
Ready or Not 2
Darsteller: Samara Weaving, Kathryn Newton, Sarah Michelle Gellar, Shawn Hatosy
Regie: Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett
Dauer: 108 Minuten
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Website: www.searchlightpictures.com/ready-or-not-2-here-i-come
Facebook: facebook.com/20thCenturyStudiosDE
Instagram: instagram.com/20thcenturystudiosde
Kinostart: 9. April 2026
2019 landete das auf das Horror-Genre spezialisierte Regie-Duo Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett vom Filmemacher-Kollektiv Radio Silence mit dem schwarzhumorigen Slasher „Ready or Not – Auf die Plätze, fertig, tot“ einen Überraschungserfolg, mit tonnenweise positiven Kritiken und über 57 Millionen US-Dollar Einspielergebnis, womit das Budget mehr als neunfach wieder reingeholt wurde. In der Folge inszenierten die beiden den starken fünften „Scream“-Streifen (2022) und auch dessen mehr auf Brutalität setzenden Nachfolger „Scream VI“ (2023) sowie „Abigail“ (2024), bevor nun mit „Ready or Not 2“ die nicht unerwartete Fortsetzung ihres ersten kleinen Kino-Hits vorliegt.
Man muss diesen zwar nicht zwingend kennen, das Ganze hilft aber doch, um zu verstehen, wo angesetzt wird und wie die Vorgeschichte ablief. Damals wurde die junge Grace bei ihrer Hochzeit mit Alex nicht davon überrascht, dass seine vermögende Familie der Le Domas eine wichtige Rolle für ihn spielt, wohl aber von einem unerwarteten traditionellen Prozedere auf deren schicken Anwesen, wo die Hochzeit stattfinden musste. Als für die Herstellung von Gesellschaftsspielen bekannte Dynastie wurde um Mitternacht aus einer einst vom mysteriösen Geldgeber Le Bail erhaltenen Box eine Karte gezogen und hiermit ein sofort sozusagen als Willkommensritual zu startendes Spiel definiert. Leider zog Grace aber kein Brett- oder Kartenspiel, sondern Verstecken – und die anderen Familienmitglieder hatten die Aufgabe, sie bis zum Sonnenaufgang zu überwältigen und dann zu opfern, um den sonst laut Le Bails Legende ausgelösten eigenen Tod zu vermeiden. Was folgte, war ein blutiges Katz-und-Maus-Spiel, das zwischendurch schon einige Leichen fabrizierte und an dessen Ende die Jagenden einer nach dem anderen explorierend das Zeitliche segneten, während das Familienanwesen in Feuer aufging.
Genau hier geht es für Grace (wieder Samara Weaving) nun weiter, die wie am Ende des Vorgängers mit blutgetränktem, zerrissenem Hochzeitskleid auf der Treppe vor dem brennenden Herrenhaus sitzt und eine Zigarette raucht, während die Feuerwehr eintrifft. Dann kollabiert sie entkräftet und wacht im Krankenhaus neben ihrer hierhin gerufenen Schwester Faith (Kathryn Newton) auf, zu der sie schon lange keinen Kontakt und somit auch kein gutes Verhältnis hat. Aber egal, das Grauen ist überstanden – oder etwa doch nicht? Nun nämlich geht das fiese Spiel weiter. Familie Le Domas ist zwar ausgelöscht, nun aber finden sich Mitglieder aus weiteren Familien zusammen, um die Hatz fortzusetzen, denn wer von ihnen die Aufgabe doch noch erledigt, übernimmt den äußerst machtvollen Vorsitz des Hohen Rates. Grace und die völlig perplexe Faith werden zum Gut der Familie Danforth entführt und dort beginnt eine weitere Jagd.

(© 20th Century Studios. All Rights Reserved.)
Da Familie Le Domas nicht mehr existiert, kommen nun neue AkteurInnen ins Spiel. Neben Schwester Faith als Verbündete, die Grace trotz aller Differenzen der Vergangenheit zu schützen versucht, sind dies die größtenteils angereisten Mitglieder der Familien des Hohen Rates. Und diese sind allesamt von ihrem Sieg reichlich überzeugt und ziemliche Kotzbrocken, die vor nichts zurückschrecken. So haben die heimischen Zwillinge Ursula (Sarah Michelle Gellar) und Titus (Shawn Hatosy) Danforth rasch noch ihren als Clan-Oberhaupt zum Spieler bestimmten Vater Chester (David Cronenberg) umgebracht, um gegen Wan Chen Xing (Olivia Cheng), Viraj Rajan (Nadeem Umar-Khitab), Ignacio El Caido (Néstor Carbonell) und Bill Wilkinson (Kevin Durand) eine Chance zu haben – und auch diese haben jeweils „Ersatzspieler“ dabei, falls sie ausscheiden sollten. Als Wächter über das Ganze sehen wir Elijah Wood, der mit dickem Regelbuch ausgestattet als Anwalt des Bösen die neue Hatz noch einmal erklärt, startet und schließlich den Sieger küren will.
Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett machen zusammen mit den erneut verantwortlichen Drehbuchschreibern Guy Busick und R. Christopher Murphy mit „Ready or Not 2“ nicht nur inhaltlich da weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat. Mit gleich schwarzem Humor und blutigen Slasher-Momenten geht das fiese Spiel in seine nächste Runde. Die Handlung ist hierbei nicht mehr so neu und weniger einfallsreich, sie geht den eingeschlagenen, schließlich erfolgreichen und gut angekommenen Weg aber konsequent weiter, mit etwas mehr multikutureller Note, etwas mehr Action und früheren Mitspieler-Explosionen, denn Regelverstöße werden nun direkt so geahndet.
Der Cast um Samara Weaving und Kathryn Newton, deren Schwestern-Probleme etwas zu sehr ausgewalzt werden, spielt ordentlich, vor allem Sarah Michelle Gellar und Shawn Hatosy gehen gut in ihren Rollen auf. Etwas weniger originell gestaltet sich vom Start weg das Versteckspiel, wenn statt des im Vorgängerfilm zunächst als Spielfläche definierten Hauses hier direkt ein großes Anwesen mit Golfplatz und Wald weit mehr Fluchtmöglichkeiten bietet. Das Ganze wirkt insgesamt generell nicht mehr so innovativ, die Fans des ersten Films bekommen aber doch eine grundsolide Fortsetzung serviert, wie wieder einigen fiesen Spaß bereitet.
Trailer:
Bewertung: 7 von 10 Punkten



(© 20th Century Studios. All Rights Reserved.)
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