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Foals veröffentlichen das erste von zwei neuen Alben in 2019

Autor: Tobi

Foals "Everything Not Saved Will Be Lost Part 1"

Foals

“Everything Not Saved Will Be Lost Part 1”

(CD, Warner Music, 2019)

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Dreieinhalb Jahre nach ihrem vierten Album “What Went Down”, mit dem sie wie schon mit “Antidotes” (2008), “Total Life Forever” (2010) und “Holy Fire” (2013) auch wieder die Top 5 der britischen Charts erreichen konnten, bescheren Foals ihren Fans 2019 gleich zwei neue Longplayer. Den Anfang macht “Everything Not Saved Will Be Lost Part 1”, dem im Herbst dann Teil 2 folgen soll.

Foals (Foto: © Alex Knowles)

(Foto: © Alex Knowles)

Zehn Tracks findet man auf den 39 neuen Minuten, und nach dem leicht avantgardistischen, von Sphärenklängen dominierten Opener “Moonlight” macht die erste Single “Exits” über eine desorientierte, postapokalyptische Welt dann auch klar, dass die Briten ihrem Stil treu bleiben, auch wenn sie etwas getragener, weniger hart daher kommen. Die Foals bieten also weiter melodischen und rhythmisch packenden Indie-Rock, zudem Frontmann und Gitarrist Yannis Philippakis eindringlich und gut singt.

Zum Stück sinniert er: “Es gibt eine bestimmte Vorstellung davon, dass die Welt nicht mehr bewohnbar ist, wie sie es einmal war. Eine Art gefährlicher Mangel an Vorhersehbarkeit und ein Gefühl, von der schieren Dimension der Probleme überwältigt zu sein, denen wir gegenüberstehen. Was ist die Reaktion? Und was ist der Sinn irgendeiner Reaktion, die ein Einzelner zeigen kann?”

Zusammen mit Gitarrist Jimmy Smith, Drummer Jack Bevan und Keyboarder Edwin Congreave, der nach dem Ausstieg von Walter Gervers im Jahr 2017 nun auch die Basslinien auf dem Album einspielte, während live Jeremy Pritchard von Everything Everything als fünfter Mann dazu kommen soll, entstanden wieder starke Stücke, in denen sich aktuelle Themen wie Klimawandel, Zukunftsangst oder staatliche Überwachung widerspiegeln.

“White Onions” geht treibend und flott voran, “In Degrees” packt einen mit seinem Groove und “Syrups” kriecht eher bedrohlich voran und lässt zwischendurch die Gitarren aufheulen, bevor der Rhythmus gegen Ende angezogen wird.

Hierbei bewegt sich das Quartett zumeist in handelsüblichen Taktstrukturen, während die Liebe zum Math-Rock mit seinen ungeraden Taktarten und dissonante Klänge in “On The Luna” dann doch mal wieder zum Tragen kommt. Das chilliger angerichtete “Cafe D’Athens” schließt hier an bietet ebenfalls komplexeren Rhythmus, bevor nach dem kurzen Interlude “Surf Pt.1” mit “Sunday” die ruhige Schlussphase des Albums eingeleitet wird, vollendet von der Piano-Ballade “I’m Done With The World (& It’s Done With Me)”, die gegen Ende mit verstörenden Klängen ent-schönt wird.

Ein weiteres gutes und spannendes Album von Foals, welches die Band selbst in einem auf YouTube zu findenden Interview mit NME als etwas keyboardlastiger beschreibt, während Part 2 dann etwas härter und gitarrengetriebener werden soll. Schön, dass die Wartezeit auf mehr Material nicht lang sein wird.

Ihre Europatour führt Foals im Mai und Juni auch nach Deutschland, gefolgt von einem Auftritt bei Rock am Ring und Rock im Park: – Tickets gibt es z.B. hier bei Eventim (Partnerlink).
20.05.19 Berlin, Huxleys
05.06.19 Hamburg, Große Freiheit
07.-09.06.19 Rock am Ring, Nürburgring
07.-09.06.19 Rock im Park, Nürnberg

foals.co.uk
facebook.com/foals

Bewertung: 8 von 10 Punkten

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