Home Film “Wonders Of The Sea 3D” – die Unterwasser-Doku bietet in überwältigende dreidimensionale Bilder

“Wonders Of The Sea 3D” – die Unterwasser-Doku bietet in überwältigende dreidimensionale Bilder

Autor: Tobi

"Wonders Of The Sea" Filmplakat (© Kinostar)

Wonders Of The Sea 3D

Dokumentarfilm
Regie: Jean-Michel Cousteau, Jean-Jacques Mantello
Dauer: 82 Minuten
FSK: freigegeben ohne Altersbeschränkung
Website: www.wondersofthesea.de
Facebook: facebook.com/wondersofthesea.de


Wenn ein Film seine dreidimensionale Ausstrahlung direkt mit in den Titel übernimmt, dass scheint diese essentiell zu sein. Das ist sie bei “Wonders Of The Sea 3D” in jedem Fall. Jean-Michel Cousteau führt als Sohn des weltbekannten Ozeanforschungs- und Meeresfilm-Pioniers Jacques-Yves Cousteau dessen Erbe weiter und hat hier zusammen mit Jean-Jacques Mantello einen wunderbaren Dokumentarfilm erschaffen, der durch Arnold Schwarzenegger an Reichweite gewinnen wird, was toll ist. Der Hollywoodstar und Terminator weiß, dass die Weltmeere so langsam aber sicher in puncto Leben und Vielfalt terminiert werden, und so hat er den Film zusammen mit François Mantello produziert und tritt auch als Erzähler in Erscheinung.

In angenehmen 82 Minuten bekommt der Zuschauer aber zunächst gar nicht mal den erhobenen Zeigefinger der Umweltzerstörung penetrant vorgehalten, es geht vor allem um die Schönheit und das Artenreichtum der Ozeane. Hierfür begleiten wir Jean-Michel Cousteau und seine Kinder Céline und Fabien mit einem kleinen Team an verschiedene Stellen des Erdballs, wo wir immer wieder äußerst spektakuläre und faszinierende Unterwasseraufnahmen geboten bekommen – vor allem besitzen die Makro-Aufnahmen in 3D eine ungeheure Wirkung.

"Wonders Of The Sea" Szenenbild (© Kinostar)

(© Kinostar)

Mit seinen tollen Aufnahmen erzeugt der Film tatsächlich Glücksgefühle, denn die grandiosen Bilder aus der Welt der Ozeane gehen in 3D noch einmal jenseits von dem, was uns eine normale 2D-Fernseh-Doku bieten könnte. Die Flora und Fauna der Weltmeere ist zum Glück noch existent, und ob man nun die Farbenwelt der Korallen sieht, diverse Meeresbewohner oder mehr über symbiotische Beziehungsgeflechte in der Tiefsee erfährt – man ist begeistert. Hierfür sorgen vor allem die mit vielen interessanten Informationen garnierten Bilder von ungewöhnlichen Arten, die man nicht so hochfrequent in Dokus serviert bekommt wie Haie oder Delphine. Diese werden hier nicht ausgeklammert, ebenso wie der faszinierende Oktopus, aber was man über Weihnachtsbaumwürmer, Schirmalgen, Anemonen, Nacktkiemer, Feuerfische, Muränen oder das optische Spektakel phosphoreszierenden Zooplanktons zu sehen bekommt, weiß umso mehr zu begeistern.

Hierfür nimmt uns die Doku mit auf eine lange Seereise von den Fidschi-Inseln über den Golf von Kalifornien und eine Region nördlich von Santa Catalina Island bis zu den Bahamas. Die Erzählweise kann hierbei bei weitem nicht mit den Bildern mithalten und versucht, durch Hinweise auf ein von Jean-Michel Cousteau angekündigtes, vor seinen Kindern geheim gehaltenes, tolles Ereignis Spannung zu erzeugen, aber wenn man diese fragwürdige Herangehensweise ebenso ausklammert wie die manchmal etwas überraschend gewählte musikalische Untermalung, dann hat man sehr viel Freude.

Natürlich versäumt der Film nicht, wichtige Botschaften zu senden, spricht Problemfelder wie Umweltverschmutzung, Überfischung und Klimawandel also natürlich auch an, denn diese können und dürfen heutzutage nicht ausgeklammert werden. Und doch steht die Schönheit dessen, was momentan (noch) existiert, im Fokus. Toll, dass der Streifen nach seiner Ausstrahlung in anderen Ländern ab Januar 2019 es nun doch auch noch in unsere Kinos schafft. Wer Naturdokus gerne sieht, wird diesen Film lieben.

Trailer:

Bewertung: 9 von 10 Punkten

 

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