Vertical Limit

D: Chris O'Donnell, Bill Paxton, Robin Tunney, R: Martin Campbell, 120 Min.

Mit welchen Anspruch man sich "Vertical Limit" anschaut, das wird darüber entscheiden, ob man im Endeffekt zufrieden oder enttäuscht aus dem Kinosaal schlendert. Will man solide Action inmitten wunderschöner Schnee-Bergwelten sehen, so ist man an der richtigen Adresse - erwartet man eine gute Handlung und viel Spannung, dann eher nicht. Der egozentrische Milliardär Elliott Vaughn (Bill Paxton) hat es sich in den Kopf gesetzt, zum Jungfernflug seiner neuen Airline auf dem Gipfel des K2 zu stehen und der Maschine freudig zuzuwinken, während diese den zweithöchsten und als am gefährlichsten geltenden Berg der Erde überfliegt. Hierfür hat er sich ein erfahrenes Team zusammengekauft, dem auch Annie (Robin Tunney) angehört. Im Basislager trifft diese erstmals seit drei Jahren wieder auf ihren Bruder Peter (Chris O'Donnell), dem sie den Tod des Vaters bei einer Kletteraktion damals (Peter ließ ihn in einer dramatischen Situation auf sein Bitten hin in die Tiefe stürzen, um Annie und sich zu retten) nie verziehen hat. Peter arbeitet inzwischen als Fotograf für "National Geographics" und landet eher zufällig in Annies Nähe. Wie sollte es anders sein, das Team um den sturen Vaughn bekommt Probleme, als dieser sich weigert, aufgrund von schlechten Wetterprognosen umzukehren. Schließlich landet man in einer tiefen Gletscherspalte, ohne Chance, alleine wieder hinaus zu kommen. Zum Helden mutiert nun natürlich Peter, der ein Rettungsteam zusammenstellt (aus Vaughns Kreisen verspricht man jedem Teilnehmer 500.000 Dollar Belohnung, was diesen Part leichter macht) und sich mit hochexplosivem Sprengstoff im Gepäck auf die Socken macht, seine Schwester zu retten. Ein Wettlauf gegen die Zeit (nur kurze Zeit kann man jenseits des "vertical limit" überleben, bevor die Höhenkrankheit zuschlägt), das Wetter (Lawinen und Schneestürme) und die Hinterhältigkeit Vaughns (der das lebenswichtige Medikament Dex am liebsten für sich alleine haben möchte) beginnt, denn ist man in 36 Stunden nicht vor Ort, kommt jede Rettung zu spät.
"Vertical Limit" kann von der "atemberaubenden Action", die er verspricht, eben nur die Action bieten, atemberaubend ist der Film weniger, viel zu vorhersehbar ist die Gesamthandlung, viel zu platt und teilweise sogar unfreiwillig komisch sind die Dialoge. Schauspielerisch ist der Streifen okay, die Landschaftsaufnahmen und Special Effects sind gut, nur eben an einer interessanten Story hapert es, außerdem sind 120 Minuten hier zu langatmig, so dass man über Mittelmaß insgesamt nicht hinauskommt.

Wertung: 4 von 10 Punkten

(Tobi)