Home MusikKonzertberichte Therapy? – Kritik des Konzerts in Köln am 6. November 2001

Therapy? – Kritik des Konzerts in Köln am 6. November 2001

Autor: Tobi

In der Vorankündigung zur Therapy?-Tour wollte ich euch noch “einen kleinen Tritt in den Hintern” verpassen, damit ihr aus euren Löchern kriecht und zu den Konzerten der irischen Jungs wandert. Nachdem ich den Deutschland-Tourauftakt in Köln gesehen habe, mache ich daraus einen mächtigen Tritt. Der Gig war einfach nur großartig – 90 Minuten Power-Rock vom Feinsten. Voll war es nicht in der Kantine – man sieht, dass die wirklich erfolgreichen Zeiten der Mannen schon etwas länger zurück liegen. Trotz allem waren einige hundert Mann gekommen, um sich davon zu überzeugen, dass alle anderen selbst Schuld sind, dies nicht zu tun. V

on der ersten bis zur letzten Minute boten die vier Jungs eine energetische Show, bei der man ihnen ansah, dass sie Spaß am Spielen hatten. Die Songauswahl muss man als ideal bezeichnen, von den älteren Smashern wie “Stories”, “Diane” (stellenweise gut durchgerockt), “Teethgrinder”, “Die Laughing” und “Opel Mantra” bis zu den Stücken der neuen Scheibe “Shameless” spielten Therapy? eine Mischung, die einen gut das Ohr wegblies. Einige der Songs wurden von Samples eingeleitet, was gut funktionierte, und Zweitgitarrist Martin spielte eine Zeit lang E-Cello, auch mal etwas anderes. Frontmann Andy kündigte an, David Hasselhoff aus dem Weg räumen zu wollen und hielt seine hinten fett mit “Kill” versehene Gitarre hoch.

Ansonsten erzählte er davon, einst in Dorsten gelebt zu haben (wo ihn die Polizei verwarnte, weil er mit dem Fahrrad auf dem Bürgersteig der falschen Seite fuhr – ha, ha) und holte dann noch einen jungen Mann auf die Bühne, den er als seinen kleinen Bruder vorstellte. Er durfte das Power-Doppelpack “Knives” und “Screamager” singen. Die Stimmung im Publikum war durchgehend fantastisch, kein Wunder, zündeten Therapy? doch ein wahres Feuerwerk an sehr gutem, melodischen Metal-Punk-Energie-Rock. Auch wenn es im Gegensatz zur Ankündigung die nur in England veröffentlichte “Gimme”-EP nicht zu kaufen gab … absolute Empfehlung: hingehen!

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