Home Film “Offseason – Insel des Grauens” – wenig Handlung und zu einfache Mittel

“Offseason – Insel des Grauens” – wenig Handlung und zu einfache Mittel

Autor: Tobi

Am 28. April 2023 veröffentlicht Pandastorm Pictures “Offseason – Insel des Grauens” auf DVD und Blu-ray, digital ist der Streifen von Regisseur und Drehbuchautor Mickey Keating bereits seit 14. April verfügbar.

"Offseason - Insel des Grauens" Blu-ray (© Pandastorm Pictures)

Verleih: Pandastorm Pictures
Website: www.pandastorm.com/detail/offseason
Facebook: facebook.com/PandastormPictures
Filmlänge: 83 Minuten
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
FSK: freigegeben ab 16 Jahren

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Hintergrund und Handlung (Presseinformation):

In „Offseason – Insel des Grauens“ beschwört Regisseur und Autor Mickey Keating den Geist von Lucio Fulci, John Carpenter und H.P. Lovecraft.

Die Beteiligung von Indie-Horror-Veteranen wie Jocelin Donahue („The House of the Devil“), Richard Brake („3 From Hell“, „Mandy“, „Barbarian“), Joe Swanberg („You’re Next“) und Jeremy Gardner („After Midnight“, „Ben & Mickey vs. The Dead”) ist ein Fingerzeig, worauf sich der geneigte Genre-Fan einstellen darf.

Eine vom Festland abgeschnittene Insel mit mehr als sonderbaren Bewohnern und einer Protagonistin auf der Suche nach dem Grab ihrer Mutter. Das gruselige Setting erinnert stark an alte Klassiker wie John Carpenters „The Fog – Nebel des Grauens“ und „Die Mächte des Wahnsinns“ oder Lucio Fulcis „Über dem Jenseits“. Parallelen zur nebelverhangenen Albtraum-Atmosphäre eines „Silent Hill“ sowie zum Cthulu-Mythos des legendären H.P. Lovecraft („Schatten über Innsmouth“) liegen auf der Hand und versprechen feinsten Old-School-Horror und Gänsehaut.

"Offseason - Insel des Grauens" Szenenbild (© Pandastorm Pictures)

(© Pandastorm Pictures)

Kritik:

“Offseason – Insel des Grauens” versucht wahrlich, Grusel in Tradition der oben genannten Streifen zu bieten, kommt hierbei aber nicht annähernd an sie heran, auch wenn sich Regisseur und Drehbuchschreiber Mickey Keating einige Mühe gibt. Der Film baut voll auf düstere Atmosphäre und ist bestrebt, Schrecken mit einfachen Mitteln wie Dunkelheit, Nebel und menschenleeren Orten zu erzeugen, dazu blau-grauer Einfärbung und bedrohlichen Klängen als Untermalung.

Das Grab ihrer Mutter sucht Marie (Jocelin Donahue) übrigens eigentlich nicht, sondern sie ist vom Friedhofswärter des auf einer Insel gelegenen Örtchens Lone Palm per Brief gebeten worden, rasch zu kommen, da die Ruhestätte geschändet worden sei. Als sie mit ihrem Freund George (Joe Swanberg) im heftigen Regen an der Brücke zur Insel ankommt, will der Wärter (Richard Brake) sie erst gar nicht weiterfahren lassen, denn bald schon soll diese hochgezogen werden und für die kühlen Monate außerhalb der Saison keine Überfahrt mehr ermöglichen.

Die beiden dürfen schließlich doch passieren, suchen den Friedhofswärter allerdings vergebens und verlieren sich hierbei auch bald aus den Augen. Während George am Lone Palm Beach herum irrt, trifft Marie erst auf die Besitzerin des örtlichen Blumenladens, die ihre Mutter Ava (Melora Walters) anscheinend gut kannte, und später auf bedrohlich erscheinende Figuren im Wald – und auch in der lokalen Gaststätte “Sand Trap” wird hier niemand herzlich willkommen geheißen.

Im Gegenteil – irgendetwas stimmt hier nicht, und nach und nach findet Marie mehr hierüber heraus, über einen Fluch, der auf allen BewohnerInnen liegt, die nach Hochfahren der Brücke wie versteinert erscheinen, über die Idee der in kleinen Rückblicken auch immer mal wieder auftauchenden, demenzkranken Mutter, woanders begraben zu werden, und über ungeahnte Beziehungen … während es zu wenig hilfreichen Spannungen mit George kommt.

“Offseason – Insel des Grauens” lässt sich zwar ohne großen Groll anschauen und ist von Jocelin Donahue auch anständig gespielt, während Joe Swanberg – nicht nur auf Grund der Farbgebung – weit blasser bleibt und auch seine Synchronisation nicht richtig gefällt. Auf große Spezialeffekte wird verzichtet, hier bietet Keating lieber Lichtgeflacker in düsteren Szenerien, was vielleicht der Fantasie etwas Spielraum lässt, aber billig wirkt. Die geradlinige Handlung führt ohne viel Schnörkel ins Unbehagen, gibt aber trotz Aufteilung in einige Kapitel nicht viel her, so dass sie eigentlich nicht einmal genug Futter für die knapp über 80 Minuten bietet.

Bonus-Material:

Als Extras findet man den deutschen und originalen Trailer.

Trailer:

Bewertung: 4 von 10 Punkten

 


Weitere Spezifikationen:

Verkaufsstart: 28. April 2023
Bildformat: 16:9 (2,39:1)
Ton DVD: Dolby Digital 5.1
Ton Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1

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