VALERIAN - DIE STADT DER TAUSEND PLANETEN
Darsteller:  Dane DeHaan, Cara Delevingne, Clive Owen, Rihanna
Regie:  Luc Besson
Dauer:  137 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  www.valerian-derfilm.de
Facebook:  www.facebook.com/valerian.film
 

Luc Besson bescherte uns schon viele tolle Filme, entführte uns als Regisseur schon unter Wasser "Im Rausch der Tiefe", in die Psyche eines Killers in "Léon - Der Profi" oder in futuristische Welten im Klassiker "Das fünfte Element" oder auch im 2014er-Werk "Lucy". Zusätzlich ist Besson ein Meister rasanter Verfolgungsjagden, bewies dies als Produzent der "Taxi"-Reihe oder der "Transporter"-Streifen, sorgte zudem in den "96 Hours"-Rachefilmen für Action. Nun erfüllt sich Besson einen lange gehegten Wunsch und liefert einen neuen Science-Fiction-Film, der auf einer der Lieblings-Comic-Reihen aus seiner Jugend basiert, "Valérian et Laureline" von Pierre Christin und Jean-Claude Mézières. Viele Jahre lang empfand Besson die Technik noch nicht weit genug entwickelt, um den Stoff seiner Vorstellung entsprechend umzusetzen, dies änderte sich aber mit dem Erscheinen von James Camerons "Avatar". Nun war es an der Zeit, das Wunschprojekt anzugehen, und so läuft nun "Valerian - Die Stadt der Tausend Planeten" in unseren Kinos an.

Wir befinden uns im 28. Jahrhundert, wo Valerian (Dane DeHaan) und Laureline (Cara Delevingne) als junges, aber gut ausgebildetes Spezialagenten-Duo im Namen der Regierung der menschlichen Territorien dafür sorgt, dass die Ordnung im Universum aufrecht erhalten wird. Dass das nicht immer einfach ist, beweist ihre aktuelle Mission, bei der sie im Auftrag des Verteidigungsministers (Herbie Hancock) auf dem Wüstenplaneten Kirian den letzten existierenden Transmutator vom ausgelöschten Planeten Mül finden sollen, was auf dem sogenannten Großen Markt mit all seinen verruchten Gestalten aber alles andere als ungefährlich ist. Kaum ist die Aufgabe mit Mühe erledigt, naht schon die nächste, und dem schwer mit Laureline flirtenden Nachwuchs-Womanizer Valerian bleibt kaum Zeit für seine Avancen. Commander Filitt (Clive Owen) ruft die beiden nämlich zur intergalaktischen Raumstation Alpha, eine über die Jahrhunderte angewachsene, umher fliegende Riesen-Metropole, auf der sich inzwischen schon 17 Millionen Einwohner von Tausenden verschiedener Spezies aus dem Universum nieder gelassen haben und die man daher als "Stadt der Tausend Planeten" kennt. Hier sollen sie für die Sicherheit des Commanders sorgen, diese ist aber bald schon mächtig in Gefahr, und die beiden müssen sich entscheiden, ob sie ihren eigentlich immer richtungsweisenden Instinkten folgen sollten, auch wenn diese den ihnen übermittelten Informationen widersprechen.

Luc Besson hat alles richtig gemacht, als er auf den passenden Zeitpunkt wartete, das Ganze zu verfilmen. Die futuristischen Städte und Landschaften sehen klasse aus und bieten einen hervorragenden Rahmen für kurzweilige Weltraum-Action, von der es jede Menge gibt. Auch hier wieder liefert Besson rasante Verfolgungsjagden gewohnter Klasse, besonders natürlich in Raumschiffen und in 3D reizvoll inszeniert. Die Story ist gut, die Dialoge bereiten Freude und das Ganze ist schlichtweg sehr gutes, unterhaltsames Popcorn-Kino, bestens untermalt vom Score des Komponisten Alexandre Desplat. Aber nicht nur er sorgt für musikalische Highlights im Hintergrund, es gibt auch eine starke Tanz-Szene von Pop-Superstar Rihanna, die hier im Rotlichtviertel Alphas als libidöse Verwandlungskünstlerin Bubble Reizvolles beisteuert, übrigens geführt von ihrem schrägen Besitzer Jolly (Ethan Hawke). In den Hauptrollen überzeugen neben Clive Owen der momentan völlig zu Recht angesagte Dane DeHaan ("Life", "The Amazing Spider-Man 2", "A Cure For Wellness") und die vom Top-Model zur Schauspielerin mutierte Cara Delevingne ("Paper Towns", "Suicide Squad"), die einmal mehr beweisen kann, dass sie tatsächlich nicht nur gut aussieht, sondern auch gut spielt.



Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)