
Return To Silent Hill
Darsteller: Jeremy Irvine, Hannah Emily Anderson, Eve Macklin, Evie Templeton
Regie: Christophe Gans
Dauer: 105 Minuten
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
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Kinostart: 5. Februar 2026
Mit seinem auf der Videospielreihe von Konami basierenden Horrorfilm „Silent Hill“ landete der französische Regisseur Christophe Gans, dem wir schon die gelungene Horror-Action-Fusion „Pakt der Wölfe“ (2001) verdankten, 2006 einen weiteren Erfolg, der über 100 Millionen Dollar einspielen konnte, etwa das Doppelte seines beachtlichen Budgets. Da verwundert es ja schon fast, dass es 20 Jahre gedauert hat, bevor jetzt mit „Return To Silent Hill“ eine von ihm verantwortete Fortsetzung vorliegt, vor allem da Gans zwischendurch 2014 lediglich eine moderat profitbringende Adaption des Märchens „Die Schöne und das Biest“ mit Léa Seydoux und Vincent Cassel inszenierte. Allerdings gab es zwischendurch einige Projekte, an denen Gans arbeitete und die dann doch nicht realisiert wurden, oder zumindest nicht mit ihm, so wie der zweite aus der Spielreihe hervorgegangene Film „Silent Hill: Revelation“ von M. J. Bassett aus dem Jahr 2012, der ein mittelmäßiges Einspielergebnis verzeichnete, was aber noch weit besser war als die miesen Kritiken. Nun dachte man sich wohl, dass man wieder mit Gans im Regiestuhl das Franchise im Kino doch noch retten könnte. Nachdem Roger Avary bei „Silent Hill“ das Drehbuch geschrieben hatte, machte sich Gans nun selbst an das des neuen Films, zusammen mit Sandra Vo-Anh (die auch an der zuvor genannten Märchen-Inszenierung mitgeschrieben hatte) und Will Schneider.
Basierend auf dem Konami-Spiel „Silent Hill 2“ aus dem Jahr 2001 sehen wir zunächst in einem Rückblick, wie James Sunderland (Jeremy Irvine) beim Autofahren abgelenkt fast einen Unfall baut und auf einem Parkplatz oberhalb eines Sees in West Virginia landet. Hier lernt er Mary Crane (Hannah Emily Anderson) kennen, deren Gepäck er durcheinanderwirbelt, worauf diese ihren Bus verpasst. Sie wollte nämlich gerade weg aus ihrer Heimatstadt Silent Hill, die idyllisch unten am Gewässer liegt – nun aber fährt sie mit James wieder dorthin, und beide verlieben sich, heiraten sogar.
Jahre später sieht es für James düster aus, der inzwischen woanders lebt. Als Künstler versucht er sich durchzuschlagen, ist nach dem Tod von Mary aber zum Alkoholiker geworden. Dann erhält er plötzlich einen mysteriösen Brief seiner totgeglaubten Frau und macht sich auf Richtung Silent Hill, um sie zu finden. Die Chancen stehen allerdings schlecht, denn wie er lernt ist die Stadt durch ein nahes Feuer mit giftigen Kohledämpfen und Asche unbewohnbar geworden. Trotzdem dreht er nicht um und trifft in den grau veraschten Straßen sogar auf Überlebende – und zombieartige Wesen, so dass es bald nicht mehr nur um Marys Überleben geht, sondern auch um seines.

James Sunderland (Jeremy Irvine) wird verfolgt von einem unbekannten Grauen
(© LEONINE Studios)
Getreu dem Motto „Asche zu Asche“ hätte man vielleicht auch das Franchise ruhen lassen sollen, kommt doch auch die neue Fortsetzung „Return To Silent Hill“ von Christophe Gans äußerst dürftig daher. Der charmante, dann heruntergekommene James kraxelt einen Hügel herunter und wandert ins einst so schöne Städtchen, das nun grau brach liegt – und dauerhaft rieselnde Asche verdeutlicht, dass hier auch kein neues Leben mehr aufgebaut werden kann. Woher aber kam der Brief von Mary her? Mit Besessenheit statt Verstand sucht James sie und merkt irgendwann, dass er sich eher in einer Zwischenwelt befindet, zu der auch die halbtoten Wesen passen, die bald Jagd auf ihn machen.
Das könnte spannend sein, ist es aber absolut nicht, die Horror-Fortsetzung erschreckt nämlich lediglich damit, dass sie jede Menge Langeweile und schlechte Bilder beschert. Die Story wirkt uninspiriert, die Schauspielleistungen passen sich ihr an, die scheinbar wahllos eingeworfenen Schockeffekte verpuffen und eine düstere Atmosphäre überträgt sich kaum – geschweige denn Nervenkitzel. Dem Film merkt man zudem dauerhaft an, dass das Budget im Vergleich zum ersten „Silent Hill“-Streifen – wie auch schon beim zweiten – nur noch etwa halb so hoch gewesen ist, worunter vor allem die Optik leidet, die häufig künstlich daher kommt. Alles in allem ist „Return To Silent Hill“ somit ein enttäuschender Horrorfilm, mit dem man das Franchise dann auch besser im Ascheregen begraben sollte.
Trailer (FSK 16):
Bewertung: 3 von 10 Punkten


