
Onslaught
Darsteller: Adria Arjona, Drew Starkey, Alex Pereira, Dan Stevens
Regie: Adam Wingard
Dauer: 92 Minuten
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
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Instagram: instagram.com/plaionpictures
Kinostart: 3. September 2026
Nachdem der US-amerikanische Regisseur Adam Wingard zuletzt zweimal erfolgreich Godzilla und Kong aufeinandertreffen ließ, nämlich in „Godzilla vs. Kong“ (2021) und „Godzilla × Kong: The New Empire“ (2024), stand er für die 2027 kommende Fortsetzung „Godzilla x Kong: Supernova“ nicht mehr zur Verfügung, wobei die Produktionsfirma Legendary Pictures betonte, dass sie sich ihn im Regiestuhl für einen späteren Film in ihrem „MonsterVerse“ wieder gut vorstellen könnte. Der Hauptgrund für Wingards Absage heißt „Onslaught“, wurde vom Erfolgsstudio A24 mitproduziert und ist nun in unseren Kinos zu sehen. Die Story für diesen Film hat sich Wingard zusammen mit Drehbuchsreiber Simon Barrett erdacht, der schon für „Godzilla x Kong: The New Empire“ und nicht weniger als sechs weitere Wingard-Inszenierungen zwischen 2010 und 2016 das Buch verfasste, inkl. „You’re Next“ und „Blair Witch“.
Übersetzt bedeutet Onslaught etwas wie Ansturm, Angriff, Attacke – und ja, diese gibt es hier rasch. Als ein Militärexperiment unter der Führung von Dr. Hans Kammler (Dan Stevens) fehlt schlägt und drei genetisch modifizierte Supersoldaten auf einem geheimen Stützpunkt in der Wüste außer Kontrolle geraten, beginnen diese einen brutalen Feldzug. Parallel lernen wir die Aussteigerin Celeste (Adria Arjona) kennen, die sich als Army-Veteranin in einen ländlichen Trailerpark ganz in der Nähe zurückgezogen hat, wo sie von ihrem ungeliebten Ex Griffin (Jacob Scipio) gerade überraschend ihre niedliche Tochter Daisy (Blake Kennedy) vorbeigebracht bekommt, um die er sich eigentlich momentan kümmern sollte. Na dann stoppt sie ihre zielsicheren Schießübungen eben und kümmert sich um die Kleine.
„Zum Einsatz gegen die Zivilbevölkerung“ wurden die Superkämpfer erschaffen, und diese murksen sie nun auch gnadenlos ab – programmiert zu töten. Wie man sich denken kann erweist sich Celeste aber nicht als leichtes Opfer, sondern fährt im Kampf um ihr Leben und das ihrer Tochter nicht nur die Krallen aus … nicht umsonst sind hier einige Waffen gebunkert, und mit dem ebenfalls hartgesottenen Josiah (Reginald VelJohnson) zeigt auch ein älterer Nachbar Mut, während der ebenfalls neben residierende Cop Kovacks (Eric Wareheim) keine große Hilfe. Dass Celeste mit einer der Kampfmaschinen (Ex-UFC-Champion Alex Pereira in seiner ersten Kinorolle) sogar noch eine Vorgeschichte wenig positiv verbindet, steigert ihre Motivation zusätzlich. Und natürlich ignoriert auch die Regierung den Ausbruch der drei Superkämper nicht und holt den berauschten Cyrus (Drew Starkey) aus dem Edel-Puff, der nun für Schadensminimierung sorgen soll, sich hierbei aber nicht allzu geschickt anstellt.

Adria Arjona
(© Richard Foreman – Courtesy of A24)
Das auf dem Plakat stehende „Um eine Killermaschine aufzuhalten, musst du selbst zur Killermaschine werden“ klingt etwas platt und die Handlung ist an sich auch nicht übermäßig einfallsreich, „Onslaught“ besitzt als harter, blutiger Action-Thriller aber seinen Reiz. Sehr atmosphärisch kommt der Streifen daher und weckt in seiner Machart und seinen Bildern Erinnerungen ans Action-Kino der 80er-Jahre, die von der elektronischen musikalischen Untermalung noch verstärkt werden, bei der man an Streifen wie „Die Klapperschlange“ oder „Terminator“ denken muss.
Apropos „Terminator“, Michael Biehn – der damals als Kyle Reese Sarah Connor rettete – ist hier auch mit von der Partie als Baylor, der das Supersoldaten-Experiment vor Ort in der Wüste überwachte, während der exzentrische Dr. Kammler, dessen Frau von Rebecca Hall verkörpert wird, nur hin und wieder mal zur Wüstenstation eingeflogen wird. Im Mittelpunkt des Geschehens steht aber Celeste, und diese wird gut gespielt von Adria Arjona, die uns in den Serien wie „Emerald City – Die dunkle Welt von Oz“ und „Andor“ ja schon davon überzeugen konnte, dass sie mehr ist als nur die attraktive Latina wie in „A Killer Romance“. Dass sie seit 2024 mit dem muskelbepackten Jason Momoa liiert ist, passt irgendwie – wenn auch logisch null verbunden – zu ihrem verwegenen Auftreten in „Onslaught“, der als kurzweiliger Action-Streifen zu gefallen weiß.
Trailer:
Bewertung: 7 von 10 Punkten

