SPIDER-MAN: HOMECOMING
Darsteller:  Tom Holland, Michael Keaton, Marisa Tomei, Robert Downey Jr.
Regie:  Jon Watts
Dauer:  133 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  www.SpiderManHomecoming.de
Facebook:  www.facebook.com/SpiderManFilm
 

In der Rolle des Superhelden Spider-Man haben wir nun schon einige erleben dürfen. Nachdem mit Tobey Maguire in Sam Raimis Spider-Man-Trilogie und Andrew Garfield als The Amazing Spider-Man zwei bekannte Hollywood-Schauspieler mehrfach ins rote Kostüm des Spinnenmanns schlüpften, wird diese Ehre nun auch dem vorher eher unbekannten Tom Holland zuteil. In "The First Avenger: Civil War" war er erstmals als Spider-Man aktiv, unterstütze Iron Man und seine Mitstreiter in Deutschland im Kampf gegen Captain America. Nach dieser Einführung bekommt der neue Spider-Man nun also seinen ersten eigenen Film.

"Spider-Man: Homecoming" knüpft an die Geschehnisse in "The First Avenger: Civil War" an. Iron Man alias Tony Stark (Robert Downey Jr.) lässt dem jungen Peter Parker nach dessen Rückkehr nach New York eine neue, technisch wie auch optisch stark verbesserte Spider-Man-Montur zukommen. Peter ist hiervon begeistert und kann es kaum erwarten, auch im Big Apple das Böse zu bekämpfen, allerdings ermahnt ihn Stark dazu, erst einmal sein normales Leben bei Tante May (Marisa Tomei) weiter zu führen und sich ganz normal mit Freunden wie seinem Nerd-Kumpel Ned (Jacob Batalon) zu treffen. Genervt davon, kein Superheld sein zu dürfen, macht sich Peter zumindest mit seiner neuen Ausrüstung vertraut und jagt zum Zeitvertreib Kleingangster wie Fahrraddiebe oder Einbrecher. Als dann allerdings The Vulture (Michael Keaton) und seine Truppe auftauchen und die Stadt mittels außerirdischer Technologie bedrohen, setzt sich Peter über die Weisungen seines Mentors Stark hinweg und zieht in den Kampf gegen das wirklich Böse.

Die Story von Peter Parker und seinem Werdegang zu Spider-Man wird als eines der Zugpferde der Marvel Studios also mal wieder neu aufbereitet. Das muss eigentlich nicht sein, zieht an den Kinokassen aber eben immernoch gut, wie das hervorragende Einspielergebnis von 117 Mio. Dollar am ersten Wochenende in den US-Kinos zeigt, womit der Streifen den zweiterfolgreichsten Start eines Sony-Films aller Zeiten in den USA hinlegte. Regisseur Jon Watts ("Cop Car") hat hierbei allerdings nicht mehr als einen soliden Spider-Man-Streifen abgeliefert, der durch das mehrfache Auftauchen von Robert Downey Jr. als Tony Stark und durch das starke Spiel von Michael Keaton - einst als Batman selbst ein Superheld, nun also der große Schurke - besticht. Tom Holland hingegen kann dem Vergleich mit Tobey Maguire und Andrew Garfield nicht ganz Stand halten, leidet aber auch darunter, dass dem werdenden Spider-Man hier viel zu viel Slapstick zugeschrieben wurde, so dass man manchmal schon denkt, der Erfolg der Satire "Deadpool" habe hier durchaus einen Einfluss gehabt.



Wertung: 6 von 10 Punkten

(Tobi)