit "The TV Set" und vor allem "Walk Hard: Die Dewey Cox Story" ja auch schon gezeigt, dass er mehr kann als Blödeleien. Und so ist "Jumanji: Willkommen im Dschungel" dann tatsächlich einer seiner guten Filme geworden. Die Mischung aus guter Action und witzigen Passagen weiß zu überzeugen und ergibt leichtes, angenehmes Popcorn-Komödien-Kino, natürlich auch bedingt durch die gut gespielten Charaktere, wo nicht nur Dwayne Johnson und Jack Black mit schöner Selbstironie zu gefallen wissen. Auch die Überführung des Stoffs in die Moderne ist gelungen - da ist eben einst aus dem Brettspiel über Nacht ein Videospiel geworden, und da kommt das Schönchen Bethany kaum ohne ihr Smartphone aus. Somit hat Kasdan auch gleich eine Portion Gesellschaftskritik auf unpenetrante Art und Weise mit verpackt. Gelungener Spaß!



Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)