Home MusikCD-Rezensionen Weezer schieben ein gut gelungenes Album im orchestralen Retro-Sound ein

Weezer schieben ein gut gelungenes Album im orchestralen Retro-Sound ein

Autor: Tobi

Weezer "OK Human"

Weezer

“OK Human”

(CD, Warner, 2021)

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Nachdem Weezer 2019 bereits eine Cover-Scheibe (lies unsere Rezension zum “Weezer (Teal Album)”) und ein weiteres Album mit eigenen Songs (lies unsere Rezension zum “Weezer (Black Album)”) veröffentlichten, gibt es auch 2021 wieder zwei Longplayer.

Hierbei präsentiert sich die Band mal wieder genauso produktiv wie überraschend. Für 2020 war eigentlich mit “Van Weezer” ein Big-Riff-Rockalbum geplant, als Hommage an die Metalbands, die Frontmann Rivers Cuomo und seine Mitstreiter in ihrer Jugend liebten. Dann kam aber die Pandemie und wirbelte alle Pläne durcheinander.

Weezer (© Warner Music Group)

(© Warner Music Group)

Cuomo war im Lockdown die ganze Zeit am Klavier zugange, wo er ein gänzlich anderes Album aufnahm, das auf einem weiteren wichtigen musikalischen Eckpfeiler seiner Jugend aufbaute: The Beach Boys’ “Pet Sounds”. Das Ergebnis dieser musikalischen Reise liegt nun in Form des 14. Studioalbums “OK Human” vor, bevor am 7. Mai dann “Van Weezer” folgen wird.

Zusammen mit einem 38-köpfigen Orchester nahmen Weezer im Covid-19-Sommer ein Album auf, das darüber nachsinnt, wie über-und-unter-verbunden wir alle miteinander sind – ein aktuelles Thema natürlich in einer Zeit, in der Kontakte eingeschränkt werden müssen.

Auf den 32 Minuten von “Ok Human” findet man zwölf Tracks, die sich mal wieder wunderbar anhören lassen. Als Opener und erste Single fungiert das schöne, gemütliche “All My Favorite Songs” über melancholische Balladen und das, was sie wohl über ihre Liebhaber aussagen könnten.

Der tatsächlich manchmal an die legendären Beach Boys erinnernde, hierbei aber von deren anfänglichem Surf-Sound fernbleibende Retro-Klang macht das Album genauso besonders wie die Tatsache, dass erstmals alle Stücke mit Orchester eingespielt wurden – und das nicht nur ergänzend im Hintergrund, die klassischen Instrumente werden durchaus auch prominent eingesetzt.

“Aloo Gobi” entpuppt sich als Midtempo-Ohrwurm, “Grapes Of Wrath” groovt gutgelaunt voran, “Screens” und “Here Comes The Rain” kommen treibend daher, und “Dead Roses” fließt warm wohlig getragen ins Ohr, während mit “Numbers” und “Bird With A Broken Wing” melancholische, schöne Balladen zu hören sind.

Auch “Playing My Piano” beginnt ruhig, bekommt dann aber noch dramatische Wendung mit kraftvollen Passagen, sehr erzählerisch wirkend wie in einem Musical. “La Brea Tar Pits” schließt ein wieder mal gut gelungenes Album ab, das Fans als ungeplanten Vordrängler sicher nur allzu gerne annehmen, bevor es mit “Van Weezer” im Mai dann rockiger zugeht.

weezer.com
facebook.com/weezer

Bewertung: 8 von 10 Punkten

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