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In "We will rock you! - Lexikon berühmter Popsongs" erzählen die beiden Autoren Günther Fischer und Manfred Prescher kleine Geschichten um bekannte Songs der Vergangenheit und Gegenwart. Zu mehr als 200 Stücken haben die beiden jeweils ein bis zwei Seiten verfasst, die mal verblüffende Hintergrundinformationen liefern, die man wohl nur als hartgesottener Fan des jeweiligen Künstlers kennen dürfte, manchmal aber hat man auch einfach ein paar Fakten aus der Entstehungszeit des Songs zusammen getragen. Eigentlich geht es primär um bestimmt Textzeilen der Songs, welche dem Artikel dann auch immer voran gestellt sind, wobei Nennung des Stücks und des Interpreten direkt folgt. Oftmals aber rollen die Autoren auch in knapper Form die Geschichte der Künstler auf, um zu erklären, warum gerade diese Zeile so gut passt. So erfährt man zum Beispiel, dass...

  • "Onkel Pö" in Udo Lindenbergs "Alles klar auf der Andrea Doria" ein kleiner Hamburger Club war.
  • "Another Brick In The Wall" von Pink Floyd kein Aufruf zur Schülerrevolte ist.
  • "Bobby Brown" von Frank Zappa in Deutschland nur im Radio gespielt wird, weil wir die klaren Anspielungen auf vergewaltigung und Sado-Maso nicht verstehen.
  • die Sex Pistols die Queen nie scheiße fanden.
  • Lou Begas Sommerhit "Mambo No. 5" auf einem 1956 vom Kubaner Prado veröffentlichten Lied basiert.
  • Nirvanas "Smells Like Teen Spirit" schon Hinweise auf Kurt Cobains spätere Selbstmordmethode enthält.
  • Abba ihr "Dancing Queen" dem schwedischen Königspaar widmeten, wobei sie der Braut unterstellten, sich ihren König in der Disco geangelt zu haben
  • der Titel des letzten Beatles-Albums "Let It Be" ein ironischer Gruß von Paul McCartney an John Lennons Drogenkonsum und Disziplinlosigkeit war.
...und vieles mehr - nicht immer interessant, aber oft.

We will rock you! - Lexikon berühmter Popsongs
von Günther Fischer und Manfred Prescher
336 Seiten, gebunden
19,90 Euro
Eichborn Verlag
ISBN 3-8218-3991-0

(Tobi)