Home Film„Iron Maiden: Burning Ambition“ – Infos über die Karriere der Metalband mit Ehrerweisungen und Fankultur

„Iron Maiden: Burning Ambition“ – Infos über die Karriere der Metalband mit Ehrerweisungen und Fankultur

Autor: Tobi

"Iron Maiden: Burning Ambition" Filmplakat (© Universal Pictures)

Iron Maiden: Burning Ambition

Dokumentation
Regie: Malcolm Venville
Dauer: 106 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Website: www.upig.de/micro/iron-maiden-burning-ambition
Facebook: facebook.com/UniversalPicturesDE
Instagram: instagram.com/universalpicturesde
Kinostart: 14. Mai 2026


Ein paar Monate erst ist es her, dass der Song „The Number Of The Beast“ von Iron Maiden eine sehr prägende, wenn nicht sogar die herausragende Szene der im Kino gestarteten Pandemie-Horror-Fortsetzung „28 Years Later: The Bone Temple“ mitbestimmte. Nun kommt ein Streifen über die legendäre Metalband auf die große Leinwand, inszeniert von Malcom Venville („And We Go Green“) und produziert von Dom Freeman, der im Musikbereich bereits mit den Konzertfilmen „Depeche Mode: Spirits In The Forest“ und „The Cure – Anniversary 1978–2018 Live In Hyde Park“ punkten konnte.

Eingerahmt von Animationen, die Iron Maidens Einfluss auf die ganze Welt darstellen sollen, wird die Geschichte der Band erzählt, die mehr als 100 Millionen Tonträger verkauft hat – aus dem Off, von den Mitgliedern selbst. Von der Gründung im Jahr 1975 geht es in die erste erfolgreiche Phase mit dem durchaus beliebten Sänger Paul Di’Anno – und damals schon bereits dem gruselig gestalteten Maskottchen Eddie, welches seit dem selbstbetitelten Debütlongplayer auf allen Albumcovern zu sehen ist und die Formation bis heute bei jedem Konzert begleitet.

Die wichtigste Rolle im Bandgefüge hatte hierbei Bassist Steve Harris inne, der als einziges immer präsentes Mitglied dementsprechend auch einen wichtigen Teil dieser Doku einnimmt und immer gutgelaunt und freundlich wirkt – was für ein positiver, sympathischer Mensch. Nach der Trennung von dem immer öfter betrunkenen und unzuverlässigen Di’Anno, der dem durch den Erfolg aufkommenden Druck und Tourleben nicht standhalten konnte, wurde der vorher in der Band Samson aktive Bruce Dickinson als Frontmann verpflichtet. Die Fans waren skeptisch, aber das dann folgende 1982er-Album „The Number Of The Beast“ und die Präsenz und Kraft von Bruce am Mikro wussten zu überzeugen – und die Scheibe wurde der ganz große weltweite Durchbruch.

Später kam es dann zu einer rasanten Talfahrt in der Karriereachterbahn von Iron Maiden, als Dickinson 1993 ausstieg und mit dem engagierten Sänger Blaze Bayley keine großen Hallen mehr gefüllt werden konnten. Iron Maiden blieben aber weiter am Ball, und mit der Rückkehr von Bruce im Jahr 1999 ging es dann mit etwas mehr in Richtung Progressive Metal ausschlagendem Sound auch wieder zurück auf die ganz großen Bühnen – bis heute, wo leider der langjährige Drummer Nicko McBrain seit 2024 krankheitsbedingt nicht mehr den Takt angeben kann, Iron Maiden aber nach wie vor mächtig aktiv sind, dieses Jahr 2026 z.B. bei Rock am Ring und Rock im Park.

Iron Maiden live (© John McMurtrie)

(© John McMurtrie)

Die Doku führt akkurat durch die Jahre und viele der Besetzungswechsel, als z.B. Adrian Smith 1989 ausstieg und durch Janick Gers als zweitem Gitarristen neben Dave Murray ersetzt wurde – bis Smith dann 1999 wieder zur Band stoß und diese dann mit drei Männern an der Gitarre als Sextett weitergeführt wurde, was klanglich ganz neue Möglichkeiten eröffnete.

Neben den Off-Kommentaren der Bandmitglieder, auch ehemaliger, und Archivmaterial wie Live- und TV-Auftritten sowie weiterer Interviews wird die Wichtigkeit der Band von diversen bekannten Persönlichkeiten wie Hollywoodstar Javier Bardem, Schlagzeuger Lars Ulrich (Metallica), Rap-Ikone Chuck D (Public Enemy), Gitarrist Scott Ian (Anthrax) oder Gitarrist/Sänger Tom Morello (Rage Against The Machine) beschrieben, oder auch von KISS-Legende Gene Simmons, der ganz trocken klar macht, dass bleibender Metal etwas Wahres wäre im Gegensatz zu kurz mal gehyptem Grunge.

Immer wieder kommt die Doku auch auf Maskottchen Eddie als Erkennungsmerkmal und marketingtechnische Genialität zu sprechen, und mit ihm gibt es auch einige kleine neue Animationsszenen zu sehen. Auf einiges wird dagegen nur kurz eingegangen, wie auf Dickinson als Piloten des bandeigenen Flugzeugs, oder gar nicht, wie auf die eigene Biermarke. Insgesamt lässt sich „Iron Maiden: Burning Ambition“ sicher gut anschauen, wird dem einen oder anderen Fan aber vermutlich zu wenig Neues und zu wenig auch mal länger gespielte Musik bereithalten, geht es doch neben dem Abriss der Bandgeschichte vor allem um Ehrerweisungen und die Fankultur.

Trailer:

Bewertung: 6 von 10 Punkten

 

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