TRAVEL-WEB-DVD - VENEDIG
Galileo Medien AG
EAN CODE: 40266430 20676
 

Die knapp 60 Minuten Dokumentation auf der Travel-Web-DVD zu Venedig sind zwar schon älter als zehn Jahre, die Sehenswürdigkeiten der Stadt haben sich aber in dieser Zeit nicht groß verändert. Los geht es mit einem kurzen Blick auf die Lagune, bevor man schnell zum berühmten Markusplatz gelangt. Das Cafe Florian wird als ältestes Kaffeehaus Italiens vorgestellt, und natürlich erfährt man etwas über den Glockenturm und die Markuskirche, die nach dem Vorbild der Apostelkirche in Konstantinopel errichtet wurde. es folgt der Dogenpalast, der erst Mitte des 14. Jahrhunderts sein prachtvolles Aussehen erhielt, vorher eine Holzzitadelle war. Die berühmte Seufzerbrücke als Verbindung des Dogenpalasts mit dem ehemaligen Gefängnis darf natürlich auch nicht fehlen. Bevor es zu den nächsten Sehenswürdigkeiten geht, werden dem bekannten Karneval Venedigs einige Worte und natürlich Bilder gewidmet. Hätte man gewusst, dass dieser erst Ende der 70er-Jahre nach fast 200 Jahren ohne große Beachtung als Tradition wieder auflebte? Die Doku wendet sich dann zwei Kirchen von Andrea Palladio zu, dem Wegbereiter des Klassizismus - San Giorgio Maggiore und der Erlöserkirche auf der Insel Giudecca. Über das stadtprägende Labyrinth aus Kanälen und Gassen wird berichtet, und natürlich über den berühmtesten Wasserweg, den Canal Grande. Einige der an ihm gelegenen Bauten werden vorgestellt: die Salute Kirche mit ihren Kunstwerken, der von Peggy Guggenheim mitsamt Kunstsammlung der Stadt vermachte Palazzo Venier dei Leonie, die Kunstakademie Accademia mit ihrem Werken, der Ca' Rezzonico Palast mit seinen Genre-Bildern. Die im 16. Jahrhundert erbaute Rialto-Brücke wird kurz angesprochen, bevor mit dem prächtigen Palazzo Pesaro der nächste Palast folgt. Die Dokumentation zeigt einige Bilder der jährlich am 1. September-Sonntag stattfindenden Regatta Historica, einer farbenprächtigen Gondelparade. Man sieht schöne Palastinnenhöfe und das älteste Opernhaus Venedigs, "La Fenice". Bis hierhin vermisst man etwas Musik als Hintergrunduntermalung, im zweiten Teil der Dokumentation dann erschallt sie doch noch. Es geht um Mode, um den Platz San Stefano und um Viertel abseits des großen Tourismus. Im Gegensatz zu den ansonsten nur kurzen Erwähnungen aller Objekte widmet sich die Doku beinahe ausführlich einer Gondelwerft. man erfährt, dass es die Wassergefährte schon seit mehr als 1000 Jahren gibt, sie früher aber farbenfroh waren, bis ein Gesetz des 16. Jahrhunderts schwarze Farbe festlegte. Weitere Stationen des Film sind Scuola Grande di San Rocco mit seinen Gemälden und Scuola Grande di San Giovanni Evangelista mit schönen Wand- und Deckenmalereien, bevor das einstige Judenghetto thematisiert wird. Hier wurden ab 1516 die Juden angesiedelt und nachts eingesperrt - Mitte des 16. Jahrhunderts lebten dort 5000 unterdrückte Menschen. nach einem Blick auf den Campo di Jesuiti mit dem Barockbau der Jesuitenkirche sieht man die Friedhofsinsel der Stadt, San Michele, auf der aus Platzgründen nur wenige Berühmtheiten wie Igor Stravinsky ihr Grab länger als 12 Jahre behalten dürfen. Weiter geht es mit den Kirchen San Zanipolo mit ihren Dogen-Monumenten und Santa Maria dei Miracoli mit ihrer Steinmetzkunst. Der Platz Santa Maria Formosa wird gezeigt und das Arsenal als einst Europas größter Industriekomplex. Weit vom Trubel liegt das Castello-Viertel, wo vor allem Fischerfamilien leben. Natürlich darf der Lido nicht fehlen, der Strand Venedigs, der in den 20er-Jahren seine Glanzzeit hatte. Ihm ist es zu verdanken, dass das Wort Lido heute generell für Strand gebraucht wird. Nach einem kurzen Blick auf das Nobelhotel Excelsior und das Filmfestival schließen einige Worte zur Insel Torcello, die früher die Mutter Venedigs war und jetzt als Einöde brach liegt, die Dokumentation ab. Insgesamt nicht schlecht, jedoch sind die Themen etwas zu kurz angeschnitten, um alles in einer Stunde zeigen zu können. Der Ton der DVD ist nicht überragend, auch das Bild hackte bei uns einige Male kurz.

Die Dokumentation kann man in deutscher, englischer, französischer oder italienischer Sprache sehen, Untertitel kann man in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Holländisch oder Spanisch einblenden lassen. Auch hier kann man die DVD in den Computer legen und findet zusätzlich einen Link zu ergänzenden Informationen.

Die DVD ist am einfachsten über die Galileo Medien Website zu bestellen.