Home MusikAlbum-RezensionenDie Eels präsentieren auf ihrem 16. Album abwechslungsreiche, melancholische Lieder über das Leben und seine Endlichkeit

Die Eels präsentieren auf ihrem 16. Album abwechslungsreiche, melancholische Lieder über das Leben und seine Endlichkeit

Autor: Tobi

Eels "Cookie Happened"

Eels

„Cookie Happened“

(CD, E Works, 2026)

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Nachdem die Eels auf ihrem 2020er-Longplayer „Earth To Dora“ (lies unsere Rezension hier) ruhigere Songs zwischen Optimismus und der gewohnten Traurigkeit boten und sich somit entspannter zeigten, präsentierte sich die Band um Mastermind Mark Oliver Everett alias E auf ihrem 14. Studioalbum „Extreme Witchcraft“ (hier unsere Meinung zur Scheibe) 2022 etwas ungewohnt rauer und weniger melancholisch. Weitere zwei Jahre später folgte dann das facettenreiche, wieder ruhiger und seichter angelegte „Eels Time!“, und diesem Rhythmus bleiben sie nun auch treu und legen mit „Cookie Happened“ ihre neueste, 16. Studio-Scheibe vor.

Eels-Mastermind Mark Oliver Everett alias E (© Gus Black)

Eels-Mastermind Mark Oliver Everett alias E (© Gus Black)

Zwölf neue Songs bescheren die Eels auf den 40 Minuten, und diese klingen so typisch, wie sie es nur könnten – aber auch wieder so schön und gut. Dass E hierbei seinen schwarzen Humor nicht verloren hat, zeigt schon das Cover, wo in neongrün gezeichnet ein Skelett beim Basketball aufdreht.

Mit „Clobbered“ geht es beschwingt und voller Energie los, bevor die erste, durch Streicherflächen verzierte Vorab-Single „Cap In Hand“ das Tempo gleich wieder etwas herausnimmt und ebenso bittersüß wie gemütlich aus der Perspektive eines gebrochenen Mannes erzählt, der sich seinen Fehlern stellt und versucht, einiges wieder in Ordnung zu bringen. Nicht der einzige Song des Albums aus Sicht einer Person, die Wiedergutmachung oder zumindest inneren Frieden mit den eigenen Verfehlungen anstrebt. Kleine Höhepunkte des Lebens finden sich hier ebenso wie Enttäuschungen und fast schon ein Erstaunen, überhaupt gelebt zu haben.

Das Album ist im Titel keinem Geringeren als dem Krümelmonster gewidmet, das einmal sagte: „Ich weine nicht, weil der Keks weg ist. Ich lächle, weil es den Keks gegeben hat.'“ Das ist tiefsinnig, und so ist auch mal wieder die Musik der Eels, die mit lakonischem Humor gewürzt über das Leben erzählt.

Noch ruhiger wird es dann mit dem ebenfalls mit Streichern angereicherten, die Endzeit entspannt und unaufgeregt annehmende „All Forgotten“, in dem E über die Sterblichkeit reflektiert, bevor das von Folk geprägte „Bamboozled Again“ wieder einen flotteren Haken schlägt, „Lost And Barking“ sich etwas gediegener anleht und das Einsamkeit thematisierende „Taking Pictures“ als zarte Piano-Ballade erneut die Intensität herunterschraubt.

Auch hiernach wird es wieder beschwingter mit „New Story“, das zum Berappeln und Schreiben einer neuen Geschichte anregt. Dass man sich ruhig auch mal selbst hochleben lassen kann, untermauert „Congratulations To Me“, das ein endlich erlangtes Freiheitsgefühl preist, allerdings mit sehr viel Endlichkeit vor Augen. Und ja, auch in diesem Dreier-Paket ist der dritte Song wieder der ruhigste, wenn „One Razzle, One Dazzle“ einen fein einlullt.

Ein bisschen energetischer wird es dann schon, aber die warm getragen schöne, gechillt abgroovende, klanglich mit Streichern, am Ende auch Bläsern und einigen Elektrosounds zur sanften Gitarrenmusik viel aufbietende Freundschaftsbekundung „I’m On Standby“ ist kein Tritt auf’s Gaspedal. Witzig wird es mit „Dum Dums“, wo E zu akustischer Gitarre über unsere Zeit sinniert, wo die Erde zwar ein schöner Fleck sein könnte, in dem alle miteinander teilen, hierfür gibt es aber leider zu viele „Dum Dums and Little Bitches“.

Sanft wird die Scheibe dann auch abgeschlossen, wenn „The Way I Was Made“ mit leichten Störgeräuschen feststellt, dass man irgendwie so klarkommen muss, wie man ist. Wer die Eels mag, dem wird das abwechslungsreiche „Cookie Happened“ mit seinen erneut schönen, oft melancholischen und immer lässigen Songs in jedem Fall wieder gefallen.

www.eelstheband.com
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instagram.com/eelstheband

Bewertung: 8 von 10 Punkten

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