CTS-MUM
BLASCORE (1999)


Blascore ist ein Siebengestirn, daß auf seiner selbstbetitelten Scheibe alte DDR-Schlager als Ska-Versionen covert. Da man sich ja nun fragen könnte, ob die CD für alte Wessis überhaupt zu genießen ist, stellten wir diese und andere Fragen per E-Mail der Band.


MUM: Wie habt Ihr alle Euch kennengelernt?

B: Wir kennen uns schon so lange, daß wir eigentlich nicht mehr wissen, warum. Annonce war wohl auch mal im Spiel.

MUM: Auf der Scheibe covert Ihr munter alte DDR-Schlager im Ska-Stil. Irgendwie dann schon mehr eine Scheibe für Ossis, oder meint Ihr, Wessis können damit was anfangen?

B: Selbstverständlich, Musik kennt keine Grenzen, außerdem hat der Begriff Ossi und Wessi für uns keine Bedeutung mehr. Wir haben einen Amerikaner in der Band, solange er nicht maust darf er hierbleiben, wurde uns versichert. In Lübeck sind die Leute schier ausgerastet, gute Musik bleibt gute Musik.

MUM: Nach welchem Prinzip habt Ihr Euch die Stücke zum Covern ausgesucht?

B: Manche Songs waren so penetrant, daß sie in's Programm mußten, andere so gut komponiert, um selbiges zu erreichen. Mit der Zeit stellt sich ganz genau heraus, was funktioniert beim Publikum und was nicht.

MUM: Seht Ihr Euch als ernste Ska-Combo oder eher als Spaßband?

B: Auf jeden Fall beides, wobei der Begriff "ernst" bei Ska wohl eher fehl am Platze ist.

MUM: Wie ist die Resonanz des Publikums auf Euch?

B: Inzwischen wurden schon fliegende Wonderbras bei BLASCORE-Konzerten gesichtet, das finden wir wonderbra.

MUM: Wo seht Ihr Eure Einflüsse, welche Bands haben Euch zum Ska gebracht?

B: Wir sind Musiker, da muß man Ska einfach gut finden. Aber die prägenden Einflüsse sind eindeutig AC/DC und KISS.

MUM: Was kann man in Zukunft von Euch erwarten, vielleicht ein Album, auf dem Ihr West-Schlager covert?

B: Niemals, das haben andere schon zur Genüge getan, außerdem geht es uns nicht um Schlager, sondern um beide Arten von Musik.

MUM: Mucke & Mehr
B: Blascore

(Tobi)