Home Film„Dead of Winter – Eisige Stille“ – ein solider Kälte-Thriller mit Emma Thompson

„Dead of Winter – Eisige Stille“ – ein solider Kälte-Thriller mit Emma Thompson

Autor: Tobi

"Dead of Winter – Eisige Stille" Filmplakat (© LEONINE Studios)

Dead of Winter – Eisige Stille

Darsteller: Emma Thompson, Judy Greer, Marc Menchaca, Laurel Marsden
Regie: Brian Kirk
Dauer: 97 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Website: www.leoninedistribution.com/filme/178564/der-hochstapler-roofman.html
Facebook: facebook.com/leoninestudios
Instagram: instagram.com/leoninestudios
Kinostart: 19. Februar 2026


In „Dead of Winter – Eisige Stille“ nimmt uns der nordirische Regisseur Brian Kirk, dessen Vorgängerstreifen „21 Bridges“ 2019 sein Kinodebüt darstellte, passend zum mal nicht mild anmutenden Winter 2025/26 mit in die Kälte, und zwar die im nördlichen Minnesota. Im fortgeschrittenen Alter macht sich Barb (Emma Thompson) durch einen Schneesturm auf in die Abgeschiedenheit der dortigen Wälder, um ihrem verstorbenen Mann den letzten Wunsch zu erfüllen. Dort, wo einst ihre große Liebe begann und woran die beiden die schönsten Erinnerungen hatten, soll sie seine Asche verstreuen, an einem einsamen See.

Mit Hilfe eines in der Nähe residierenden Anwohners findet sie den Weg zum vereisten Lake Hilda, und Erinnerungen kommen wieder hoch an glückliche Tage – uns gezeigt in Rückblicken mit der jungen Barb (Gaia Wise) und ihrem Karl (Cúán Hosty-Blaney). Eisfischen waren sie damals, die einst in der Mitte des Sees liegende kleine Hütte existiert sogar immer noch, und nun möchte die alte Barb hier ein Loch für die Asche bohren.

Die in der Luft liegende Melancholie wird dann jäh beiseite gewischt, als die Witwe beobachtet, wie eine junge Frau (Laurel Marsden) in Handschellen schreiend wegläuft, dann aber vom wegweisenden Hinterwäldler (Marc Menchaca) und seiner Partnerin (Judy Greer) wieder unsanft in ihr Haus verfrachtet wird. Barbs Mission hat sich somit schlagartig geändert, denn nun versucht sie, das Mädchen zu retten – und fernab jeglicher Zivilisation ohne Handyempfang ist sie hierbei auf sich alleine gestellt.

"Dead of Winter – Eisige Stille" Szenenbild (© LEONINE Studios)

Barb (Emma Thompson) hält die Entführer in Schach.
(© LEONINE Studios)

Als Produktion der kalifornischen Stampede Ventures mit der Kölner augenschein Filmproduktion in Koproduktion mit LEONINE Studios und dem ZDF kommt „Dead of Winter – Eisige Stille“ mit einiger deutscher Beteiligung daher – gedreht wurde nämlich neben dem finnischen Koli in Köln. Da passt es nur allzu gut, dass mit Christopher Ross ein deutscher Kameramann die Bilder einfing und Oscar®-Preisträger Volker Bertelmann eine für ihn sehr typisch anmutende Score-Untermalung beisteuerte, die durchaus die Spannung fördert.

Dass Emma Thompsons Tochter Gaia Wise die junge Barb verkörpert ist originell, ansonsten aber liegt doch ein recht handelsüblicher Thriller vor, der für Kulisse nicht viel Budget verschlungen haben kann. Die eisige, verschneite Einsamkeit hat aber trotzdem ihren Reiz und bildet mit der Abgeschnittenheit von weiteren Personen ja auch die Grundlage für den gezeigten Eine-alte-Dame-Rettungseinsatz, der sich aber alles andere als trivial gestaltet.

„Dead of Winter – Eisige Stille“ ist größtenteils auf Emma Thompson zugeschnitten, die man bislang nicht zwingend als Action-Ikone kannte, die sich hier als mutige und auch findige Barb aber gut macht im Bestreben, die junge Frau aus dem Keller der Waldhütte zu befreien. Die Inszenierung von Brian Kirk ist ebenfalls ordentlich, nur wurden etwas zu viele Hintergrundstories – nicht nur die der Barb – mit ins Drehbuch eingeflochten, was der Streifen gar nicht nötig gehabt hätte, den man letztendlich als solide einordnen kann.

Trailer:

Bewertung: 6 von 10 Punkten

 

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