TRAVEL-WEB-DVD - PARIS
Galileo Medien AG
EAN CODE: 40266430 20973
 

Die 57 Minuten Dokumentation auf der Travel-Web-DVD zu Paris sind klar gegliedert. Nach einer Einleitung geht es zuerst 10 Minuten lang um die Ile de la Cité, dann 15 Minuten um die Rive Gauch, das Paris links der Seine. Der Rest der Zeit gehört der Rive Droit, dem Paris rechts des Flusses. Beginnen tut der Film aus dem Jahr 1993 mit einigen musikalisch untermalten Impressionen aus der französischen Hauptstadt, einem Blick vom Hochhaus Montparnasse und einigen Fakten zu Größe und Einwohnerzahl. Der Abschnitt zur Seine-Insel Ile de la Cité im Stadtkern bringt auch die Geschichte der Stadt näher. Im 4. Jahrhundert erst nahm die Siedlung den Namen Paris an, Chlodwig machte es dann 508 zur Hauptstadt. Ausführlich wird die berühmte Kathedrale Notre Dame vorgestellt, die auf eine gewisse Art auch ein Mittelpunkt Frankreichs ist, denn von einem markierten Punkt vor dem Eingang aus werden alle Straßen des Landes vermessen. Neben Justizpalast und Schlosskapelle geht die Dokumentation dann natürlich auch auf die Pont Neuf ein, die bekannteste Brücke der Stadt. 1605 ließ Heinrich IV. sie errichten, und während auf allen anderen Brücken mehrstöckige Häuser standen, blieb sie stets frei hiervon. Zu einem Lied über die Brücke folgen Blicke auf Paris von der Seine aus.

Die Rive Gauch wird als Gegend der Intellektuellen näher gebracht. Man sieht den Place St. Michelle, die Bücherstände am Seine-Ufer, die Universität Sorbonne, den Park Jardin du Luxembourg, die Rue de Bucci und das Quartier Latin. Immer wieder werden hierbei geschichtliche Hintergrundinformationen passend integriert. Etwas länger wird das Museum d'Orsay unter die Lupe genommen. In diesem ehemaligen Bahnhof findet man Werke großer Impressionisten - einige Gemälde von Künstlern wie van Gogh, Degas oder Monet werden eingeblendet. Weiter geht es über den Invalidendom und die Militärschule zum Eiffelturm. Dieser wurde 1889 zur Weltausstellung errichtet, war damals aber durchaus umstritten. Ein Blick von ihm auf Paris fehlt natürlich nicht.

Dem größere Teil der Stadt, der Rive Droit, gehört auch in der Dokumentation die meiste Zeit. Nach dem Rathaus mit seinem pompösen Inneren werden Stadtpaläste vorgestellt. Im Hotel Salé findet man die größte Sammlung von Picasso-Kunstwerken weltweit - die Dokumentation nimmt sich Zeit und zeigt Bilder des Malers aus vielen seiner Kunstperioden. Dann geht es weiter zum Centre Pompidou, das mit seinem Fabrik-Look ebenfalls nicht unumstritten ist. Auch der Stravinsky-Brunnen und das Einkaufszentrum Forum des Halles zeigen, wie sich in Paris Moderne und traditionelle Architektur gegenüber stehen. Dort, wo bis zum Sturm auf die Bastille 1789 selbiges Gefängnis stand, liegt heute der Place de la Bastille. Über Palais Royal kommt die Dokumentation zum Louvre, der größten Kunstsammlung der Welt. Auch hier werden einige dort befindliche Werke gezeigt, wie die Venus von Milo oder die Mona Lisa von da Vinci, aber auch Bilder von Velazques, Rubens, Rembrandt oder Dürer. Die moderne Glaspyramide als Eingang zum Innenhof ist - man ahnt es - umstritten. Durch die Grünflachen der Tuilerien gelangt man zum Place de la Concorde, mit 400x200 Metern der größte Stadtplatz der Welt, und seinem von den Ägyptern geschenkten Obelisken. Die Oper Garnier wird ebenso angesprochen wie das Kaufhaus Galeries Lafayette als Prunkbau, wobei Paris auch gleich als Modestadt eingebracht wird. Dann geht es auf den Hügel Montmatre zur Kirche Sacre Coeur, die - genau - nicht unumstritten ist. Ihre tolle Lage wird ebenso erwähnt wie der ländliche Charme des Viertels, das Dali-Museum oder der Friedhof. Unterhalb der Erhebung liegt das Vergnügungsviertel der Stadt mit dem Place Pigalle, vielen zwielichtigen Etablissements, aber auch guten Revue-Shows. Natürlich darf ein Blick auf die zehnspurige Prachtallee Champs Elysees nicht fehlen, die erst im 19. Jahrhundert zu Schönheit renoviert wurde. Seitenblicke auf den Petit Palais und den Grand Palais führen einen zum Triumphbogen, der eigentlich einst für den Place de la Bastille geplant war. Abschließend gibt es noch einen kurzen Blick auf die Viertel Nanterre und Defence mit ihrer Moderne sowie den Wissenschaftspark im Norden der Stadt. Nach 57 Minuten ist man umfassend informiert und hat Lust, Paris zu besuchen. Einzig das Schloss Versailles vermisst man als Thema, ansonsten ist die Dokumentation auch zehn Jahre nach ihrer Entstehung noch als Überblick gelungen.

Die Dokumentation kann man in deutscher, englischer, französischer oder italienischer Sprache sehen, Untertitel kann man in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Holländisch, Portugiesisch oder Spanisch einblenden lassen. Auch hier kann man die DVD in den Computer legen und findet zusätzlich einen Link zu ergänzenden Informationen.

Die DVD ist am einfachsten über die Galileo Medien Website zu bestellen.