Home Film “Fabian oder der Gang vor die Hunde” – die Kästner-Verfilmung ist ein begeisterndes Meisterwerk (mit Gewinnspiel)

“Fabian oder der Gang vor die Hunde” – die Kästner-Verfilmung ist ein begeisterndes Meisterwerk (mit Gewinnspiel)

Autor: Tobi

Am 14. Januar 2022 veröffentlicht DCM “Fabian oder der Gang vor die Hunde” als DVD, Blu-ray und digital. Wir verlosen eine Blu-ray und eine DVD – siehe unten.

"Fabian oder der Gang vor die Hunde" Blu-ray (© DCM)

Verleih: DCM
Website: dcmstories.com/de/collection/fabian
Facebook: facebook.com/dcmworld
Filmlänge: 178 Minuten
Sprachen: Deutsch
Untertitel: Deutsch
FSK: freigegeben ab 12 Jahren

Jetzt bestellen bei Amazon.de


Hintergrund:

Dominik Grafs Verfilmung von Erich Kästners Erfolgsroman “Fabian oder der Gang vor die Hunde” feierte seine Premiere beim Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2021 und wurde beim deutschen Filmpreis mit 3 Lolas ausgezeichnet!

Das emotionale Drama mit Bambi-Preisträger Tom Schilling („Werk ohne Autor“, „Oh Boy“) in der Hauptrolle lockte über 100.000 Besucherinnen und Besucher in die Kinos. In den Nebenrollen glänzen Saskia Rosendahl („Babylon Berlin“, „Weissensee“), Albrecht Schuch („Berlin Alexanderplatz“, „Schachnovelle“) und Meret Becker („Der gute Weg“, „Tatort: Meta“).

Handlung:

Berlin, 1931: Ein Ort zwischen Untermiete und Unterwelt, wo Bordelle Ateliers sind, Nazis auf den Straßen pöbeln und der junge Fabian tagsüber als Werbetexter arbeitet und nachts mit seinem Freund Labude durch die schrägen Etablissements der Stadt zieht. Erst als sich Fabian in die hübsche Schauspielerin Cornelia verliebt, scheint sein Leben für einen Moment ein bisschen weniger düster. Als er dann aber seinen Job verliert und sich Cornelias Zuneigung zu ihrem Produzenten wächst, droht ihm die Situation zu entgleiten.

"Fabian oder der Gang vor die Hunde" Szenenbild (© Lupa Film / Hanno Lentz / DCM)

Fabian (Tom Schilling) und Irene Moll (Meret Becker)
(© Lupa Film / Hanno Lentz / DCM)

Kritik:

Denkt man an den 1899 geborenen und 1974 verstorbenen deutschen Schriftsteller Erich Kästner, dann fallen einem natürlich sofort seine erfolgreichen, auch verfilmten Kinderbuch-Klassiker “Emil und die Detektive”, “Pünktchen und Anton”, “Das fliegende Klassenzimmer” und “Das doppelte Lottchen” ein. Neben der vor Freude, Abenteuern und Hoffnung geprägten Welt der Kinder widmete sich Kästner aber auch den Erwachsenen, und hierbei entstanden Romane, in denen Pessimismus und Gesellschaftskritik vorherrschen.

Einer von diesen ist “Fabian. Die Geschichte eines Moralisten.”, der 1931 erschien, also noch bevor die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kamen und die Werke des im Land verbleibenden Regimekritikers als undeutsch deklarierten, der dann sogar bei der Verbrennung seiner Bücher anwesend war.

2013 erschien mit “Der Gang vor die Hunde” eine Rekonstruktion der Urfassung des auf Bitte der Verleger damals gekürzten und an einigen Stellen veränderten Romans und wurde zum Bestseller. Nun liegt mit “Fabian oder der Gang vor die Hunde” die Verfilmung vor.

Für die drei Stunden Spieldauer muss man sich einige Zeit nehmen, aber diese ist gut investiert, liefert Regisseur Dominik Graf doch ein Meisterwerk ab, das bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2021 als “Bester Spielfilm” mit der Lola in Silber ebenso ausgezeichnet wurde wie in den Kategorien “Beste Kamera/Bildgestaltung” und “Bester Schnitt”.

Mit einer großartigen Eröffnung, in der Graf den Zuschauer vom heutigen Berlin über eine U-Bahn-Treppe mit in die Hauptstadt der 1930er-Jahre nimmt, ist man schnell gefesselt, und das bleibt man auch, wenn man mit der Jakob Fabian (Tom Schilling) durch die Stadt streift. Sein Geld verdient der Germanist als Werbetexter in Zigarettenfabrik, um selbiges nachts dann in Kneipen, Künstlerateliers und Bordellen auszugeben, gerne zusammen mit seinem gutbetuchten Freund Stephan Labude (Albrecht Schuch).

Als Fabian seinen Job als Folge der Weltwirtschaftskrise verliert, könnte er zwar auf Unterstützung der reichen Nymphomanin Irene Moll (Meret Becker) zurück geifen, das tut er aber nicht. Statt dessen verliebt er sich in Cornelia Battenberg (Saskia Rosendahl), die als Barfrau arbeitet, aber davon träumt, Schauspielerin zu werden. Dies sieht Fabian kritisch, und so driftet seine Welt nach und nach immer mehr ins Negative.

Dem Film gelingt es bestens, ein Deutschland zu zeigen, das sich am Ende der Weimarer Republik zum Schlechten verändert, wirtschaftlich, politisch und auch moralisch, was Fabian extrem aufstößt. Gespickt mit von einer Stimme aus dem Off gesprochenen Originalzitaten aus Kästners Roman spiegelt Berlin mit seinen immer grauer werdenden Tagen und seinem ausschweifenden Nachtleben die Situation wider, und Dominik Graf hat das Ganze aus künstlerischen Gründen im 4:3-Format realisiert und spielt zudem treffsicher mit diversen inszenatorischen Möglichkeiten, die auch immer wieder mal Bezug zur Gegenwart nehmen. Das sorgt für eine optische Freude, und da die Handlung auch stets interessant bleibt, das Ensemble komplett überzeugt, die musikalische Untermalung bestens passt und in der Länge von drei Stunden keinerlei Langeweile aufkommt, was an den Genuss von “Werk ohne Autor” (lies unsere Filmkritik hier) und “Berlin Alexanderplatz” (lies unsere Filmkritik hier) erinnert, weiß der Film zu begeistern.

Bonus-Material:

Als Extras findet man ein “Making-of” und den Audiokommentar von Regisseur Dominik Graf.

Trailer:

Bewertung: 10 von 10 Punkten

 


Weitere Spezifikationen:

Verkaufsstart: 14. Januar 2022
Bildformat: 1,33:1
Ton Blu-ray: DTS-HD MA 5.1
Ton DVD: Dolby Digital 5.1

(MUCKE UND MEHR ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.)


Verlosung

Wir verlosen eine Blu-ray und eine DVD. Zur Teilnahme einfach das folgende Formular ausfüllen und absenden. Einsendeschluss ist der 14. März 2022. Viel Glück!









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