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André Tanneberger alias ATB kennt man als weltweit gefragten DJ ebenso wie als Produzenten, der mit melodischen Clubtracks internationale Top-10-Hits wie "9 PM (Till I Come)", "Don’t Stop", "Killer", "Let U Go" oder "Ecstase" zu verbuchen hatte, aber auch entspannende Ambientmusik erschafft. "Trilogy" ist der Name nicht seines dritten, sondern schon siebten Albums, welches auf 57 Minuten zwölf tanzbare Clubnummern enthält. In der Limited Edition gibt es zusätzlich noch eine zweite CD mit 14 ruhigeren, entspannten Tracks - darunter auch "Trilogy (The Final Chapter)", die dritte und abschließende Version des Tracks, der bereits auf den letzten beiden Alben zu hören war und hier nun auch den Albumtitel spendet.

Nun, da uns besagte Limited Edition des neuen Albums leider nicht vorliegt, können wir euch nur etwas über den clubtauglicheren Part berichten. Dieser klingt klar nach ATB mit all seinen melodischen Elementen, warmen elektronischen Sounds und tanzbaren Beats, und doch auch frisch durch vermehrten Einsatz handgespielter Instrumente wie Gitarre, Piano oder auch zusätzlichem Schlagzeug. Hinzu kommt, dass André neben der gewohnten Zusammenarbeit mit einigen guten Sängerinnen, der erneuten Kollaboration mit Gitarrist/Sänger/Produzent Jan Löchel und der Zusammenarbeit mit dem dänischen Künstler Jeppe Riddervold eine hochklassige Künstlerin als Gast für einige der Songs gewinnen konnte. Heather Nova singt nicht nur bei der eingängigen Pop-Dance-Nummer "Renegade", der ersten Single aus dem Album, sondern auch bei der noch mehr nach Dance klingenden Nummer "Made Of Glass" und bei der schönen Piano-Streicher-Ballade "Stars Come Out", die als Ruhepol eine Abwechslung inmitten vieler tanzbarer Tracks darstellt. Alle drei Songs haben André und Heather Nova auch zusammen geschrieben, und zumindest "Renegade" und "Stars Come Out" wissen wirklich zu überzeugen. Die anderen Songs sind mal straight Dance, mal auch etwas progressiver, durch Jan Löchels oder Jeppe Riddervolds leicht rockigen Gesang, der teilweise nochmal durch den Effektwolf gedreht wurde. Zum Ende hin wird es dann nochmal deutlich ruhiger mit "Some Things Just Are The way They Are" und "The Chosen Ones". Zusammen mit seinem besten Freund Rudee, den er als Co-Produzenten mit ins Studio genommen hat, ist ATB ein weiteres gutes Album gelungen.

Zu diesem und einigen aktuellen Themen hier ein Interview mit André Tanneberger:

 

Frage: Es war eine Zeit lang ruhig um André Tanneberger. Man hörte, dass sich privat einiges bei dir getan hat. Was hast du in den letzten 2 Jahren gemacht?

ATB: Als erstes kann man ja mal sagen, das zwei Jahre nicht wirklich eine lange Zeit ist. Wenn man sich zum Vergleich mal anschaut, wie lang die eine oder andere Rockband für eine neue Albumveröffentlichung benötigt, sind diese zwei Jahre schon eine relativ kurze Zeit. Aber wenn man bedenkt, dass ich in den letzten sieben Jahren jährlich ein Album abgeliefert habe, dann muss ich mir natürlich auch diese Frage stellen lassen. Die letzten 24 Monate waren wirklich sehr turbulent, sei es in der Musik als auch im Privaten. Ich habe geheiratet, ein neues Zuhause gebaut und war dazu noch sehr viel weltweit auf Tour! Da blieb einfach zu wenig Zeit fürs Studio übrig.

Frage: Wie lange hast du an Deinem Alben „Trilogy“ gearbeitet?

ATB: Bei „Trilogy“ habe ich im Gegensatz zum letzten Album mit sehr vielen Gastsängern/innen gearbeitet. Das ist zwar soundtechnisch sehr interessant, aber natürlich auch wesentlich Zeitintensiver. Alleine arbeite ich normalerweise viel schneller. Da ich mir allerdings nie ein Zeitlimit setze, war mir die Dauer der Albumfertigstellung eigentlich total egal. Ich kann auch gar nicht so genau sagen, wie lange es tatsächlich gedauert hat. Sehr oft habe ich auch in meinem kleinen Dachgeschossstudio gesessen und an den ruhigen Tracks gearbeitet. Diese Atmosphäre brauche ich dafür einfach. Da geht schon mal schnell eine ganze Nacht um, ohne dass man es merkt.

Frage: Wie würdest du deinen Sound heute selber beschreiben?

ATB: Mir ist es schon immer schwer gefallen, meine eigene Musik oder meinen Sound zu beschreiben. Wie wichtig ist es überhaupt, Musik beschreiben zu müssen. Ich denke beim hören der Musik beantworten sich die meisten Fragen dazu von alleine. Was ich allerdings sagen kann ist, dass meine Musik im Gegensatz zu den älteren Alben erwachsener und handgemachter geworden ist. Der Crossover zwischen Rock, Pop und elektronischer Musik ist meist so stark, dass die Kategorisierung wirklich sehr schwer fällt! Und das ist wirklich gut so, da ich genau das erreichen möchte! Alles andere gibt es ja schon! Fakt bleibt eigentlich nur immer, dass ich es hasse wenn meine Musik als Techno, Trance oder Dance abgestempelt wird. Das beschreibt meine Musik meiner Meinung nach nicht.

Frage: Hast Du bei deinem neuen Album auch wieder mit anderen Künstlern zusammen gearbeitet?

ATB: Wie schon erwähnt, habe ich auf diesem Album mit vielen Künstlern zusammen gearbeitet. Mir liegt es allerdings fern bestimmte davon als besonders schön hervor zu heben, da mir jede einzelne Zusammenarbeit auf Ihre Weise Spaß gemacht hat. Ich bin stolz mit Freunden zusammengearbeitet zu haben, wie Rudi Dittmann und Jan Löchel. Mit denen habe ich sehr viel im Studio gesessen und auch sehr viel klassisches Songwriting gemacht. Jan war ja auch schon auf dem letzten Album zu hören und begeistert mich immer wieder durch seine unglaublich vielfältige Stimme. Stolz bin ich auf die erneute Zusammenarbeit mit der wunderbaren Sängerin und Songwriterin Heather Nova. Ihre Stimme zaubert ein ganz besonderes und einzigartiges Feeling auf mein Album. Ebenso interessant war die Zusammenarbeit mit Kreativen aus L.A. (Alexander Pearls) und aus Kopenhagen (Jeppe Riddervold), der auch noch eine völlig einzigartige Stimme neben seinen Texterqualitäten an den Tag gelegt hat. Auch Jennifer Karr und Karen Ires aus New York runden das Album mit Ihren einzigartigen Stimmen ab. Wie man merkt, ist alles wieder extrem international und genau das macht es für mich immer wieder so interessant. Am Wichtigsten und am Schwersten ist es aber für mich, dass das Album trotz der vielen Stimmen immer noch nach ATB klingt. Wann man dies am Ende sagt, ist es ein großes Kompliment für mich.

Frage: Was hat dich dazu bewegt die zweite CD deines neuen Albums mit Chill Out Tracks zu versehen?

ATB: Chill out ist in meinen Augen eigentlich nicht die richtige Beschreibung der Songs auf der zweiten CD. Chill out-Song verstehe ich so, dass man eigentlich nur „wegchilled“ ohne sich viel Gedanken machen zu müssen. Ich versuche allerdings mit den Tracks ein wenig mehr zu transportieren und habe dazu das Instrument des klassischen Songwritings benutzt. Die Songs sind ein kleiner Blick in meine Seele und spiegeln sehr viel über von mir erlebtes wieder. Schöne sowie auch traurige Ereignisse. Viele von diesen Songs sind erst auf meiner Gitarre entstanden und sind dann ins Elektronische übersetzt worden. Viele Songs haben auch kein vorgegebenes Tempo, sondern ich habe die Sachen einfach live eingespielt. Dabei entstehen ganz neue und persönliche Sachen. Das die Songs alle eher ruhig ausfallen, liegt einfach an meiner Liebe zu dieser Art Musik. Man wird einfach ganz ruhig und relaxed beim Hören. Das ist für mich ein ganz wichtiger Ausgleich.

Frage: Welcher Song wird als erste Single aus dem Album ausgekoppelt?

ATB: Eigentlich habe ich mir einen Traum verwirklicht, den ich schon vor ein paar Jahren bei meiner ersten Zusammenarbeit mit Heather Nova hatte. Einmal eine Single-Veröffentlichung mit Ihr als Gastsängerin. Da ich damals keinen von unseren gemeinsamen Songs als Singletauglich befand, war das damals nur ein Traum. Diesmal haben wir allerdings einen richtig starken und eigenständigen Track gemeinsam geschrieben und ich denke nach zwei Jahren, haben wir wieder eine richtig gute ATB-Single am Start. Der Name ist „Renegade.“ Ob es beim Hörer auch so ankommt wie bei mir, wird man natürlich noch sehen. Ich hoffe aber doch!

Frage: Erstmalig erscheint Dein Album weltweit an einem Tag. Warum die zeitgleiche Veröffentlichung?

ATB: Durch den späten Erfolg von „9PM“ in England und den anderen Ländern der Welt, war Deutschland eigentlich immer das Land, wo meine Musik zuerst veröffentlicht wurde. Diesen Versatz fand ich nie sehr prickelnd, da gerade durch das Internet die Fans immer auf dem neusten Stand sind und natürlich auch immer alles sofort haben wollen. So bin ich ja auch! Wenn nun alles mit der Synchronisation klappt, dann ist es eine Premiere und alle ATB Fans können gleichzeitig in den Laden gehen.

Frage: In den letzten Jahren spielst du relativ selten in Deutschland. Zum Album sehen dich deine Fans mal wieder bei acht Terminen am Stück hierzulande. Wie beurteilst du die Lage für deine Musik in Deutschland?

ATB: Die Frage ist heikel und es fällt mir ehrlich gesagt immer recht schwer, eine Antwort zu finden, ohne das sich niemand auf den Schlips getreten fühlt. Ich denke man muss einfach nur mal in die deutschen Clubs und Diskotheken gehen und man hat schnell ein Bild, was genau da zur Zeit abgeht. Entweder muss man die Getränke nur in den Raum stellen und sie werden schon von der Coolness der Musik gekühlt oder man hat das Gefühl Musik wird nur noch mit einem Finger gemacht und der Abend besteht nur aus einem Song, wenn man den so nennen kann. Zwischen dem knallroten Gummiboot und dem so genannten Underground gibt es so gut wie gar nichts mehr. Bei beidem fühle ich mich musikalisch nicht wohl und zu Hause. So offen muss ich das einfach mal sagen. Warum sich das so entwickelt hat, ist ganz klar die Schuld der Club- und Diskotheken-Besitzer, denen der Kassenabschluss am Abend immer wichtiger war als der musikalische Anspruch. Ein DJ, der dem Publikum Musik näher bringen möchte, braucht dafür Zeit. Die bekommt er in deutschen Clubs nicht. Er hat das zu machen, was ihm vorgeschrieben wird. Das Resultat sehen wir jetzt. Aber ich bin mir sehr sicher, dass es auch wieder bessere Zeiten geben wird. Denn es gibt ein großes Publikum, welches gerne auch mal etwas anderes hört, als das was man kennt. Bei mir kommt noch dazu, das die Musik, die ich live präsentiere sehr trancig ist. Und das findet in Deutschland zur Zeit wirklich so gut wie gar nicht statt. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich deswegen den Kopf in den Sand stecken würde. Meine Fans hierzulande würden es mir übel nehmen, wenn ich deswegen Deutschland ganz den Rücken kehren würde. Nein, man wird mich in naher Zukunft auch wieder in Deutschland sehen können.

Frage: Nach der Album Veröffentlichung geht es direkt auf eine vier wöchige Tour durch die USA. Vorher seid ihr noch in Mexiko, Guatemala und El Salvador. Das liest sich ja schon beeindruckend. Welche Erfahrungen hast du im Ausland gemacht?

ATB: Es gibt Erlebnisse im Ausland, die ich teilweise schon als Abenteuer beschreiben würde und trotzdem niemals missen möchte. Ich bin glücklich darüber durch meine Musik die Möglichkeit zu haben, so viele verschiedene Länder und Kulturen kennen zu lernen. Und so verschieden die Kulturen oft sind, so komme ich immer wieder zur Überzeugung, wie gleich wir doch alle sind. Und das merke ich nicht nur bei der Musik, sondern auch bei vielen anderen ganz normalen Dingen im Alltag. Ich sehe oft grausame Armut, die mich immer wieder davon überzeugt, auf welchem hohem Niveau gerade hier in Deutschland oft geklagt wird. Auch sehe ich schon fast unverschämte Reichtümer wie z.B. in Dubai, wo ich mich oft frage, warum die Welt nicht ein klein wenig ausgeglichener sein kann. Denn wenn ich abends auf der Bühne stehe und ich ins Publikum schaue, sieht alles immer sehr gleich aus. Die Musik scheint alles zu verbinden. Da gibt es keinen Unterschied zwischen Arm und Reich und keinen Zwist um Religionen. Das verwundert und begeistert mich immer wieder aufs Neue und gibt mir immer wieder Antrieb und Inspiration.

Frage: International bist du ein sehr gefragter DJ. Dein Platz 13 bei Wahl der DJ Mag Top 100 hat diese erneut unter Beweis gestellt. Was für Gigs reizen dich noch. Was hast du 2007 noch vor?

ATB: Als erstes möchte ich natürlich an vielen Orten der Erde mein neues Album vorstellen. Das wird natürlich nicht überall möglich sein. Da ich kein Mensch bin, der es gerne kalt hat, halte ich mich meist in Ländern mit einem warmen Klima auf. Es fällt mir allerdings schwer zu sagen, welche Gigs mich noch reizen würden. Ich habe von 100 Mann Clubs bis 100.000 bei Rock in Rio schon sehr viele verschiedene Crowds erlebt und weis mittlerweile, dass ein kleines Publikum genau so reizvoll sein kann, wie zigtausend Leute. In erster Linie ist mir immer wichtig, dass Menschen da sind, die meine Art Musik verstehen. Diese gemeinsame Reise für drei Stunden ist dann genau der krönende Abschluss meines musikalischen Trips von der Studioarbeit bis zum Livegig. Das kann man allerdings nie so richtig planen. Deswegen lasse ich mich einfach überraschen, was da noch so kommt im Leben!

Frage: Was für eine Gewichtung hat eine gute Platzierung in den DJ Mag Top 100 für Dich überhaupt?

ATB: Ich würde lügen, wenn ich sage, dass mich solche Platzierungen kalt lassen. Ich denke jede Liste hat eine gewisse Aussagekraft. Diese sollte dann allerdings nur als einzelnes gesehen werden. Sonst würde es ja laut dieser Liste nur eine handvoll richtig guter DJ’s geben, was natürlich nicht der Fall ist. Das der Bekanntheitsgrad eine wichtige Rolle spielt, ist offensichtlich. Ich persönlich denke trotzdem immer, das die Leute, die da oben stehen irgendetwas richtig gemacht haben und letztendlich deshalb da stehen. Wie ein altes Sprichwort nun mal sagt, ist ja jeder seines eigenen Glückes Schmied. Jeder kann es meiner Meinung nach in die DJ Mag Top 100 schaffen, wenn er den Willen hat, wahre liebe zur Musik mitbringt und fleißig ist. Ich selber freue mich über die Platzierungen der letzten Jahre, auch weil sie viele verwundert hat oder es auch von einigen nicht gegönnt wird.

Frage: MP3 und Downloads bestimmen immer mehr den Markt und machen auch schon 50% der Chartplatzierung aus. Was denkst du als Produzent und DJ über das Internet als Vertriebsform? Du warst ja auch einer der ersten Künstler, die eine Single rein über Download veröffentlicht haben.

ATB: Das ist eine sehr zweischneidige Angelegenheit. Auf der einen Seite bin ich ein sehr modern denkender Mensch, der immer aufgeschlossen neuen Technologien gegenüber steht. Zum anderen erkenne ich natürlich auch daraus entstehende Probleme. Und genau die sind derzeitig im Bereich Musik größer als die positiven Resultate. Ich denke jedoch, dass man die meisten Probleme in den Griff bekommen wird und das der Konsument die Musik wieder als Kulturgut mit einem gewissen Wert anerkennen wird. Es gibt aus meiner Sicht allerdings einen Punkt den ich sehr bedauere. Der Trend in den unzähligen Downloadplattformen ist natürlich der, sich nur noch einzelne Stücke von Alben herunter zu laden, weil man die anderen vielleicht in dem Moment nicht so prickelnd findet. Wenn man sich aber ein Album als CD kauft, entdeckt man doch immer wieder, wie man plötzlich auch die anderen Songs, die man zuerst gar nicht so toll fand, lieben lernt. Und genau das ist es ja, was Musiker wollen. Albumtracks sind oft nicht so eingängig wie Singles, sondern entwickeln sich beim Hören des Albums im Ganzen. Diese Chance besteht bei diesem Downloadverhalten aber nicht. Ich hoffe, dass sich dieses Bewusstsein beim Musikliebhaber wieder durchsetzt. Denn auch ich komponiere ein Album immer als eine ganze Geschichte.

Frage: Du hast ja im letzten Jahr geheiratet. Hat das auf Dein Songwriting und die Produktion von Songs irgendwelchen Einfluss?

ATB: Ich denke nicht, dass die Hochzeit einen direkten Einfluss auf meine Produktionen ausgeübt hat. Aber ich glaube, dass dieses stärkere Zusammenhaltsgefühl die eigene Persönlichkeit positiv beeinflusst. Man wird erwachsener und reifer, was natürlich auch zur Folge hat, dass sich dies in der eigenen Musik widerspiegelt. Auch wenn ich mein Privatleben so gut es geht im Hintergrund lasse, denke ich schon, das gerade diese Seite vom Leben mich am meisten beeinflusst. Und das ist auch gut so!

Frage: Du machst jetzt seit mehr als 10 Jahren Dance-Musik auf höchstem internationalem Niveau? Willst Du das Dein ganzes Leben lang weiter machen?

ATB: Ich finde, es ist falsch sich Gedanken darüber zu machen, wie lange man das noch machen möchte, was man über alles liebt! Ich denke, ich werde mein Leben lang Musik machen und werde natürlich auch versuchen die Musik live zu präsentieren so lange es geht. Das einzige was sich wahrscheinlich im Laufe der Zeit verändern wird, ist die Häufigkeit und die Art der Präsentation!

Frage: Vor kurzem wurde die Love Parade in Berlin für 2007 abgesagt. Wie beurteilst Du die Wichtigkeit der Love Parade für Dance-Musik allgemein und ist das ein weiteres Zeichen für die Schwierigkeit von dem Musikgenre in Deutschland. Du hast ja auch einige Mal im Rahmen der Love Parade in Berlin aufgelegt.

ATB: Ich denke wir sprechen da über zwei verschiedene Probleme, die sich vielleicht ein klein wenig berühren. Ich persönlich finde dieses ganze hin und her um die Loveparade wirklich langsam eher nervig. Jahr für Jahr die ewige „Absagerei“ hat die Magie der Veranstaltung schon vor Jahren zerstört. Die Loveparade war ein wichtiger Teil der deutschen und auch internationalen Dance Kultur. Veranstaltungen wie diese schufen eine Lobby, wie sie die elektronische Musikkultur dringend braucht. Durch das was da immer wieder abläuft, wird für den Beobachter alles immer unglaubwürdiger. Ich glaube nicht, dass sich die Loveparade von diesen vielen Tiefschlägen wieder erholen kann. Ein Standortwechsel ist meiner Meinung nach nur noch ein zusätzlicher Schlag in den Nacken. Dann sollte man die Loveparade lieber würdevoll in der Erinnerung behalten. Aber dies sind nur meine persönlichen Gedanken dazu.


Mehr Informationen zu ATB findet man auf www.atb-music.com oder auf der Kontor Records Website.