
Der Teufel trägt Prada 2
Darsteller: Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt, Stanley Tucci
Regie: David Frankel
Dauer: 119 Minuten
FSK: freigegeben ohne Altersbeschränkung
Website: www.disney.de/filme/der-teufel-traegt-prada-2
Facebook: facebook.com/20thCenturyStudiosDE
Instagram: instagram.com/20thcenturystudiosde
Kinostart: 30. April 2026
20 Jahre ist es her, dass die junge Andrea „Andy“ Sachs (Anne Hathaway) in „Der Teufel trägt Prada“ trotz anfänglich wenig stylischer Aufmachung in New York die Position als zweite Assistentin der herrischen Miranda Priestly (Meryl Streep) erhielt, der angesehenen und mit reichlich Marotten daher kommenden Chefredakteurin der weltweit bekannten Modezeitschrift „Runway“, und dann in die glamouröse Fashion-Welt eintauchte. Dank einer Verletzung der sie zynisch und abwertend behandelnden ersten Assistentin Emily (Emily Blunt) ging es für sie damals an der Seite von Miranda bis nach Paris, und nachdem sie deren Verbleib in ihrer Position sogar noch mitgesichert hatte, schmiss die von dieser Scheinwelt sowie dem Umgang der Chefin mit ihrem Art Director Nigel (Stanley Tucci) enttäuschte Andy hin und nahm einen Job als Redakteurin bei einer Zeitung an. Mit über 325 Millionen US-Dollar Einspielergebnis wurde der Streifen ein Erfolg, und doch dauerte es bis jetzt, dass die Geschichte in „Der Teufel trägt Prada 2“ fortgeführt wird, mit den selben ProtagonistInnen.
Auch die Zeit wurde nicht verdreht, und so befinden wir uns etwa 20 Jahre nach den Ereignissen von einst, als Andrea Sachs einen Journlistenpreis verliehen bekommt – und dazu noch mit ihren anwesenden Kollegen der selben Redaktion per Textnachricht die Kündigung. Auch bei „Runway“ läuft es gerade suboptimal nach einem durch unbedachte PR ausgelösten Shitstorm. Um die Reputation zu retten, wird Andy angeheuert, die nun als neue Feature-Redakteurin mit frischen Artikeln die LeserInnen zurückgewinnen bzw. bei der Stange halten soll. Nicht im Boot bzw. Prozess war hierbei Miranda, die ignorant wie eh und je sich nicht einmal an Andy erinnern kann, die erst einmal in ein dürftiges Büro verfrachtet wird, bis sie bestimmt irgendwann bald scheitert.
Dem ist aber nicht so, weiß Andy doch durch ein exklusives Interview mit der jahrelang medial nicht vertretenen Milliardärin Sasha Barnes (Lucy Liu) mächtig zu punkten. Und so taucht sie bald wieder ein in die glitzernde, schillernde Welt der Mode, in der nur der stets freundliche und ruhig koordinierende Nigel ein verlässlicher Ansprechpartner zu sein scheint. Auch auf Emily trifft sie wieder, die inzwischen eine verantwortliche Position bei einer Luxusmarke innehat. Irgendwann kommt die Idee auf, mit einem Insider-Buch über Miranda auszusteigen, was auf Grund derer weiter herabwürdigenden Art auch nicht zu hinterhältig scheint, aber beim „Runway“ brodelt es sowieso gerade mächtig nach dem plötzlichen Ableben des Besitzers und dem von seinem Sohn (B.J. Novak) mit Unternehmensberatern eingeschlagenen Sparkurs. So ist Andy hin- und hergerissen, auf welche Seite sie sich schlagen soll.

(© 20th Century Studios. All Rights Reserved.)
Nicht nur weil David Frankel erneut Regie führte und alle Hauptcharaktere wieder mit von der Partie sind knüpft die späte Fortsetzung „Der Teufel trägt Prada 2“ voll an den Vorgänger an. Die Story ist hierfür von der auch diesmal das Drehbuch verantwortenden Aline Brosh McKenna ähnlich angelegt worden, allerdings durchaus geschickt, wenn die Moderne mit dem für Printmagazine wie dem „Runway“ schwierigen Online-Zeitalter, allgemeinem Kostendruck und daraus resultierenden Rationalisierungen für zeitgemäße Probleme sorgt.
Miranda Priestly hingegen scheint ganz die Alte zu sein in ihrer selbstüberzeugten, ignoranten und teilweise boshaften Art. Die in dieser Rolle erneut brillierende Meryl Streep ist das eigentliche Highlight des Films und alleine schon das Anschauen wert, wobei auch Anne Hathaway, Emily Blunt und Stanley Tucci wieder gut spielen. Mit Kenneth Branagh als Mirandas ganz konträr freundlichem Mann Stuart ist noch ein weiterer Star mit an Bord, während aus einigen anderen Charakteren wie den zusätzlichen, neuen AssistentInnen beim „Runway“ zu wenig gemacht wird. Vielmehr setzt der Streifen auf diverse Cameo-Auftritte wie die von Heidi Klum oder Donatella Versace, und Lady Gaga bekommt sogar einige Momente mehr als schnippischer Star, der dann die extra für den Streifen mit Doechii aufgenommene Single „Runway“ noch performen darf.
Der Film ist eher nur lose an den Roman „Revenge Wears Prada: The Devil Returns“ angelehnt, mit dem die auf ihre Zeit als ehemalige „Vogue“-Assistentin zurückgreifende Lauren Weisberger 2013 ihren mit „Der Teufel trägt Prada“ verfilmten Bestseller aus 2003 fortsetzte. Die solide Story führt Andy, Miranda und sogar die von einem schwerreichen, aber auch nur schwer erträglichen Partner nach oben gebrachte Emily nun also wieder zusammen und es ist durchaus unterhaltsam, ihnen in der oft oberflächlichen, aber von mächtigem Glanz umspülten Mode-Welt zuzuschauen, in die man für zwei Stunden gerne mal mit eintaucht, in der man sich aber sonst auch nicht bewegen möchte.
Trailer:
Bewertung: 7 von 10 Punkten


Wir verlosen zum Streifen zwei Fanpakete, welche uns hierfür netterweise zur Verfügung gestellt wurden. Das erste besteht aus dem Hauptplakat in DIN-A1 (gefalzt) und einer Decke, das zweite aus dem Teaserplakat in DIN-A1 (gefalzt), einem Kaffeebecher und einer Stofftasche. Zur Teilnahme einfach das folgende Formular ausfüllen und absenden. Einsendeschluss ist der 12. Juni 2026. Viel Glück!
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