MEIN NEUES BESTES STÜCK
Darsteller:  Audrey Dana, Christian Clavier, Éric Elmosnino, Alice Belaïdi
Regie:  Audrey Dana
Dauer:  98 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  www.meinneuesbestesstueck.de
Facebook:  facebook.com/MeinneuesbestesStueck
 

Als Ende Februar "Fist Fight" in unsere Kinos kam, attestierte ich dem dümmsten und überflüssigsten Film des damals noch jungen Jahres eine gute Chance, auch der schlechteste Film des Jahres zu bleiben. Dass mit "Mein neues bestes Stück" so bald ernsthafte Konkurrenz auftauchen würde, war nicht abzusehen. Wie bei jedem auch nur annähernd humoresken Film aus dem Land der Haute-Couture wird auch dieser als der nächste große Komödienhit aus Frankreich angekündigt, und wie bei fast allen ist dies völlig irreführend.

Mit "Mein neues bestes Stück" beschert uns Audrey Dana ("French Women - Was Frauen wirklich wollen") einen äußerst dümmlichen Einblick in das, was einige Frauen so nach viel zu viel Rotwein über die männliche Spezies denken mögen. Damit nicht zu viele hier mit reingezogen werden, hat Dana konsequenterweise auch die Hauptrolle der Jeanne übernommen. Diese hat den Sorgerechtsstreit für ihre zwei kleinen Kinder verloren, fühlt sich als Frau sowieso benachteiligt und schwört dem männlichen Geschlecht ab - bis sie nach einem Gewitter plötzlich selbst eines zwischen den Beinen trägt. Völlig überfordert von dem Penis kann sie kaum noch laufen und sucht bei ihrem Arzt (Christian Clavier) Hilfe, außer viel Mut zusprechen hat dieser aber auch kaum Rat anzubieten. Auch wenn sich Jeanne so langsam an das Gehänge gewöhnt, ist sie geschockt von den schwanzgesteuerten Gedanken, die sie nun täglich durchschießen - wo sie jede wohlgeformte Brust rollig macht und sie sich sogar an die hübsche, befreundete Nachbarin (Alice Belaïdi) ranmacht - denn sie kann nicht anders, sie denkt ja nun oftmals männlich. Da passt es auch gar nicht, dass sich ihr ein Kollege (Éric Elmosnino) auf sehr sympathgische Art und Weise annähert, denn was soll sie ihm sagen...

Der Film vereint Männer-Klischees unterster Schublade mit blödsinnigen, furchtbar nervigen Slapstick-Einlagen und einer äußerst miesen Handlung. Mag die eine oder andere Vertreterin der weiblichen Spezies gewisse Momente vielleicht noch lustig finden, ist der Streifen für jeden Mann nicht nur eine Zumutung, sondern sogar eine Beleidigung. Dass sich Frankreichs Komödienstar Christian Clavier ("Monsieur Claude und seine Töchter") hierfür hergegeben hat, der als einziger noch ansehnlich spielt, wirft schon Stirnrunzeln auf. Den einen Punkt von zehn möglichen vergebe ich nur dafür, dass man sich als männlicher Zuschauer peinlich ertappt fühlt, wenn es einem gefällt, dass Jeanne am Ende ihre wohlgeformten Brüste entblößt. Dieser Effekt ist gelungen, aber alles andere nicht. Na immerhin, "Fist Fight" bleibt unerreicht...



Wertung: 1 von 10 Punkten

(Tobi)