Home Film„Die progressiven Nostalgiker“ – die Zeitreise-Komödie bereitet Spaß (mit Gewinnspiel)

„Die progressiven Nostalgiker“ – die Zeitreise-Komödie bereitet Spaß (mit Gewinnspiel)

Autor: Tobi

"Die progressiven Nostalgiker" Filmplakat (© Neue Visionen Filmverleih)

Die progressiven Nostalgiker

Darsteller: Elsa Zylberstein, Didier Bourdon, Mathilde Le Borgne, Maxim Foster
Regie: Vinciane Millereau
Dauer: 103 Minuten
FSK: freigegeben ab 6 Jahren
Website: www.neuevisionen.de/de/filme/die-progressiven-nostalgiker-174
Facebook: facebook.com/neuevisionenfilmverleihgmbh
Instagram: instagram.com/neue_visionen
Kinostart: 22. Januar 2026


Mit „Die progressiven Nostalgiker“ beschert die französische Filmemacherin Vinciane Millereau eine Zeitreise-Komödie, und da man von diesen ja schon etliche gesehen hat, sind Zweifel an der Originalität und dem Unterhaltungswert durchaus berechtigt. Aber auch wenn man mit dem Prinzip nur noch wenig innovativ zu sein vermag, der Streifen bereitet Spaß, woran die wunderbar in ihren Hauptrollen aufgehenden Elsa Zylberstein und Didier Bourdon einen großen Anteil haben.

Die beiden sehen wir als Hélène und Michel Dupuis, die im Herbst 1958 eine typische damalige Familie repräsentieren: Der Mann hat im Familiengefüge das Sagen, geht arbeiten und bringt das Geld heim, während sich die Frau um den Haushalt und die Kinder kümmert. Auch bei ihnen, immer fein geschniegelt, sind die Rollen klar verteilt, wird der brave Lucien (Maxim Foster) vom Vater für das Lateinlernen gelobt, während die etwas ältere Tochter Jeanne (Mathilde Le Borgne) lieber Nähen lernen soll. Wenn im Radio ein Lied fröhlich nahelegt, sich eine Frau zu nehmen, damit alles im Haus feiner wird, dann hat Michel anscheinend alles richtig gemacht, und auch Hélène findet die Situation völlig normal und bemuttert auch den Gatten gerne mit.

Turbulenter wird es dann plötzlich, als auf einem Gartenfest mit den Nachbarn klar wird, dass Teenagerin Jeanne schwanger ist, vom Nachbarsjungen. Streit bricht aus, einige Backpfeifen werden verteilt, und beim folgenden Beruhigen wird klar, dass nur eine Heirat die verfahrene Situation noch so einigermaßen retten könnte. Ein Kleid hierfür wird bald ausgesucht, doch weit folgenreicher ist dann noch die Waschmaschine, die Hélène als Hauptgewinn einer Verlosung nach Hause geliefert bekommt und heimlich in der Gartenlaube an den Start bringt. Als Michel diese nämlich bemerkt, ist er sauer und will sie verkaufen. Im Handgemenge kommt es zu einem Kurzschluss, und das hierbei auf Lauge stehende Ehepaar findet sich plötzlich im Jetzt wieder.

Erschreckt vom eigenen Saugroboter, Sprachbefehle ausführenden Geräten oder Menschen auf E-Scootern erfahren Hélène und Michel von den herbeigeeilten Polizisten, dass sie im Jahr 2025 leben, wo der mit langen Haare schluffig durch die Gegend laufende Lucien – ja, die Kinder sind wie sie gleich alt wie in 1958 – ihnen klar macht, sie sollten mal chillen. Die Heirat von Jeanne steht noch an, allerdings anders als gedacht. Hélène und Michel einigen sich darauf, als Codewort nach der Zeit zu fragen, um sich daran zu erinnern, dass sie entspannt mit der Lage umgehen müssen. Und diese hält noch weitere Überraschunge bereit, ist sie doch hier eine erfolgreiche Geschäftsfrau und als Regionaldirektorin sogar von der Belegschaft gefürchtet in einer Chefposition, während er als Hausmann sich um alles kümmern soll, was er damals nur zu gerne an seine Frau abgegeben hat. Hélène und Michel planen, einen Weg zurück in die alte Zeit zu suchen – wobei sie langsam aber sicher Gefallen am neuen Leben findet.

"Die progressiven Nostalgiker" Szenenbild (© Neue Visionen Filmverleih)

„Die progressiven Nostalgiker“ Szenenbild (© Neue Visionen Filmverleih)

Mit „Die progressiven Nostalgiker“ präsentiert Regisseurin Vinciane Millereau, die das Drehbuch zusammen mit Julien Lambroschini schrieb, eine witzige Komödie, die einen immer wieder zum Lachen bringt mit ihrer Situationskomik. Diese setzt zum Glück nicht allzu viel auf simplen Slapstick, sondern hält charmante Momente bereit, wenn Hélène und Michel sich mit der jetzigen Zeit arrangieren müssen, wo sie plötzlich am Computer arbeitet und Verantwortung hat, während er den Haushalt schmeißen soll und hierbei von einer typischen Reality-Show abgelenkt wird, die er auf dem tollen Flatscreen entdeckt hat und deren Alltagsdramen ihn fesseln.

Elsa Zylberstein und Didier Bourdon verkörpern die beiden mit jeder Menge Spielfreude und es macht großen Spaß, ihnen zuzuschauen, wie sie mit ihren konservativen, aus heutiger Sicht nicht nur verstaubten, sondern teilweise völlig unangebrachten Sichtweisen im Jahr 2025 stranden. So ist der Film dann auch nicht nur lustig, sondern bietet einen zwar augenzwinkernden, aber beim Anschauen die alte Werte kritisch hinterfragenden Blick auf Geschlechterrollen. „Die progressiven Nostalgiker“ bietet zwar nichts Innovatives, weiß aber gut zu unterhalten und ist mit seiner Ausstattung in 1958 anfangs auch eine feine Reise in eine Vergangenheit, zu der sich glücklicherweise vieles geändert hat.

Trailer:

Bewertung: 8 von 10 Punkten

 


Verlosung

"Dressed to Impress – The Anonymous Project" von Lee Shulman (© Prestel Verlag)

(© Prestel Verlag)

Passend zur Komödie verlosen wir ein Exemplar des Buchs „Dressed to Impress – The Anonymous Project – Mid Century Fashion“ von Lee Shulman, im Wert von 45 Euro, welches uns hierfür netterweise zur Verfügung gestellt wurde. Hier auf der Website des Prestel Verlags findet man mehr Informationen zum Buch – die Kurzbeschreibung:

Dieser faszinierende Einblick in die reale Mode der Mitte des Jahrhunderts umfasst Vintage-Farbfotos, die von Amateuren aus den letzten 70 Jahren aufgenommen wurden. Im Jahr 2017 kaufte der Filmemacher Lee Shulman eine zufällige Schachtel mit Kodachrome-Dias und war so begeistert von den Menschen und Geschichten, die er darin entdeckte, dass er beschloss, ein fortlaufendes Archiv zu erstellen, das er „The Anonymous Project“ nannte. Dressed to Impress, das jüngste Buch, das aus diesem Projekt hervorgegangen ist, soll die kollektive Erinnerung an unsere Lebensweise in einer immer weiter in die Vergangenheit rückenden Zeit bewahren. Es enthält mehr als zweihundert lebendige, unverfälschte Farbdiapositive, die auf beeindruckenden ganzseitigen Abbildungen präsentiert werden und zeigen, wie sich Menschen in allen möglichen Situationen kleideten – zu Hause und im Urlaub, beim Spielen und Arbeiten, beim Feiern und in ihrer Freizeit. Die Bilder wurden größtenteils noch nie gedruckt oder veröffentlicht, und ihre rohe, ungeschliffene Qualität macht sie umso faszinierender und fesselnder. Diese Sammlung ist mal lustig, mal überraschend, mal berührend und bietet einen einzigartigen und intimen Einblick in die Mode und die Alltagserfahrungen realer Menschen während einer Zeit des Wandels in unserer gemeinsamen Geschichte.

Zur Teilnahme einfach das folgende Formular ausfüllen und absenden. Einsendeschluss ist der 22. Februar 2026. Viel Glück!







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