Home Film„Crime 101“ – der stylische, toll besetzte Thriller weiß durchweg zu überzeugen

„Crime 101“ – der stylische, toll besetzte Thriller weiß durchweg zu überzeugen

Autor: Tobi

"Crime 101" Filmplakat (© 2025 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH)

Crime 101

Darsteller: Chris Hemsworth, Halle Berry, Mark Ruffalo, Barry Keoghan
Regie: Bart Layton
Dauer: 142 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Website: www.crime101.de
Facebook: facebook.com/SonyPicturesGermany
Instagram: instagram.com/SonyPictures.de
Kinostart: 12. Februar 2026


Mit „Crime 101“ präsentiert der britische Regisseur Bart Layton nach seinem mit dem BAFTA Award ausgezeichneten Dokumentarfilm „Der Blender – The Imposter“ (2012) und dem Heist-Drama mit Doku-Stil fusionierenden „American Animals“ (2018) erst seinen dritten Streifen, nun einen reinen Spielfilm. Für diesen schrieb er auch das Drehbuch, basierend auf einer Kurzgeschichte des US-amerikanischen Autors Don Winslow, den man vor allem für seine Kriminalromane wie „The Power of the Dog“ („Tage der Toten“) oder „The Cartel“ („Das Kartell“) kennt.

Mike Davis (Chris Hemsworth) zeichnet sich als Juwelendieb dadurch aus, dass seine Überfälle mit Insiderwissen bis ins kleinste Detail durchgeplant sind und dass er hierbei zwar Waffen einsetzt, aber keinerlei Gewalt anwendet. Der im Gegensatz zum schick geschniegelten Ganoven zumeist eher leger und kauzig daherkommende Detective Lt. Lubesnik (Mark Ruffalo) hat noch eine zusätzliche Theorie, glaubt er doch an einen Serientäter, der sich immer Tatorte nahe dem von Los Angeles nördlich verlaufenden Highway 101 auswählt, was einen Anhaltspunkt geben könnte, wo er vielleicht als nächstes zuschlägt. Doof nur, dass Lubesnik nicht den besten Ruf in Reihen der Polizei hat und seine Ausführungen bewusst überhört werden.

Inzwischen plant Davis den nächsten Coup, und da er eine Beziehung mit der hübschen Maya (Monica Barbaro) angefangen hat, soll es sein letzter sein, eine ganz große Nummer. Hierfür kontaktiert er die in der Firma gerade mal wieder bei der eigentlich versprochenen Beförderung übergangene und daher reichlich desillusionierte Versicherungsmanagerin Sharon (Halle Berry), die ihm gegen Beteiligung an der Beute die nötigen Informationen beschaffen soll, wie die Diamanten ins Land kommen und hier befördert werden, zur geplanten Hochzeit eines schwerreichen, selbstverliebten Firmenbosses mit seiner jungen, noch blasierter auftretenden Verlobten.

"Crime 101" Szenenbild (© 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC)

Davis (Chris Hemsworth, rechts) und Lou (Mark Ruffalo, links)
(© 2026 Amazon MGM Studios Content Services LLC)

Mit „Crime 101“ beschert Bart Layton einen überzeugenden Verbrechens-Thriller, der durch stylische Bilder zu bestechen weiß, noch mehr aber durch seine packende Handlung und seine Erzählweise. Zunächst werden uns die Protagonisten einzeln vorgestellt und charakterlich bestens ausgemalt, bevor die Handlung sie dann alle verknüpft zu einer äußerst interessanten Situation, bei der man gefesselt zusieht, wie sie sich entwickelt – mal mit Ruhe inszeniert, mal auch rasant und actionreich.

Zu loben sind auch die schauspielerischen Leistungen der für ihre Rollen hervorragend besetzten Chris Hemsworth, Halle Berry, Mark Ruffalo und Monica Barbaro. Zu ihnen gesellen sich die ebenfalls überzeugenden Barry Keoghan als Brutalität nicht meidender, auf dem Motorrad eingreifender Psycho, Jennifer Jason Leigh als Lubesniks Frau Angie, Corey Hawkins als sein Partner und Nick Nolte als undurchschaubarer Unterweltboss Money.

Man merkt dem Film vom Start weg an, dass das Drehbuch von Layton, zu dem auch der zu den ausführenden Produzenten gehörende Peter Straughan („Konklave“) beigetragen hat, auf einer intelligenten Vorlage basiert. Diese hält auch Wendungen bereit, so dass es niemals auch nur im Ansatz langweilig wird. Im Gegenteil, „Crime 101“ ist einer dieser Filme, die man durchweg sehr gerne anschaut.

Trailer:

Bewertung: 9 von 10 Punkten

 

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