Home MusikCD-Rezensionen Katie Melua verzaubert mit einer akustischen Neueinspielung ihres letzten Studioalbums (mit Gewinnspiel)

Katie Melua verzaubert mit einer akustischen Neueinspielung ihres letzten Studioalbums (mit Gewinnspiel)

Autor: Tobi

Katie Melua "Acoustic Album No. 8"

Katie Melua

“Acoustic Album No. 8”

(CD, BMG Rights Management, 2021)

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Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt, dann gibt es einen neuen Tonträger von Katie Melua – na gut, natürlich nicht immer, aber seit 2016 ist dem so. Mit “In Winter” lieferte sie damals eines der schönsten Alben zur kalten Jahreszeit ab, das sie mit dem Gori Women’s Choir aus ihrem Heimatland Georgien aufgenommen hatte und das auch der Start in eine neue Zeit für sie war nach der Loslösung von ihrem langjährigen Mit-Komponisten und Produzenten Mike Batt.

Zum Winter 2017 wurde die CD in einer Special Edition noch einmal neu veröffentlicht, mit einem zusätzlichen Track und einer lohnenswerte Bonus-CD mit 70 Minuten Livemitschnitt. Auf neue Songs von Katie mussten die Fans dann noch länger warten, blickte die georgisch-britische Künstlerin doch im Oktober 2018 mit ihrer “Ultimate Collection” (lies unsere Rezension hier) erst einmal auf die bisherige Karriere zurück.

Ende 2019 erschien mit “Live in Concert” (lies unsere Rezension hier) ein Mitschnitt ihrer Tour aus dem Herbst/Winter 2018/19, bei der sie sowohl Stücke der Best-Of-Scheibe als auch von “In Winter” spielte, schließlich hatte sie den Gori Women’s Choir als 23-köpfiges Vokalensemble mit sich auf Reisen genommen (lies unseren Konzertbericht hier).

Im Oktober 2020 dann war es endlich soweit und mit “Album No. 8” (lies unsere Rezension hier) bot Katie sieben Jahre nach “Ketevan”, mit dem sie wie schon mit ihren fünf Alben davor die Top Ten der britischen wie auch deutschen Charts erreichte, ein neues Werk mit nicht auf den Winter festgelegten, neuen Stücken. Auf 38 Minuten präsentierte sie zehn neue Stücke, die wie immer bei der wundervollen Singer/Songwriterin sehr melodisch und schön daher kamen, klanglich zudem durch klassische Ergänzungen des Georgian Philharmonic Orchestra einiges zu bieten hatten – und mit Platz 5 bei uns sowie Rang 7 in Großbritannien blieb der Erfolg auch diesmal nicht aus.

Katie Melua (© Rosie Matheson)

(© Rosie Matheson)

Da das Album während der Pandemie veröffentlicht wurde und Katie nicht auf Tournee gehen konnte, teilte sie einige akustische Versionen der Songs, bei denen sie von ihrem Bruder Zurab an der Gitarre begleitet wurde, im Internet. “Ich bin stolz auf die Songs und es hat mir wirklich gefehlt, mit diesem Album auf Tour gehen zu können. Die Songs in den puristischen Versionen zu zeigen, hat noch einmal etwas ganz Neues in ihnen hervorgebracht.”

Das Jahr 2021 geht zu Ende, und nachdem Melua im August für ihr außergewöhnliches soziales Engagement mit dem Europäischen Kulturpreis 2021 ausgezeichnet wurde, veröffentlicht sie “Acoustic Album No. 8”. Dem Titel entsprechend beschert die 37-Jährige auf ihrem neunten Studioalbum eine akustische Neueinspielung der letztjährigen Scheibe.

Katie fügt an: “Dank Zurab und seines brillanten Verstandes konnten wir alles, abgesehen vom Mastering, zu Hause in einem wunderschönen Teil von London machen. Ich glaube, die Ruhe und der grüne Park in der Umgebung sind dabei zu einem Teil der Atmosphäre auf der Platte geworden.”

Die Reihenfolge der Stücke hat sie hierbei etwas umgestellt. Den einstigen Opener “A Love Like That” hat es nun ganz ans Ende verschlagen. Die damals als erste Single voraus gesandte Nummer kam mit treibendem Rhythmus, Flöte und Streicherarrangements klanglich durchaus mal etwas anders daher, nun klingt sie nur von Akustikgitarre und Piano begleitet und im Tempo reduziert nach Katie pur.

Es sind die fragileren Töne und schönen Melodien, mit denen sie besonders zu berühren und zu glänzen weiß, und diese dominieren natürlich das Akustikalbum. An dessen Start steht nun “Joy”, weil die Freude vielleicht wieder mehr im Mittelpunkt steht bei ihr als noch damals oder weil wir alle in diesen alles andere als unbeschwerten Zeiten Positives gut gebrauchen können.

Natürlich wird hier aber nichts auf Frohsinn umgebürstet. Mit der Ballade “Airtime” und dem traurigen Midtempo-Song “Your Longing Is Gone” als weiteren Singles bot Melua letztes Jahr auch einige Lieder über vergangene Liebe, geprägt von der kurz zuvor vollzogenen Trennung von ihrem Mann James Toseland, und diese Songs behalten ihre Färbung natürlich bei.

“Your Longing Is Gone” wurde hierbei sehr kraftvoll aufbereitet, während “Airtime” und andere Stücke wie “Leaving The Mountain”, “Heading Home” oder die durch Violinenspiel von Simon Goff bereicherten “Maybe I Dreamt It” und “Remind Me To Forget” auf ruhigere Intimität und Intensität setzen. “Ich bin ein großer Fan von Simon Goffs Musik, also habe ich mich mit ihm in Verbindung gesetzt, um ihn zu fragen, ob er Interesse an einer Zusammenarbeit hatte”, erklärt Katie. “Es war mir eine absolute Ehre, er hat die filmischste, windigste und erdigste Geige auf ‘Remind Me To Forget’ gespielt und das macht mich unermesslich stolz.”

“English Manner” und “Voices In The Night” besitzen einigen Groove, es geht also auch hier bei zumeist reiner Akustikgitarren- und Piano-Untermalung zu Katies schöner Stimme noch etwas abwechslungsreich zu. Mit “No Better Magic” findet man zudem noch eine Neuinterpretation des Stücks, bei dem Katie letztes Jahr als Gast von Geigerin Lisa Batiashvili am Mikrofon mitwirkte.

“Ziel war es, eine Aufnahme zu machen, die wie ein intimes Live-Konzert klingt”, erklärt Zurab, der zum ersten Mal die Rolle des Produzenten übernahm. “Also haben wir einfach das gesamte Album ein paar Mal durchgespielt, Katie hat Mark Edwards, ihren Keyboarder, gebeten, ein paar Parts beizusteuern, und wir haben Simon Goff bei zwei Stücken Geige spielen lassen. Katie hatte Recht als sie sagte, dass das musikalische Gespür der beiden einfach perfekt ist. Einige der Veränderungen im Vergleich zu den ursprünglichen Versionen der Songs sind recht subtil, andere wie bei ‘Love Like That’ sind da schon drastischer. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.”

Nachdem die Deluxe Edition von “Album No. 8” bereits einige akustische Stücke aufbot, gibt es hier nun also die gesamte Scheibe in reduzierten Arrangements, und die schönen Stücke lassen sich bestens anhören.

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Bewertung: 8 von 10 Punkten

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