
Normal
Darsteller: Bob Odenkirk, Billy MacLellan, Henry Winkler, Brendan Fletcher
Regie: Ben Wheatley
Dauer: 93 Minuten
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
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Instagram: instagram.com/leoninestudios
Kinostart: 16. April 2026
Nachdem der als Anwalt in der Serie „Breaking Bad“ und deren Spin-Off „Better Call Saul“ bekannt gewordene Bob Odenkirk sich bereits in den zwei unterhaltsamen „Nobody“-Filmen schlagfertig im Action-Genre beweisen konnte, will er nun in Ben Wheatleys „Normal“ als Ulysses eigentlich nur für ein paar Monate eine ruhige Zeit als Aushilfs-Sheriff in besagter Kleinstadt Normal in Minnesota verleben. Die nicht einmal 2000 Einwohner um Bürgermeister Kibner (Henry Winkler) scheinen nett, Kriminalität gibt es so gut wie keine, und auch wenn sein mit ihm durch die Gegend fahrender Deputy Mike (Billy MacLellan) nicht der Klügste zu sein scheint, kann der Neuling hier mal etwas abschalten, nachdem seine Frau ihn verlassen hat, die er mittels Nachrichten auf ihrer Mailbox immernoch über seinen Status informiert.
Als dann aber ein auf der Durchreise befindliches, anscheinend wenig gaunereierprobtes Paar (Reena Jolly und Brendan Fletcher) aus Geldmangel die Bank ausrauben möchte, geht der Alarm nicht nur im Büro des Sheriffs los, sondern auch beim kriminellen Kartell der Yakuza im weit entfernten japanischen Osaka. Der Bestand an Bargeld und das folgende, erzwungene Öffnen des Tresors nämlich offenbart, dass hier absolut nichts normal ist. Ein riesiger Berg an Goldbarren liegt vor dem verdutzten Pärchen, und genauso überrascht ist Ulysses, der nun bald schon versteht, dass die ganze Stadt mitsamt ihrer EinwohnerInnen von den Asiaten für ihre Zwecke gekauft wurde – und da es so allen gut geht, müssen die Bankräuber samt Interimssheriff nun beseitigt werden, die sich natürlich wehren.

Als Sheriff Ulysses (Bob Odenkirk) nach Normal kommt, um übergangsweise das Präsidium zu leiten, ahnt er schnell, dass irgendetwas nicht stimmt.
(© LEONINE Studios)
Nachdem der vor allem als Schöpfer der „John Wick“-Reihe bekannte Derek Kolstadt als Drehbuchschreiber bereits maßgeblich mit dafür verantwortlich war, dass Bob Odenkirk in den beiden „Nobody“-Krachern ordentlich austeilen durfte, haben die beiden nun das Buch für „Normal“ zusammen verfasst. Regie durfte Ben Wheatley führen, und dieser inszenierte einen soliden Actionstreifen, der zunächst mal beschaulich beginnt, dann aber schon gut Verdachtsmomente streut, dass dies nicht so bleiben mag.
In puncto Rahmenstory ist das Ganze mit den hier in Normal ihr Gold hortenden und die Kleinstadt als Geldwäscheort auserkorenen Asiaten nicht umwerfend originell, die kleinen Details in der Aufmachung und den Charakteren sind es aber, die Freude bereiten. Das mächtige Waffenarsenal der Polizeistation wird noch damit erklärt, dass man ja nicht gut genug ausgestattet sein könne, ebenso wie die schweren Maschinen in der Garage. Dass im Schrank der Eisenwarenhandlung aber jede Menge Dynamit lagert und die Bar von Moira (Lena Headey) fast nur mit fetten Gewehren dekoriert ist, das mutet schon merkwürdig an, ebenso wie die zum Zeitvertreib über ihr Radio den Polizeifunk belauschende Dame im Fachgeschäft für vielfarbige Strickwaren und der irgendwie ominöse Tod des Vorgänger-Sheriffs.
Die nach dem versuchten Bankraub hereinbrechenden Kämpfe sind dann die logische Folge und bieten außer jeder Menge Action und Gelegenheit für spritzendes Blut nicht mehr sonderlich viel Abwechslung, unterhaltsam ist der Streifen schon dank des wieder gut spielenden Bob Odenkirk aber allemal – und eine gewisse Kritik an der amerikanischen Gesellschaft und Politik schwingt zwischen den Zeilen auch mit.
Trailer:
Bewertung: 7 von 10 Punkten


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