
Oh La La 2 – Neue Tests, neues Chaos
Darsteller: Christian Clavier, Didier Bourdon, Sylvie Testud, Marianne Denicourt
Regie: Julien Hervé
Dauer: 92 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Website: weltkino.de/filme/oh-la-la-2-neue-tests-neues-chaos
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Kinostart: 27. August 2026
Zwei Jahre erst ist es hier, dass uns Regisseur und Drehbuchschreiber Julien Hervé mit „Oh La La – Wer ahnt denn sowas?“ eine Komödie servierte, in der von den französischen Starkomikern Christian Clavier und Didier Bourdon nationale und kulturelle Vorurteile überspitzt so verkörpert wurden, dass es zumindest in der ersten, bissigeren Hälfte schon recht amüsant war, bevor das Ganze in der zweiten deutlich abflachte.
Als Vorbereitung der Hochzeit ihrer Tochter Alice (Chloé Coulloud) trafen damals der schnöselige, reiche Adelige Frédéric Bouvier-Sauvage (Clavier) und seine Frau Catherine (Marianne Denicourt) auf die einfacher gestrickten Eltern des kommenden Schwiegersohns François Martin (Julien Pestel), den Autohändler Gérard (Bourdon) und seine Frau Nicole (Sylvie Testud). Der weltoffener mit seinen deutschen Luxuswagen protzende Frédéric und der nur auf Peugeot schwörende Gérard gerieten hierbei schnell in Spannungen, nicht nur was die Autovorliebe betraf. Als dann ein von den Brautleuten heimlich gemachter DNA-Test ihrer Eltern nicht die erwünschte Aufheiterung brachte, kam es zum Chaos, denn wie sich herausstellte ist Gérard zu 50% Deutscher, die als Enkelin einer Prinzessin aus Venedig sowieso schon mit mehr Wurzeln daher kommende Catherine zu 20% auch Portugiesin, Nicole ist zu 60% Engländerin und Frédéric zu 15% Cherokee – aber immerhin zu 85% Franzose. Die Hochzeit wurde schließlich auf Grund von Schwangerschaft verschoben, und Alice und François bekamen ihren Sohn Julien William Joao Hans Martin.
Offensichtlich war der Film aus 2024 erfolgreich genug, dass mit „Oh La La 2 – Neue Tests, neues Chaos“ nun nur zwei Jahre später eine Fortsetzung vorliegt, erneut von Julien Hervé erschaffen, mit den gleichen ProtagonistInnen. Wie der Titel schon verrät geht das Ganze thematisch enganliegend weiter. Eigentlich soll nur die Hochzeit zusammen geplant werden, doch dann sorgen Informationen, dass die DNA-Tests fehlerhaft gewesen seien, für neue Überraschungen. Die sich nun gerne britisch royal benehmende Nicole muss zur Kenntnis nehmen, dass Frédéric plötzlich zum eigenen Entsetzen auch türkische Wurzeln hat – und Cousin Mehmet (ebenfalls Christian Clavier) lässt nicht lange auf sich warten, bis er vor der Tür steht. Und dies war nicht der einzige Test, der neue Resultate liefert.

Gérard (Didier Bourdon) und Frédéric (Christian Clavier) stürzen sich ins Chaos.
(© White and Yellow Films, SND)
Kam „Oh La La – Wer ahnt denn sowas?“ schon hanebüchen daher, wird dies in „Oh La La 2 – Neue Tests, neues Chaos“ nun auf die Spitze getrieben. Wo der ersten Streifen im Unterhaltungswert schon reichlich nachgelassen hatte schließt die Fortsetzung an, auch in puncto Niveau. Bissigkeit und Chauvinismus-Parade waren damals schon ausgelutscht, und mit einer wirklich dümmlichen Handlung wird nun versucht, weitere Lacher zu erzwingen. Dies funktioniert aber ganz und gar nicht, hatten sich die von Clavier und Bourdon ja recht ordentlich gespielten Frédéric und Gérard schon anfangs des Vorgängers aneinander abgearbeitet. So wirkt der neue Film wie ein verzweifelter Versuch, aus einer bereits komplett ausgepressten Zitrone noch etwas Saft zu quetschen, mit vielen Replikationen von bereits Gesehenem.
Neue Tests, neue Kulturen in den aktualisierten Abstammungsergebnissen, dazu der auftauchende Cousin, die mit royalem Gehabe und Wortverdrehungen teilnehmende Nicole und kaum noch etwas beisteuernde zukünftige Eheleute – puh! Der gesamte Streifen wirkt mit seinen stets kurzen, lieblos aneinandergereihten Möchtegern-Gag-Szenen, die oftmals isoliert daher kommen, wie eine eineinhalbstündige Sammlung von aus dem finalen Machwerk absolut zu Recht gelöschten Klamauk-Szenen im Bonus-Material, nur dass es sich hierbei dann doch tatsächlich um den Film selbst handelt. Das ist langweilig, sehr unlustig und sogar ärgerlich.
Trailer:
Bewertung: 1 von 10 Punkten

