Home Film “The Life of Chuck” – die ungewohnt ergreifende Umsetzung einer Kurzgeschichte von Stephen King

“The Life of Chuck” – die ungewohnt ergreifende Umsetzung einer Kurzgeschichte von Stephen King

Autor: Tobi

"The Life of Chuck" Filmplakat (© TOBIS Film GmbH)

The Life of Chuck

Darsteller: Tom Hiddleston, Chiwetel Ejiofor, Karen Gillan, Mia Sara
Regie: Mike Flanagan
Dauer: 111 Minuten
FSK: freigegeben ab 6 Jahren
Website: tobis.de/titel/the-life-of-chuck
Facebook: facebook.com/TobisFilm
Instagram: instagram.com/tobisfilm
Kinostart: 24. Juli 2025


Wenn man momentan in Großstädten durch die Gegend flaniert, dann erblickt man schon einmal Zettel oder Plakate mit dem Dank “39 great years! Thanks, Chuck!” und einem Bild des Schauspielers Tom Hiddleston im schicken Anzug – samt QR-Code oder Link, um mehr zu erfahren. Ähnlich unwissend wie uns ergeht es zu Beginn des Films “The Life of Chuck” dem Lehrer Marty Anderson (Chiwetel Ejiofor), der beunruhigt ist von diversen sich gerade ereignenden Katastrophen rund um den Globus, über die in den Nachrichten berichtet wird. Er wunder sich aber auch über die plötzlich überall in seiner Kleinstadt präsenten “Thanks, Chuck!”-Bekundungen für einen Charles Krantz, sogar auf großen Werbetafeln und im Fernsehen.

Wir befinden uns im ersten von drei Akten des Films “The Life of Chuck” von Regisseur Mike Flanagan als Adaption der gleichnamigen Kurzgeschichte (bei uns “Chucks Leben”) aus der Novellensammlung “If It Bleeds” (“Blutige Nachrichten”) von Stephen King. Und da dieser erste Akt mit “Act Three: Thanks, Chuck” betitelt ist, wird einem schnell klar, dass hier in der Zeit rückwarts erzählt wird.

Marty trifft sich mit seiner Ex-Frau, der Krankenschwester Felicia Gordon (Karen Gillan), denn wenn die Welt schon gerade unter geht, dann möchten sie die letzten Momente doch am besten zusammen verbringen, in denen auch Internet und Elektrizität schon ihren Geist aufgegeben haben. Dies alles scheint irgendwie vielleicht doch mit diesem Chuck zu tun zu haben, denn auch für ihn steht das Ende bevor, liegt er doch im Krankenhaus und stirbt gerade an einem Hirntumor, während seine Frau Ginny (Q’orianka Kilcher) und sein Sohn Brian (Antonio Raul Corbo) bei ihm sind.

"The Life of Chuck" Szenenbild (© TOBIS Film GmbH)

Annalise Basso (Janice) und Tom Hiddleston (Chuck)
(© TOBIS Film GmbH)

Doch was hatte es mit dem Buchhalter auf sich? In “Act Two: Buskers Forever” sieht Chuck auf dem Heimweg von einer Konferenz die Straßenmusikerin Taylor (Taylor Gordon), die auf ihrem Schlagzeug so gekonnt den Rhythmus vorgibt, dass Chuck zu Tanzen beginnt. Die gerade von ihrem Freund stillos per Textnachricht verlassene Janice Halliday (Annalise Basso) gesellt sich zu ihm, was ein von Umstehenden bewundertes Duett ergibt – und für Taylor gute Einnahmen.

Dann geht es noch deutlich weiter zurück bis in Chucks Kindheit, wo uns “Act One: I Contain Multitudes” über den tragischen Verlust seiner Eltern erzählt, und über seine Großeltern Albie (Mark Hamill) and Sarah (Mia Sara), bei denen er dann aufwächst. Während Letztere ihm die Liebe zum Tanzen nahebringt, belehrt ihn der zum Alkoholiker werdende Albie lieber über Buchhaltung und ist damit beschäftigt, Chuck den Zugang zur Dachkuppel des Hauses zu verbieten. Warum, das finden wir noch heraus, und einiges mehr über das Leben von Charles Krantz (als Siebenjähriger gespielt von Cody Flanagan, mit elf Jahren von Benjamin Pajak und mit 17 von Jacob Tremblay).

“The Life of Chuck” ist sicher eine ungewöhnliche Story für Stephen King, den man vor allem für Horrorgeschichten kennt. Es ist aber wohl vor allem Mike Flanagan, dem wir das zu verdanken haben, bringt der Regisseur, der auch das Drehbuch schrieb und den Film mit Trevor Macy produzierte, doch viel Tiefe in die abgedrehte Story, die uns direkt neugierig macht und dann zwischen Melancholie und Lebensfreude balancierend durchaus mehrfach zu Ergreifen weiß, gut erzählt und stark gespielt von einem wundervollen Ensemble.

Trailer:

Bewertung: 8 von 10 Punkten

 

Related Articles