WONDER WOMAN
Darsteller:  Gal Gadot, Chris Pine, Robin Wright, Danny Huston
Regie:  Patty Jenkins
Dauer:  140 Minuten
FSK:  freigegeben ab 12 Jahren
Website:  www.warnerbros.de/kino/wonder_woman.html
Facebook:  facebook.com/WarnerBrosAction
 

Wonder Woman ist wieder da. Nachdem sie bereits in "Batman v Superman: Dawn Of Justice" an der Seite von Superman und Batman gegen das Böse kämpfte, bekommt die Amazone nun ihren eigenen Film - und soll damit auch das realfilmische Universum des Verlages DC Comics im Konkurrenzkampf gegen die noch erfolgreicheren Marvel Cinematic Universes beflügeln - als vierter Teil des sogenannten DC Extended Universe nach "Man of Steel" (2013), "Batman v Superman: Dawn Of Justice" (2016) und "Suicide Squad" (2016).

Wir begegnen "Wonder Woman", erneut gespielt von Gal Gadot, zunächst in der Gegenwart, wo sie als Kuratorin im Pariser Louvre arbeitet. Als sie von einem Kurier der Wayne Enterprises ein Foto aus alten Tagen erhält, erinnert sie sich an ihre Vergangenheit, und so werden wir Zeuge, wie aus einem kleinen Mädchen schließlich eine Wunderfrau wurde. Gut, es gibt normalere kleine Mädchen als die kleine Diana, die als Tochter von Göttervater Zeus und Hippolyta (Connie Nielsen), der Königin der Amazonen, unter selbigen auf der versteckten Insel Themyscira aufwächst. Täglich umgeben von Amazonen im Kampftraining, um dem Kriegsgott Ares die schicke Stirn bieten zu können, möchte auch Diana Kämpfen lernen, und da ihre Mutter das verbietet, lässt sie sich heimlich von ihrer Tante General Antiope (Robin Wright) ausbilden.

Nachdem Diana zu einer jungen, hübschen Frau heran gewachsen ist, stürzt der amerikanische Pilot Steve Trevor (Chris Pine) mit seinem Flugzeug vor der Insel ab, und Diana rettet ihm das Leben. Bald schon kommen deutsche Schiffe und suchen nach Trevor - so dass die Amazonen ihre Kampftechniken endlich auch mal einsetzen können. Mit einigen Verlusten werden die Deutschen besiegt, aber hierdurch und durch Steve erfahren die Amazonen erst, dass fernab ihres prächtigen Kleinods der erste Weltkrieg tobt - und dass Steve ein Spion ist, der wichtige Kriegsinformationen vom deutschen General Erich Ludendorff (Danny Huston) und seiner als "Doctor Poison" bekannten Chef-Chemikerin Isabel Maru (Elena Anaya) gestohlen hat, weshalb man ihn nun jagt. Für Diana ist die Sache klar: Ares ist schuld am Krieg. Und so macht sie sich auf und verlässt mit Steve die Insel, um Ares zu besiegen und somit Frieden zu bringen.

Unter der Regie von Patty Jenkins ("Monster") ist ein zwar viel zu langer, aber ansonsten sehr unterhaltsamer Film entstanden, der besser ist als die bisherigen Streifen aus dem DC Extended Universe. Die Welt der Amazonen lässt sich wunderbar anschauen - wegen der schönen Kulisse der Insel, und natürlich wegen der schönen Amazonen. Die Verlagerung der Handlung in den ersten Weltkrieg mutet zuerst merkwürdig an, funktioniert dann aber gut, weil Wonder Woman hier auch nicht als die alles beherrschende Superheldin fungiert, sondern sich den Gegebenheiten anpassen muss und dabei auch einiges über die normale Menschheit und den Schrecken des Krieges lernt. Während bei anderen Filmen wie z.B. gerade erst "Die Mumie" die Integration von Humor misslungen ist, kann man hier über die gut akzentuiert gesetzten, witzigen Dialoge durchaus schmunzeln, und auch sonst überzeugt die schlüssige, interessante Handlung. Da auch die Darsteller gut spielen, ist "Wonder Woman" durchaus empfehlenswertes Popcorn-Kino.



Wertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi)